• 16.11.2018
      02:15 Uhr
      Kulturjournal ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" | Radio Bremen TV
       

      Themen:

      • Was verdienen Männer, was Frauen? Der "Kulturjournal"- Gerechtigkeitstest
      • Anerkennung statt Ausgrenzung: Eine Ausstellung in Oldenburg über Minderheiten
      • And the winner is ...: Der NDR Sachbuchpreis
      • Der ganz normale Wahnsinn: Eine Kinokomödie über einen Psychotherapeuten
      • Von Australien nach Hannover: Die Flötistin Ana de la Vega
      • "Der Norden liest": Juli Zeh in Hannover
      • Wahr. Schön. Gut: Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Moderation: Julia Westlake

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 16.11.18
      02:15 - 02:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Was verdienen Männer, was Frauen? Der "Kulturjournal"- Gerechtigkeitstest
      • Anerkennung statt Ausgrenzung: Eine Ausstellung in Oldenburg über Minderheiten
      • And the winner is ...: Der NDR Sachbuchpreis
      • Der ganz normale Wahnsinn: Eine Kinokomödie über einen Psychotherapeuten
      • Von Australien nach Hannover: Die Flötistin Ana de la Vega
      • "Der Norden liest": Juli Zeh in Hannover
      • Wahr. Schön. Gut: Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Moderation: Julia Westlake

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Was verdienen Männer, was Frauen? Der "Kulturjournal"- Gerechtigkeitstest

      In "nur" 217 Jahren ist es endlich so weit: Dann haben Frauen und Männer überall auf der Welt die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So der Global Gender Gap Report des Jahres 2017. In diesem lag Ruanda sogar auf Platz fünf, vor dem Musterland Schweden und weit vor Deutschland (Platz zwölf). Auch sonst sieht es noch finster aus in Sachen Gleichberechtigung. So ist beispielsweise die Kunst von Frauen nur halb so teuer wie die von Männern. Die Analyse von 1,5 Millionen Auktionsdaten aus den Jahren 1970 bis 2013 ergab, dass Werke von Künstlerinnen im statistischen Mittel gut 25.262 Dollar erzielten, die von Künstlern dagegen 48.212 Dollar. Bei den Schauspielerinnen sieht es nicht viel besser aus, im Gegenteil. So heißt es, dass für einen Nachdreh für den Film "Alles Geld der Welt" Michelle Williams und Mark Wahlberg sehr unterschiedlich honoriert wurden bei gleichem Aufwand. Während Mark Wahlberg mehr als eine Million Dollar bekommen haben soll, wurde Williams mit 1.000 Dollar abgespeist. Angesichts der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" schaut sich das "Kulturjournal" an, wie unterschiedlich Männer und Frauen (immer noch) behandelt werden und macht den Gerechtigkeitstest auf der Straße.

      • Anerkennung statt Ausgrenzung: Eine Ausstellung in Oldenburg über Minderheiten

      Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt, ein wichtiger Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit, auch wenn wir noch immer keine vollständige Gleichberechtigung haben. Und wie sieht es mit den Rechten anderer gesellschaftlicher Gruppen aus? Wer muss noch heute um Anerkennung kämpfen? Zum Jahrestag des Frauenwahlrechts beschäftigt sich das Stadtmuseum Oldenburg in der Ausstellung "Anerkennung!" mit solchen Fragen. Das Besondere daran: Ganz unterschiedliche Menschen aus Oldenburg haben sich mit eigenen Kunstprojekten beteiligt. Menschen mit Behinderung, mit unterschiedlichen Sexualitäten, aber auch Geflüchtete oder Menschen, die auf der Straße leben. Das "Kulturjournal" spricht mit Oldenburgern über das Projekt und stellt die Ausstellung im Rahmen der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" vor.

      • And the winner is ...: Der NDR Sachbuchpreis

      Er wird dieses Jahr zum zehnten Mal verliehen, ist mit 15.000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten seines Genres: der NDR Kultur Sachbuchpreis. Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) ist Ehrengast der Jubiläumsgala auf Schloss Herrenhausen in Hannover am Mittwoch, den 21. November. 260 Sachbücher standen zur Auswahl. Welches Buch das Rennen gemacht hat, das "Kulturjournal" verrät es vorab.

      • Der ganz normale Wahnsinn: Eine Kinokomödie über einen Psychotherapeuten

      Nachdem in den Filmen von Sandra Nettelbeck schon zwei Mal der Psychotherapeut Max aufgetaucht ist, allerdings eher am Rande, hat es noch knapp zehn Jahre gebraucht, bis dieser Max seinen eigenen Film bekommen hat: "Was uns nicht umbringt" (Filmstart 15. November). Diesen Max hat die Regisseurin dem Schauspieler August Zirner auf den Leib geschrieben: Ein Mann, der nicht nur Menschen in der Krise in seiner Praxis hilft. Sondern auch ein Mann, der in der Mitte seines Lebens bilanziert: War`s das jetzt? Geht das jetzt so weiter oder wird es doch noch mal anders? Und verliebe ich mich noch mal? Der Film kreist auf sehr amüsante und auch tiefsinnige Weise um diese Fragen, eine Art Bestandsaufnahme der Generation um die 50, gespielt von einem bemerkenswerten Ensemble, allen voran August Zirner in der Hauptrolle. Das "Kulturjournal" spricht mit Regisseurin Sandra Nettelbeck und August Zirner und bemüht sich um Antworten auf die großen Fragen.

      • Von Australien nach Hannover: Die Flötistin Ana de la Vega

      Sie war sieben Jahre alt, als sie das erste Mal ein Flötenkonzert hörte. Da stand für sie fest, dass sie Flötistin werden wollte. Seitdem hat sich Ana de la Vega auf eine weite Reise begeben: Aufgewachsen ist die Tochter britisch-argentinischer Eltern in Australien, zum Studium ging es über Sydney nach Paris. Mit 23 Jahren wurde sie Soloflötistin in Portugal. Sie gründete die London International Players und spielte auf vielen großen Bühnen in den USA und in Europa. Ihre aktuelle CD mit Werken von W. A. Mozart und Josef Myslivecek wurde von der internationalen Presse hoch gelobt. Jetzt lebt die Musikerin in Norddeutschland: Ana de la Vega wohnt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Hannover, einfach weil sie die Stadt so mag. Das "Kulturjournal" trifft die Musikerin in ihrer Wahlheimat. Am 15. November spielt Ana de la Vega in der Laeiszhalle in Hamburg.

      • "Der Norden liest": Juli Zeh in Hannover

      Seit ihr erster Roman "Adler und Engel" (2001) zum Welterfolg wurde, hat sich Juli Zeh den Ruf erarbeitet, sehr genau hinzuschauen auf die Bedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Ging es in "Unterleuten" um eine Dorfgemeinschaft und in ihrem letzten Roman "Leere Herzen" um den Staat, nimmt sie mit ihrem neuen Roman "Neujahr" nun die Familie unter die Lupe: An einem Neujahrsmorgen macht sich ein junger Familienvater per Fahrrad auf den beschwerlichen Weg zu einem Berggipfel auf Lanzarote. Je höher er kommt, desto mehr Erinnerungen tauchen auf, die er seit seiner Kindheit verdrängt hat. Meter für Meter kämpft er sich an sein Trauma heran. Als er den Berg wieder hinab fährt, ist er ein anderer. Im Rahmen von "Der Norden liest" stellt Juli Zeh ihren neuen Roman "Neujahr" (Luchterhand) in Hannover vor: Donnerstag, 15. November, 20 Uhr, Hauptgebäude in der Leibniz Universität, Welfenschloss am Welfengarten 1.

      • Wahr. Schön. Gut: Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft: Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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      ARD-Themenwoche 2018 "Gerechtigkeit"

      Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft - darum geht es in der ARD-Themenwoche vom 11. bis 17. November 2018. "Gerechtigkeit ist ein Thema, das alle angeht", so NDR-Intendant Lutz Marmor, dessen Sender in diesem Jahr federführend für die Themenwoche ist. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, erklärt: "Eine Gesellschaft hält nur zusammen, wenn jeder sich in seiner Würde gerecht behandelt fühlt."
      Alle Fernseh- und Radioprogramme sowie die Online-Angebote der ARD beschäftigen sich vielfältig mit dem Thema und laden zur Diskussion ein. Die Genres reichen von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam und spielerisch. Die ARD-Themenwoche gibt es seit 2006 - ihr Ziel ist es, gesellschaftlich relevante Fragen breit und vielfältig aufzunehmen, viele Menschen damit zu erreichen und nachhaltig eine öffentliche, sachliche Diskussion anzustoßen.

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