• 10.02.2013
      01:20 Uhr
      Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht Übertragung aus dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz | SWR Fernsehen RP
       

      Wenn Sitzungspräsident Hans-Peter Betz am 8. Februar 2013 fragt "Wolle mer'n eroilosse?", weiß jeder: Die beliebteste Fastnachtssitzung im deutschen Fernsehen steht auf dem Programm. Wen genau die zuständige SWR-Redaktion zusammen mit den beteiligten Fastnachtskorporationen von Mainzer Carneval-Verein (MCV), Mainzer Carneval-Club (MCC), Gonsenheimer Carneval-Verein (GCV) und Karneval-Club Kastel (KCK) auf die Bühne schickt, bleibt allerdings bis wenige Tage vor der Livesendung ein Geheimnis.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 10.02.13
      01:20 - 05:00 Uhr (220 Min.)
      220 Min.
      HD-TV Stereo

      Wenn Sitzungspräsident Hans-Peter Betz am 8. Februar 2013 fragt "Wolle mer'n eroilosse?", weiß jeder: Die beliebteste Fastnachtssitzung im deutschen Fernsehen steht auf dem Programm. Wen genau die zuständige SWR-Redaktion zusammen mit den beteiligten Fastnachtskorporationen von Mainzer Carneval-Verein (MCV), Mainzer Carneval-Club (MCC), Gonsenheimer Carneval-Verein (GCV) und Karneval-Club Kastel (KCK) auf die Bühne schickt, bleibt allerdings bis wenige Tage vor der Livesendung ein Geheimnis.

       

      Denn: Um das Beste vom Besten der Mainzer Fastnacht auf den Bildschirm zu bringen, sichtet die Redaktion zuvor ihre Kandidaten in den aktuellen Sitzungen der Karnevalsvereine.

      Die Fernsehfastnachtssitzung hat in über fünf Jahrzehnten absoluten Kultcharakter erreicht. Schon beim Start der ersten Südwestfunk-Übertragung von "Mainz, wie es singt und lacht" am 17. Januar 1955 scharten sich die Menschen vor den damals noch sehr wenigen Fernsehapparaten. Manche Kneipe musste sogar wegen Überfüllung schließen, weil so viele dabei sein wollten. Der Zuspruch nährte sich durch das Interesse an guter Unterhaltung im Nachkriegsdeutschland sowie das Interesse am neuen Medium. Was einige Jahre zuvor im Radio mit kürzeren Beiträgen begonnen hatte, fand somit auf dem Bildschirm seine erfolgreiche, nun zweieinhalbstündige Fortsetzung.

      Bald kannte jeder in der Republik die Fastnachter wie Willi Scheu, Ernst Neger, Margit Sponheimer, Rolf Braun oder Herbert Bonewitz. Die ARD hatte ihren "Straßenfeger". Das änderte sich selbst dann nicht, als 1964 das ZDF mit einer eigenen Sendung (ab 1965: "Mainz bleibt Mainz") aufwartete, zumal es seit Anfang der 70er Jahre eine Gemeinschaftssitzung der Fernsehfastnachter gibt. In Mainz standen stets originelle Typen auf der Bühne, die in ihre Rolle förmlich hineinwuchsen. "Eckpfeiler" der vergangenen Jahre waren der "Bote des Bundestages" Jürgen Dietz, "Till" Friedrich Hofmann, "Guddi Gutenberg" Hans-Peter Betz, Büttenredner wie Michael Emrich oder "Obermessdiener" Andreas Schmitt. Stets dabei auch das MCV-Ballett und die Mainzer Hofsänger. Wer also an diesem Abend das "Wolle mer'n eroilosse?" hört, weiß: Hier tagt die "Mutter" aller Fernsehfastnachtssitzungen.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 10.02.13
      01:20 - 05:00 Uhr (220 Min.)
      220 Min.
      HD-TV Stereo

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