• 11.08.2018
      08:30 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Delphi, Griechenland Die Macht des Orakels | SWR Fernsehen RP
       

      Über tausend Jahre war das Heiligtum in Delphi Anlaufstelle Ratsuchender aus der ganzen antiken Welt. Könige und einfache Bürger begaben sich zum 'Nabel der Welt', um die Pythia um ein Orakel zu bitten. Die Seherin stand in direkter Verbindung mit Apollo, einem für damalige Verhältnisse überaus fortschrittlichen Gott. Hatte er doch z.B. die Erinnyen, die Rachegöttinnen, für abgesetzt erklärt. Statt der üblichen Blutrache verkündete er schon im 5. Jahrhundert vor Chr. Ideale wie Toleranz, Barmherzigkeit, Rechtstaatlichkeit.

      Samstag, 11.08.18
      08:30 - 08:45 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Über tausend Jahre war das Heiligtum in Delphi Anlaufstelle Ratsuchender aus der ganzen antiken Welt. Könige und einfache Bürger begaben sich zum 'Nabel der Welt', um die Pythia um ein Orakel zu bitten. Die Seherin stand in direkter Verbindung mit Apollo, einem für damalige Verhältnisse überaus fortschrittlichen Gott. Hatte er doch z.B. die Erinnyen, die Rachegöttinnen, für abgesetzt erklärt. Statt der üblichen Blutrache verkündete er schon im 5. Jahrhundert vor Chr. Ideale wie Toleranz, Barmherzigkeit, Rechtstaatlichkeit.

       

      Über tausend Jahre war das Heiligtum in Delphi Anlaufstelle Ratsuchender aus der ganzen antiken Welt. Könige und einfache Bürger begaben sich zum 'Nabel der Welt', um die Pythia um ein Orakel zu bitten. Die Seherin stand in direkter Verbindung mit Apollo, einem für damalige Verhältnisse überaus fortschrittlichen Gott. Hatte er doch z.B. die Erinnyen, die Rachegöttinnen, für abgesetzt erklärt. Statt der üblichen Blutrache verkündete er schon im 5. Jahrhundert vor Chr. Ideale wie Toleranz, Barmherzigkeit, Rechtstaatlichkeit.

      Die Deutung der Orakelsprüche hatten Einfluss auf panhellenistische Einigungsbestrebungen und auf die Kolonisierung des Mittelmeerraums. Über viele Jahrhunderte zählte die Priesterschaft von Delphi zur Elite der antiken Welt.

      Der Film beginnt mit der Annäherung an Delphi vom Wasser her, begleitet eine imaginäre Delegation von der übervölkerten Insel Thera, die um Rat nach einem neuen Siedlungsgebiet ersuchen will. Eindrucksvoll erhebt sich der 2.400 m hohe Parnassos vor den Ankömmlingen. Es ist Frühling, die Zeit, in der auch Apollo wie jedes Jahr zu seinem Heiligtum zurückkehrt.

      Die Schlange der Wartenden bewegt sich langsam den Weg zum Heiligtum empor, vorbei an den Schatzhäusern und Heldenstatuen, die sich in ihrer Prachtentfaltung zu übertrumpfen suchen. Es sind Dankesgaben der Stadtstaaten aus Kriegen gegeneinander. Griechische Geschichte in ihrer Größe, aber auch in ihrer traurigen Zerstrittenheit zieht am Betrachter vorüber. Endlich erreicht die Delegation das Orakel, den Apollotempel. Vom Außenlicht geblendet, stehen die Fragenden im dunklen Innenraum, erahnen die Seherin. Die Antwort ist schockierend: Libyen, Afrika soll ihr Ziel sein. Der Befehl zum Auswandern - ein Beispiel für die Macht des Orakels.

      Über tausend Jahre war das Heiligtum in Delphi Anlaufstelle Ratsuchender aus der ganzen antiken Welt. Könige und einfache Bürger begaben sich zum 'Nabel der Welt', um die Pythia um ein Orakel zu bitten. Die Seherin stand in direkter Verbindung mit Apollo, einem für damalige Verhältnisse überaus fortschrittlichen Gott. Hatte er doch z.B. die Erinnyen, die Rachegöttinnen, für abgesetzt erklärt. Statt der üblichen Blutrache verkündete er schon im 5. Jahrhundert vor Chr. Ideale wie Toleranz, Barmherzigkeit, Rechtstaatlichkeit.

      Die Deutung der Orakelsprüche hatten Einfluss auf panhellenistische Einigungsbestrebungen und auf die Kolonisierung des Mittelmeerraums. Über viele Jahrhunderte zählte die Priesterschaft von Delphi zur Elite der antiken Welt.

      Der Film beginnt mit der Annäherung an Delphi vom Wasser her, begleitet eine imaginäre Delegation von der übervölkerten Insel Thera, die um Rat nach einem neuen Siedlungsgebiet ersuchen will. Eindrucksvoll erhebt sich der 2.400 m hohe Parnassos vor den Ankömmlingen. Es ist Frühling, die Zeit, in der auch Apollo wie jedes Jahr zu seinem Heiligtum zurückkehrt.

      Die Schlange der Wartenden bewegt sich langsam den Weg zum Heiligtum empor, vorbei an den Schatzhäusern und Heldenstatuen, die sich in ihrer Prachtentfaltung zu übertrumpfen suchen. Es sind Dankesgaben der Stadtstaaten aus Kriegen gegeneinander. Griechische Geschichte in ihrer Größe, aber auch in ihrer traurigen Zerstrittenheit zieht am Betrachter vorüber. Endlich erreicht die Delegation das Orakel, den Apollotempel. Vom Außenlicht geblendet, stehen die Fragenden im dunklen Innenraum, erahnen die Seherin. Die Antwort ist schockierend: Libyen, Afrika soll ihr Ziel sein. Der Befehl zum Auswandern - ein Beispiel für die Macht des Orakels.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2019