• 11.08.2018
      07:30 Uhr
      Spiele der Welt (19/25) Stierkampf in Frankreich | SWR Fernsehen RP
       

      Ende des 17. Jahrhunderts hat sich auf den "Mas", den Höfen im Delta der RhĂŽne, ein ganz spezieller Volkssport entwickelt: "La course libre" - ein sonntĂ€glicher, sportlicher Zeitvertreib und eine Mutprobe der besonderen Art. Auf den weitverstreuten Höfen in den damaligen SĂŒmpfen der "Petite Camargue" wurden Stieren einfache Kokarden, keine TrophĂ€en aus Stoff, an die Hörner gebunden. Die jungen Landarbeiter versuchten mit großem Geschick und Schnelligkeit, den aufgebrachten Tieren die TrophĂ€en zu entreißen - ein waghalsiges Unterfangen und ein eindrĂŒcklicher Beweis fĂŒr, der den KĂ€mpfern viel Achtung und Anerkennung einbrachte.

      Samstag, 11.08.18
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ende des 17. Jahrhunderts hat sich auf den "Mas", den Höfen im Delta der RhĂŽne, ein ganz spezieller Volkssport entwickelt: "La course libre" - ein sonntĂ€glicher, sportlicher Zeitvertreib und eine Mutprobe der besonderen Art. Auf den weitverstreuten Höfen in den damaligen SĂŒmpfen der "Petite Camargue" wurden Stieren einfache Kokarden, keine TrophĂ€en aus Stoff, an die Hörner gebunden. Die jungen Landarbeiter versuchten mit großem Geschick und Schnelligkeit, den aufgebrachten Tieren die TrophĂ€en zu entreißen - ein waghalsiges Unterfangen und ein eindrĂŒcklicher Beweis fĂŒr, der den KĂ€mpfern viel Achtung und Anerkennung einbrachte.

       

      Ende des 17. Jahrhunderts hat sich auf den "Mas", den Höfen im Delta der RhĂŽne, ein ganz spezieller Volkssport entwickelt: "La course libre" - ein sonntĂ€glicher, sportlicher Zeitvertreib und eine Mutprobe der besonderen Art. Auf den weitverstreuten Höfen in den damaligen SĂŒmpfen der "Petite Camargue" wurden Stieren einfache Kokarden, keine TrophĂ€en aus Stoff, an die Hörner gebunden. Die jungen Landarbeiter versuchten mit großem Geschick und Schnelligkeit, den aufgebrachten Tieren die TrophĂ€en zu entreißen - ein waghalsiges Unterfangen und ein eindrĂŒcklicher Beweis fĂŒr mĂ€nnlichen Mut, der den KĂ€mpfern viel Achtung und Anerkennung einbrachte.

      Schauplatz des gefĂ€hrlichen Spiels Mann gegen Stier waren die Innenhöfe der "Domaines". Die Stiere wurden von den "Patrons", den Besitzern der Höfe, als Zeichen ihrer "Noblesse" und ihres Wohlstandes aufgezogen, dienten der Zucht, dem Stolz und Ansehen der Familie. Auch heute lebt diese Tradition in sĂŒdfranzösischen Dörfern weiter. Einmal im Jahr findet das Fest der "Course Camarguaise" statt, ein besonderer Tag fĂŒr alle Dorfbewohnerinnen und -bewohner.

      Der Film zeigt die Vorbereitungen zu diesem Fest: Die Stiertreiber fangen frĂŒhmorgens mit ihren wendigen Camargue-Pferden die wilden Tiere in den weiten Ebenen ein. Die Festwirte verwandeln den Dorfplatz in eine einzige Wirtschaft unter freiem Sommerhimmel. Der traditionelle Umzug in historischen GewĂ€ndern hoch zu Pferd oder in alten Kutschen und Fuhrwerken bildet den Auftakt zum großen Fest. Die von Platanen ĂŒberschattete Arena ist bis auf den letzten Platz mit der einheimischen Bevölkerung besetzt, die - weitab vom Touristenrummel am Mittelmeer - auf das Spektakel harrt.

      Die Stimmung in der engen Arena erreicht ihren Höhepunkt, wenn die KĂ€mpfer auf der Flucht vor den aufgebrachten Tieren mit mutigen SprĂŒngen hinter die hölzerne Absperrung Zuflucht suchen. Gelingt es dem Stier aber selber, die Absperrung zu ĂŒberspringen und sich außerhalb des runden Kampfplatzes im engen Korridor zwischen Zuschauerraum und Außenbande die Verfolgung fortsetzt, dann tobt das Publikum vor Begeisterung.

      Ein atemberaubendes Schauspiel, ein faires KrĂ€ftemessen und keine TierquĂ€lerei. Die Stiere bleiben bei diesem Kampf am Leben, und je Ă€lter und kampferprobter ein Stier ist, um so schwieriger wird es fĂŒr die "Raseteurs", die Kokarde zu ergattern; und umso höher klettern die WetteinsĂ€tze und die Einnahmen der ZĂŒchter. "La Course Camarguaise" - ein stimmungsvolles Fest in den versteckten Arenen der Camargue.

      Ende des 17. Jahrhunderts hat sich auf den "Mas", den Höfen im Delta der RhĂŽne, ein ganz spezieller Volkssport entwickelt: "La course libre" - ein sonntĂ€glicher, sportlicher Zeitvertreib und eine Mutprobe der besonderen Art. Auf den weitverstreuten Höfen in den damaligen SĂŒmpfen der "Petite Camargue" wurden Stieren einfache Kokarden, keine TrophĂ€en aus Stoff, an die Hörner gebunden. Die jungen Landarbeiter versuchten mit großem Geschick und Schnelligkeit, den aufgebrachten Tieren die TrophĂ€en zu entreißen - ein waghalsiges Unterfangen und ein eindrĂŒcklicher Beweis fĂŒr mĂ€nnlichen Mut, der den KĂ€mpfern viel Achtung und Anerkennung einbrachte.

      Schauplatz des gefĂ€hrlichen Spiels Mann gegen Stier waren die Innenhöfe der "Domaines". Die Stiere wurden von den "Patrons", den Besitzern der Höfe, als Zeichen ihrer "Noblesse" und ihres Wohlstandes aufgezogen, dienten der Zucht, dem Stolz und Ansehen der Familie. Auch heute lebt diese Tradition in sĂŒdfranzösischen Dörfern weiter. Einmal im Jahr findet das Fest der "Course Camarguaise" statt, ein besonderer Tag fĂŒr alle Dorfbewohnerinnen und -bewohner.

      Der Film zeigt die Vorbereitungen zu diesem Fest: Die Stiertreiber fangen frĂŒhmorgens mit ihren wendigen Camargue-Pferden die wilden Tiere in den weiten Ebenen ein. Die Festwirte verwandeln den Dorfplatz in eine einzige Wirtschaft unter freiem Sommerhimmel. Der traditionelle Umzug in historischen GewĂ€ndern hoch zu Pferd oder in alten Kutschen und Fuhrwerken bildet den Auftakt zum großen Fest. Die von Platanen ĂŒberschattete Arena ist bis auf den letzten Platz mit der einheimischen Bevölkerung besetzt, die - weitab vom Touristenrummel am Mittelmeer - auf das Spektakel harrt.

      Die Stimmung in der engen Arena erreicht ihren Höhepunkt, wenn die KĂ€mpfer auf der Flucht vor den aufgebrachten Tieren mit mutigen SprĂŒngen hinter die hölzerne Absperrung Zuflucht suchen. Gelingt es dem Stier aber selber, die Absperrung zu ĂŒberspringen und sich außerhalb des runden Kampfplatzes im engen Korridor zwischen Zuschauerraum und Außenbande die Verfolgung fortsetzt, dann tobt das Publikum vor Begeisterung.

      Ein atemberaubendes Schauspiel, ein faires KrĂ€ftemessen und keine TierquĂ€lerei. Die Stiere bleiben bei diesem Kampf am Leben, und je Ă€lter und kampferprobter ein Stier ist, um so schwieriger wird es fĂŒr die "Raseteurs", die Kokarde zu ergattern; und umso höher klettern die WetteinsĂ€tze und die Einnahmen der ZĂŒchter. "La Course Camarguaise" - ein stimmungsvolles Fest in den versteckten Arenen der Camargue.

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