• 12.11.2015
      06:35 Uhr
      Ungarns Puszta - Von Zieseln und Zackelschafen Radio Bremen TV
       

      Puszta bedeutet Einöde, von Menschen verlassen. Die Flüsse Donau und Theiß prägten einst die Landschaft, überfluteten die Region Jahr für Jahr und hinterließen waldreiche Auen und endlose Sümpfe. Nach der Begradigung der Flüsse, sind Steppenlandschaften entstanden - unendliche Weiden für das ungarische Steppenrind und das Zackelschaf. Auch die Großtrappe, ein Vogel mit bemerkenswertem Balzgehabe, und der exotisch bunte Bienenfresser haben hier eine Heimat gefunden.

      Donnerstag, 12.11.15
      06:35 - 07:20 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 06:34
      Stereo

      Puszta bedeutet Einöde, von Menschen verlassen. Die Flüsse Donau und Theiß prägten einst die Landschaft, überfluteten die Region Jahr für Jahr und hinterließen waldreiche Auen und endlose Sümpfe. Nach der Begradigung der Flüsse, sind Steppenlandschaften entstanden - unendliche Weiden für das ungarische Steppenrind und das Zackelschaf. Auch die Großtrappe, ein Vogel mit bemerkenswertem Balzgehabe, und der exotisch bunte Bienenfresser haben hier eine Heimat gefunden.

       

      Pferde galoppieren über die Steppe, begleitet von einem reitenden Hirten, und nachdem sich der Staub verzogen hat, ragt ein einsamer Ziehbrunnen über den weiten Horizont. Das ist die Klischeevorstellung von der ungarischen Puszta, ein oberflächliches Bild, denn die Puszta hat viel mehr zu bieten. Sie ist ein Tierparadies aus Menschenhand.

      Puszta bedeutet Einöde, von Menschen verlassen, und das war sie wirklich über die längste Zeit ihrer Geschichte. Die Flüsse Donau und Theiß prägten einst die Landschaft in der "Großen Ungarischen Tiefebene", sie überfluteten die Region Jahr für Jahr aufs Neue, hinterließen waldreiche Auen und endlose Sümpfe.

      Teile der feuchten Puszta sind bis heute erhalten, ein intakter Lebensraum für Löffler, Reiher und Störche. Auf nassen Wiesen, die im Laufe des Jahres trockenfallen, brüten Kiebitz, Stelzenläufer und Uferschnepfe. Solche Wiesen waren es, auf denen die Magyaren über Jahrhunderte wirtschafteten. Aus Asien eingeführte Wasserbüffel verrichteten als Zugtiere ihren Dienst und halfen das Land zu kultivieren.

      Nachdem Donau und Theiß begradigt und eingedeicht waren, blieben die Überflutungen der Niederung aus. Steppenlandschaften entstanden, unendliche Weiden für das ungarische Steppenrind und das Zackelschaf. Sie waren im 18. und 19. Jahrhundert der Exportschlager Ungarns schlechthin. Heute sind sie aus der Mode geraten, aber kleine Herden tun als grasfressende Landschaftspfleger Dienst in den Nationalparks der Puszta. In der von Menschen geschaffenen Steppe fanden aber auch wilde Tiere eine neue Heimat, die Großtrappe zum Beispiel, ein Vogel mit bemerkenswertem Balzgehabe. Der exotisch bunte Bienenfresser brütet am Rand der Steppe.

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