• 20.05.2017
      12:45 Uhr
      Perserteppiche - Der Orient unter den Füßen Radio Bremen TV
       

      In der Hamburger Speicherstadt lagern Orientteppiche im Wert von rund einer Milliarde Euro. Zu den wertvollsten und vielleicht auch schönsten gehören die Perserteppiche. Vermutlich haben die Nomaden den Teppich erfunden, denn mit einem Teppich ist man in heißen Regionen bestens gerüstet. In der Dokumentation wird die traditionelle Knüpfarbeit der Nomadenfrauen gezeigt und die gesamte Spanne der persischen Teppichherstellung beleuchtet - vom groben Gabbeh bis hin zum Teppichgemälde, das in Seide geknüpft wird.

      Samstag, 20.05.17
      12:45 - 13:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In der Hamburger Speicherstadt lagern Orientteppiche im Wert von rund einer Milliarde Euro. Zu den wertvollsten und vielleicht auch schönsten gehören die Perserteppiche. Vermutlich haben die Nomaden den Teppich erfunden, denn mit einem Teppich ist man in heißen Regionen bestens gerüstet. In der Dokumentation wird die traditionelle Knüpfarbeit der Nomadenfrauen gezeigt und die gesamte Spanne der persischen Teppichherstellung beleuchtet - vom groben Gabbeh bis hin zum Teppichgemälde, das in Seide geknüpft wird.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Nicole Deblaere
      Autor Enrico Demurray
      Redaktionelle Leitung Ulrike Dotzer
      Redaktion Kathrin Bronnert

      In der Hamburger Speicherstadt lagern Orientteppiche im Wert von rund einer Milliarde Euro. Zu den wertvollsten und vielleicht auch schönsten gehören die Perserteppiche. Mohammad-Reza Nobari ist Teppichgroßhändler in der Speicherstadt. Seine Familie, die aus dem Iran stammt, ist seit vielen Generationen im Teppichhandel tätig. Regelmäßig reist er in den Iran, um sein Lager wieder aufzufüllen.

      Vermutlich haben die Nomaden den Teppich erfunden, denn mit einem Teppich ist man in heißen Regionen bestens gerüstet. Der Boden ist der angenehmste Aufenthaltsort bei Hitze, gleichzeitig isoliert der Teppich gegen die nächtliche Kühle. Die Nomadenteppiche haben geometrische Muster, die Knotenzahl spielt eine untergeordnete Rolle, der Gesamteindruck ist entscheidend. Die Kultur der Nomaden ist inzwischen bedroht. Viele der Jüngeren wollen das unbequeme Leben ihrer Eltern nicht mehr führen und lassen sich nieder.

      In der Dokumentation wird die traditionelle Knüpfarbeit der Nomadenfrauen gezeigt, die vor ihren Zelten, wie vor Tausenden von Jahren, ihre Teppiche herstellen. Verfeinert wurde die Teppichproduktion in den Städten. Islamische Architektur, Innenraumgestaltung und Teppichdesign beeinflussten sich gegenseitig. Die Ergebnisse des Schöpfungsprozesses kann man heute noch sehen. Gute Stadtteppiche haben eine hohe Knotenzahl, und die Muster sind naturalistisch, das heißt ein Vogel sieht wie ein Vogel aus, eine Blume wie eine Blume. Jedes Teppichzentrum hat eigene, für sie typische, Muster und Farben entwickelt. Der Kenner kann einen Isfahan auf den ersten Blick von einem Täbris unterscheiden.

      Der Perserteppich ist das Sinnbild für den Orientteppich schlechthin. Die arabischen Scheiche kaufen nur Perser, weil es in ihren Augen keine besseren Teppiche gibt. In der Dokumentation von Enrico Demurray wird die gesamte Spanne der persischen Teppichherstellung beleuchtet, vom groben Gabbeh, den im Iran keiner kaufen will, weil er als primitiv gilt, bis hin zum Teppichgemälde, das in Seide geknüpft wird.

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