• 14.11.2018
      18:15 Uhr
      Wie geht das? Gefangenentransport und Urteilsspruch ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" | Radio Bremen TV
       

      In Niedersachsen sitzen etwa 5.000 Menschen eingesperrt hinter Gittern. 850 von ihnen warten auf ihren Prozess. Für einen reibungslosen Ablauf der Fahrt zwischen Gefängnis und der Urteilsverkündung im Gericht gibt es ein ausgeklügeltes System: Die Häftlinge werden auf einer eigenen "Buslinie" auf geheimen Routen transportiert. Und im Gericht gibt es für Notfälle unter dem Richtertisch einen Alarmknopf. Die Folge aus der Reihe "Wie geht das?" zeigt die verborgene Welt der Gefangenentransporte, blickt hinter die Kulissen eines Gerichts und erklärt, wie Recht gesprochen wird.

      Mittwoch, 14.11.18
      18:15 - 18:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      In Niedersachsen sitzen etwa 5.000 Menschen eingesperrt hinter Gittern. 850 von ihnen warten auf ihren Prozess. Für einen reibungslosen Ablauf der Fahrt zwischen Gefängnis und der Urteilsverkündung im Gericht gibt es ein ausgeklügeltes System: Die Häftlinge werden auf einer eigenen "Buslinie" auf geheimen Routen transportiert. Und im Gericht gibt es für Notfälle unter dem Richtertisch einen Alarmknopf. Die Folge aus der Reihe "Wie geht das?" zeigt die verborgene Welt der Gefangenentransporte, blickt hinter die Kulissen eines Gerichts und erklärt, wie Recht gesprochen wird.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Frederik Keunecke
      Autor Stefan Radüg
      Redaktionelle Leitung Susanne Wachhaus
      Redaktion Thomas Fischer

      In Niedersachsen sitzen etwa 5.000 Menschen eingesperrt hinter Gittern. 850 von ihnen warten auf ihren Prozess. Für einen reibungslosen Ablauf der Fahrt zwischen Gefängnis und der Urteilsverkündung im Gericht gibt es ein ausgeklügeltes System: Die Häftlinge werden auf einer eigenen "Buslinie" auf geheimen Routen transportiert. Und im Gericht gibt es für Notfälle unter dem Richtertisch einen Alarmknopf.

      Richter Götz Wettich verhandelt am Amtsgericht Hannover einen Betrugsfall. Neben ihm sitzen zwei juristische Laien. Es sind Schöffen, sozusagen des "Volkes Stimme". Ihre Entscheidung zählt genauso viel wie die des Vorsitzenden Richters. Im Zimmer direkt hinter jedem Sitzungssaal findet die Urteilsfindung statt. Es ist ein Raum, den normalerweise niemand zu sehen bekommt. Die Angeklagten warten im Haftbereich des Gerichts auf ihr Urteil. Eine versteckte Tür führt in diese "Unterwelt". Ohne Spezialschlüssel kommt hier keiner herein und vor allem nicht heraus.
      39 Wachtmeister arbeiten am Amtsgericht Hannover. Sie kontrollieren Besucher und jeden Brief, der eingeht. Auch hier geht es um Sicherheit. Und um Pünktlichkeit. Der Briefkasten im Gericht ist eine der wichtigsten Einrichtungen. Punkt Mitternacht trennt eine automatische Klappe den Posteingangskasten. Der Grund: Bei Gericht müssen Fristen unbedingt eingehalten werden. Um eine Minute nach 00.00 Uhr ist es dann schon zu spät.

      Bis zu 200 Gefangene werden in Niedersachsen auf geheimen Routen täglich hin und her transportiert: zu den Verhandlungen bei Gericht, in Gefängniskliniken oder von einer Haftanstalt in die andere. Mit dem Komfort eines Reisebusses haben die Spezialbusse nichts gemein. Es gibt Einzelzellen, schlichte Plastiksitze. Toiletten gibt es nur in Form von Plastiktüten. Die Fenster Richtung Freiheit sind vergittert und kleiner als ein DIN-A4-Blatt. Die eiserne Regel jedes Transportes: nie stoppen. Denn sobald der Bus länger hält, ist er angreifbar!
      Die Folge aus der Reihe "Wie geht das?" zeigt die verborgene Welt der Gefangenentransporte, blickt hinter die Kulissen eines Gerichts und erklärt, wie Recht gesprochen wird.

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      ARD-Themenwoche 2018 "Gerechtigkeit"

      Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft - darum geht es in der ARD-Themenwoche vom 11. bis 17. November 2018. "Gerechtigkeit ist ein Thema, das alle angeht", so NDR-Intendant Lutz Marmor, dessen Sender in diesem Jahr federführend für die Themenwoche ist. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, erklärt: "Eine Gesellschaft hält nur zusammen, wenn jeder sich in seiner Würde gerecht behandelt fühlt."
      Alle Fernseh- und Radioprogramme sowie die Online-Angebote der ARD beschäftigen sich vielfältig mit dem Thema und laden zur Diskussion ein. Die Genres reichen von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam und spielerisch. Die ARD-Themenwoche gibt es seit 2006 - ihr Ziel ist es, gesellschaftlich relevante Fragen breit und vielfältig aufzunehmen, viele Menschen damit zu erreichen und nachhaltig eine öffentliche, sachliche Diskussion anzustoßen.

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