• 23.05.2017
      23:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | Radio Bremen TV
       

      Themen u.a.:

      • Spanien: Die geklauten Kinder
      • Österreich: Sebastian Kurz und die neue Volkspartei
      • Großbritannien: Die Sorgen der EU-Ausländer
      • Griechenland: Neues Sparpaket sorgt für Frust
      • Irak: Rache oder Versöhnung?

      Dienstag, 23.05.17
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Spanien: Die geklauten Kinder
      • Österreich: Sebastian Kurz und die neue Volkspartei
      • Großbritannien: Die Sorgen der EU-Ausländer
      • Griechenland: Neues Sparpaket sorgt für Frust
      • Irak: Rache oder Versöhnung?

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Friederike Körner
      Redaktionelle Leitung Claudia Buckenmaier
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Christiane Justus
      • Spanien: Die geklauten Kinder

      Unter General Franco wurden nicht regimetreuen Familien oder Frauen nach der Geburt ihre Babys weggenommen. Man wollte die Kinder zu Faschisten umerziehen. Doch der Kinderhandel hörte nach dem Ende der Diktatur nicht auf. In den vergangenen Jahren wurde ein riesiger Skandal aufgedeckt: Mafiöse Verbindungen aus Anwälten, Ärzten und Geistlichen machten den Kinderklau zum großen Geschäft. Bis zu 300.000 Neugeborene sollen verkauft worden sein, an Eltern, die meist nichts ahnend auf Adoptivkinder warteten. In den kommenden Wochen soll es zu einem ersten Prozess kommen.

      • Österreich: Sebastian Kurz und die neue Volkspartei

      Derzeit diktiert vor allem einer das Tempo der Politik in Österreich: Sebastian Kurz. Er war schon mit 24 Jahren Staatssekretär und mit 27 Jahren Außenminister. Jetzt will er Bundeskanzler werden. Als Jungpolitiker einst für seine "Schwarz ist geil"-Kampagne belächelt, hat der nun 30-Jährige handstreichartig die Traditionspartei ÖVP umgekrempelt: Er hat sich inhaltlich und personell als künftiger ÖVP-Chef Durchgriffsrechte zusichern lassen und will mit einer eigenen Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei bei den Neuwahlen am 15. Oktober 2017 antreten. Inspiriert von Macrons Bewegung in Frankreich, versucht er nun in Österreich ähnlich eine eigene Sebastian-Kurz-Gruppierung aufzubauen. Mit welchen politischen Inhalten, das ist weiterhin unklar.

      • Großbritannien: Die Sorgen der EU-Ausländer

      Der Austritt Großbritanniens aus der EU sorgt für Unruhe unter den mehr als drei Millionen EU-Ausländern auf der Insel. Vor dem Start der Brexit-Verhandlungen mit der EU will Premierministerin Theresa May keine Bleibegarantien aussprechen. Dies soll frühestens im Rahmen eines Abkommens geschehen, das auch die Rechte von Briten innerhalb der EU sicherstellt. So werden die EU-Bürger zur Verhandlungsmasse bei den Austrittverhandlungen mit der EU. Derzeit erwägt die Regierung, alle Personen abzuschieben, die nicht mehr arbeiten oder keine private Krankenversicherung haben. Anträge auf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien werden in letzter Zeit oft wegen kleiner Formfehler zurückgewiesen.

      • Griechenland: Neues Sparpaket sorgt für Frust

      Geld aus dem Rettungspaket gibt es nur, wenn Griechenland weiter spart: Daran hatten die internationalen Geldgeber keinen Zweifel gelassen. Kein Wunder, dass das Parlament für neue Sparmaßnahmen stimmt. Die Regierung unter Syriza-Ministerpräsident Tsipras und der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen versprechen sich von der neuen Sparrunde 4,5 Milliarden Euro. Rentner und Bürger mit mittlerem Einkommen werden Einbußen hinnehmen müssen. Die Renten sollen ab 2019 um 18 Prozent gekürzt werden. Seit sieben Jahren geht es der griechischen Bevölkerung immer schlechter, im Schnitt haben sie in dieser Zeit 27 Prozent ihres Einkommens verloren, so Außenminister Nikos Kotzias. Das Land steckt in einem Teufelskreis: Ein Sparprogramm jagt das nächste, die Menschen kaufen weniger ein, also entlassen Unternehmen Arbeitnehmer. Die Nachfrage sinkt, und neue Entlassungen folgen. Fast jeder Vierte hat keine Job. Ein Stimmungsbericht aus Griechenland.

      • Irak: Rache oder Versöhnung?

      Mossul ist eine Trümmerstadt. Die Häuser sind zerbombt, die Straßen gleichen Schutthalden. In der Altstadt wird immer noch geschossen. Irakische Truppen versuchen im Häuserkampf die letzten Anhänger der Terrorgruppe des sogenannten Islamischen Staates aus der nordirakischen Metropole zu vertreiben. Tausende Zivilisten haben ihr Leben verloren. Hunderttausende sind geflohen, vor Terror, Massenmord und Krieg. In ihren Seelen sieht es wahrscheinlich so aus wie in den Straßen ihrer Heimatstadt: Trümmerlandschaften. Und noch bevor der Krieg beendet ist, versucht die irakische Regierung in Mossul das Geschehen aufzuarbeiten. Einige wenige Richter sollen vor Ort Täter identifizieren und gleichzeitig Opfern Gerechtigkeit widerfahren lassen. Im Minutentakt wir

      d abgeurteilt oder entschädigt. Kann ein solches Land wieder befriedet und versöhnt werden? Oder siegt am Ende doch die Rache?

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