• 11.02.2013
      08:45 Uhr
      Was glaubst Du heute? Der Kinderglaube ist vorbei | SWR Fernsehen RP
       

      Sie sind 14 Jahre alt, mitten in der Pubertät und stellen Gott und die Welt in Frage. Ihnen ist jetzt klar, dass Beten weder gegen Liebeskummer hilft noch gute Noten in Mathe garantiert. Der bislang festgefügte Kosmos ihres Kinderglaubens hat Risse bekommen. Manches, was Eltern und Lehrer ihnen früher erzählt haben, glauben sie jetzt nicht mehr so ohne weiteres.

      Montag, 11.02.13
      08:45 - 09:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      Sie sind 14 Jahre alt, mitten in der Pubertät und stellen Gott und die Welt in Frage. Ihnen ist jetzt klar, dass Beten weder gegen Liebeskummer hilft noch gute Noten in Mathe garantiert. Der bislang festgefügte Kosmos ihres Kinderglaubens hat Risse bekommen. Manches, was Eltern und Lehrer ihnen früher erzählt haben, glauben sie jetzt nicht mehr so ohne weiteres.

       

      Die Rede ist von fünf Offenburger Jugendlichen, die vor fünf Jahren erstmals für einen Film des SWR über ihren Glauben und ihre Weltsicht befragt wurden. Damals waren sie Drittklässler. "Was glaubst denn Du? Kinder fragen, hoffen, beten" hieß damals der Film über Kinder aus christlichen, muslimischen und atheistischen Elternhäusern. SWR-Autorin Annette Wagner ist nun ein zweites Mal nach Offenburg gefahren. Im Jahr 2012 lautet ihre Frage "Was glaubst Du heute?"

      "Über Gott und Glauben zu reden, ist total uncool", stellen die einst so fügsamen Kinder heute fest. Unter einer Bedingung sind Jakob, Sena und die Drillinge Helene, Malwine und Arne zu einem zweiten Film bereit: "Diesmal wollen wir selbst auch Fragen stellen." Mit Mini-HD-Kameras interviewen sie deshalb Passanten in Offenburg und Freiburg. Deren offene Antworten beeindrucken sie. Die Interviews führen zu Sinnfragen und Glaubensdebatten in der Gruppe - und zum Dialog zwischen den Generationen.

      Der Rollstuhlfahrer, der dennoch das Leben liebt, beeindruckt sie. Die Frau, die "mit den Toten spricht", finden sie "voll gruselig". "Kann man den Glauben verlieren - und wieder finden?" möchte Helene von ihrer Großmutter wissen, die einen harten Schicksalsschlag zu verkraften hatte, drei liebe Menschen in einem Jahr verlor.

      Der Film kontrastiert vor fünf Jahren in Schule und Elternhäusern gedrehtes Material mit aktuellen Aufnahmen von heute. Er zeigt die Veränderungen auf und thematisiert, was Vierzehnjährigen in den Religionen fehlt.

      • Menschen unter uns

      An jedem Sonntagmorgen portraitieren wir unter dem traditionsreichen Titel "Menschen unter uns" Menschen, deren Biografie oder deren besondere Lebensumstände sie für das Publikum im Südwesten interessant machen.

      Die Filme erzählen Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichten und thematisieren existenzielle Fragen. Auch schwierige ethische und religiöse Fragen werden so präsentiert, dass Zuschauer sich ihr eigenes Urteil bilden und die gezeigten Beispiele mit ihrem eigenen Leben vergleichen können.

      Die Reihe "Menschen unter uns" wird von der Redaktion 'Religion, Kirche und Gesellschaft' betreut.

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