• 02.02.2021
      10:00 Uhr
      MENSCH LEUTE Ärztin Jana und die Frühchen - Babys kämpfen sich ins Leben | SWR Fernsehen RP
       

      Ihre Patientinnen und Patienten gehören zu den Kleinsten der Kleinen: Janaina Johannsen hilft Frühchen bei ihrem schweren Start ins Leben. Die 37-jährige Oberärztin arbeitet auf der Neugeborenen-Intensivstation des Rems-Murr-Klinikums in Winnenden. Immer steht die Frage im Raum: Werden es die Kinder schaffen?

      Dienstag, 02.02.21
      10:00 - 10:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Ihre Patientinnen und Patienten gehören zu den Kleinsten der Kleinen: Janaina Johannsen hilft Frühchen bei ihrem schweren Start ins Leben. Die 37-jährige Oberärztin arbeitet auf der Neugeborenen-Intensivstation des Rems-Murr-Klinikums in Winnenden. Immer steht die Frage im Raum: Werden es die Kinder schaffen?

       

      Ihre Patientinnen und Patienten gehören zu den Kleinsten der Kleinen: Janaina Johannsen hilft Frühchen bei ihrem schweren Start ins Leben. Die 37-Jährige ist Oberärztin auf der Neugeborenen-Intensivstation des Rems-Murr-Klinikums in Winnenden. Das sogenannte Perinatalzentrum ist auf extreme Frühchen spezialisiert, also auf die komplizierten Fälle. Bei der Geburt wiegen die Babys oft nur wenige hundert Gramm - gerade mal eine Handvoll Leben. Nicht nur für die Eltern ist das eine große Herausforderung, sondern auch für Jana, die anderen Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegekräfte. Dank modernster Technik und medizinischen Fortschritts steigen die Überlebenschancen der Frühchen zwar, doch trotzdem gibt es Risiken. Die Kleinen müssen schon in den ersten Tagen und Wochen viele Herausforderungen meistern. Oft sind ihre Organe noch nicht vollends ausgereift, sie können häufig nicht selbstständig atmen. "Wir müssen immer froh sein, wenn wir wieder einen Tag ohne Komplikationen überstanden haben," erzählt Jana.

      Als Oberärztin kümmert sich die 37-Jährige daher nicht nur um die Entwicklung der Frühchen, sie begleitet auch die oftmals überforderten Eltern in dieser Ausnahmesituation. "Am Anfang ist da noch so viel Adrenalin, Angst und Unsicherheit. Man erzählt den Eltern: 'Wir haben jetzt Hürden vor uns. Wir leben sozusagen von einem Tag zum anderen und wissen nicht, was bis zum nächsten Tag mit so einem kleinen Kind passiert'". Eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Die Eltern gehen manchmal bis zu vier Monate nach der Geburt auf der Station täglich ein und aus. Für sie ist die Neugeborenen-Intensivstation in dieser Zeit wie ein zweites Zuhause. Bis zu dem Moment, auf den auch Ärztin Jana immer wieder aufs Neue hin fiebert: Es ist der Tag, an dem auch das kleinste Frühchen endlich zu seiner Familie nach Hause darf.

      In "Mensch Leute" erzählen die Filmemacher Geschichten, die sich hinter den Kulissen des scheinbar Alltäglichen ereignen - und die man so kaum für möglich halten würde. Das Spannende, Unerwartete, Kuriose und Überraschende hinter der ganz normalen Alltagsgeschichte gilt es zu entdecken. Ob millionenschwerer Rentner, der sein Erbe verschenkt, oder totgesagter Fixer, der zum gefeierten Triathleten wird: Die Geschichten, die "Mensch Leute" erzählt, klingen oft unglaublich, stammen aber aus dem ganz normalen Leben.

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