• 07.08.2014
      15:15 Uhr
      Die letzten Deutschen in Slowenien Im Gottscheer Land | Radio Bremen
       

      Im Süden Sloweniens liegt ein Gebiet, das noch bis vor 60 Jahren mehr deutsch als slowenisch war: die Gottschee. Über 600 Jahre siedelten hier Menschen, die einst aus Österreich, Tirol und Süddeutschland in dieses schwer zugängliche, karstige Waldgebiet gekommen waren, um es urbar zu machen. Meist waren es Bauern, die in ihrer Heimat kein Land besaßen und hier einen Neuanfang wagten. Heute leben noch etwa 500 Gottscheer in ihrer ursprünglichen Heimat. Der Film sucht nach den Resten dieser Gemeinschaft. Er porträtiert die zurückgebliebenen Gottscheer, die versuchen, die Erinnerung an ihr kleines Volk wachzuhalten.

      Donnerstag, 07.08.14
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im Süden Sloweniens liegt ein Gebiet, das noch bis vor 60 Jahren mehr deutsch als slowenisch war: die Gottschee. Über 600 Jahre siedelten hier Menschen, die einst aus Österreich, Tirol und Süddeutschland in dieses schwer zugängliche, karstige Waldgebiet gekommen waren, um es urbar zu machen. Meist waren es Bauern, die in ihrer Heimat kein Land besaßen und hier einen Neuanfang wagten. Heute leben noch etwa 500 Gottscheer in ihrer ursprünglichen Heimat. Der Film sucht nach den Resten dieser Gemeinschaft. Er porträtiert die zurückgebliebenen Gottscheer, die versuchen, die Erinnerung an ihr kleines Volk wachzuhalten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Thorsten Niemann
      Autor Thorsten Niemann
      Produktion Michael Schinschke
      Redaktion Werner Grave

      Im Süden Sloweniens liegt ein Gebiet, das noch bis vor 60 Jahren mehr deutsch als slowenisch war: die Gottschee. Über 600 Jahre siedelten hier Menschen, die einst aus Österreich, Tirol und Süddeutschland in dieses schwer zugängliche, karstige Waldgebiet gekommen waren, um es urbar zu machen. Meist waren es Bauern, die in ihrer Heimat kein Land besaßen und hier einen Neuanfang wagten, eine Chance zu überleben.

      Das südlich der Hauptstadt Ljubljana gelegene Gebiet fiel 1941 unter italienische Besatzung. Die Gottscheer-Deutschen sollten in den östlichen Teil des Landes, der unter deutscher Besatzung stand, umgesiedelt werden. Fast alle Gottscheer verließen ihre Dörfer und folgten den Parolen der Nationalsozialisten. Nur wenige blieben. Es war das Ende der deutschen Besiedlung im Gottscheer Land.

      Nach dem Krieg wurden Slowenen in die verlassenen Dörfer der Gottscheer einquartiert. Kaum einer der 1941 umgesiedelt wurde, kehrte zurück. Die meisten zogen nach Deutschland, Amerika oder Australien weiter. Heute leben noch etwa 500 Gottscheer in ihrer ursprünglichen Heimat, die im Wesentlichen aus drei Bergketten und drei Tälern
      besteht. In den Tälern leben die Menschen, auf den Bergketten ziehen Hirsche, Wölfe und Bären durch die Reviere.

      Der Film sucht nach den Resten dieser Gemeinschaft. Er porträtiert die zurückgebliebenen Gottscheer, die versuchen, die Erinnerung an ihr kleines Volk wachzuhalten.

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