• 30.01.2021
      10:15 Uhr
      Nachtcafé Die SWR Talkshow - Gäste bei Michael Steinbrecher | SWR Fernsehen RP
       
      • Thema: Worauf noch warten?

      So manch jemand träumt jahrelang von einem Neuanfang und traut sich nicht, den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Doch irgendwann kommt oft der Punkt, an dem es Zeit ist zu handeln. Der Wunsch, etwas zu verändern, schlummert in vielen Menschen, und dennoch bedarf es oft viel Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und den lang herbeigesehnten Aufbruch zu wagen. Immer verbunden mit der Hoffnung, dass sich das Leben zum Besseren wendet.

      Samstag, 30.01.21
      10:15 - 11:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      • Thema: Worauf noch warten?

      So manch jemand träumt jahrelang von einem Neuanfang und traut sich nicht, den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Doch irgendwann kommt oft der Punkt, an dem es Zeit ist zu handeln. Der Wunsch, etwas zu verändern, schlummert in vielen Menschen, und dennoch bedarf es oft viel Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und den lang herbeigesehnten Aufbruch zu wagen. Immer verbunden mit der Hoffnung, dass sich das Leben zum Besseren wendet.

       

      So manch jemand träumt jahrelang von einem Neuanfang und traut sich nicht, den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Doch irgendwann kommt oft der Punkt, an dem es Zeit ist zu handeln. Der Wunsch, etwas zu verändern, schlummert in vielen Menschen, und dennoch bedarf es oft viel Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen und den lang herbeigesehnten Aufbruch zu wagen. Immer verbunden mit der Hoffnung, dass sich das Leben zum Besseren wendet.

      Da ist zum Beispiel die Frau, die nach Jahrzehnten aus ihrer Ehe ausbricht, um ihr Leben fortan in vollen Zügen zu genießen. Oder der Soldat, der sich insgeheim wünscht, als Frau zu leben, ohne sich andauernd verstecken zu müssen. Wieder andere leiden jahrelang unter dem an ihnen verübten Missbrauch, bis sie schließlich doch die Kraft finden, um über das widerfahrene Unrecht zu sprechen.

      Es gibt aber auch diejenigen, die ihren vermeintlichen Traumjob verlassen, um nicht gegen ihre eigenen Überzeugungen zu handeln. Selbst, wenn die Konsequenzen für sie noch so unangenehm sein könnten.

      Aber wie gelingt dieser Schritt? Wann ist der Punkt erreicht, an dem Menschen das Warten satthaben? Und was, wenn sich der mutige Schritt im Nachhinein als Fehler herausstellt? "Worauf noch warten?", das ist das Thema bei Michael Steinbrecher im "Nachtcafé".

      Die Gäste:

      • Als ihr Ehemann sich in eine andere Frau verliebt, bricht für Kerstin Ott eine Welt zusammen. "Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich wusste nicht mehr, wo ich hingehöre." Doch was zunächst als Unglück erscheint, wird bald zu einer großen Chance. Sie lässt ihr altes Leben komplett hinter sich und riskiert den Neustart.

      • Max Ciolek ist gerade einmal zehn Jahre alt, als sich ein Priester zum ersten Mal an ihm vergeht. Fortan steht sein Leben unter dem dunklen Schatten des jahrelangen Missbrauchs. Als er den Täter Jahre später mit den Vorfällen konfrontiert, will dieser ihn erpressen und mundtot machen: "Er hat mir Schweigegeld angeboten. Das habe ich nicht angenommen."

      • Radikale Brüche sind nicht die Art von Dr. Frank Nopper. Stattdessen vollendet er das, was sein Vater vor ihm begonnen hat. Einer langen Familientradition folgend, ist Nopper seit vielen Jahren als Bürgermeister im Amt und lebt die Beständigkeit: "Mir wurden Werte wie Verantwortung, Verlässlichkeit und Klarheit vorgelebt", so der Schwabe.

      • Im Alter von 67 Jahren lässt Antonie Neumann ihr altes Leben hinter sich und zieht in ein Tinyhouse. Mehr als 40 Jahre wohnt sie zuvor in einem großen Bauernhaus. Ihr Alltag ist bestimmt von Arbeit, Kindererziehung und Hausarbeit. Doch als die Kinder aus dem Haus sind, beginnt sie ihr Leben von Grund auf zu hinterfragen: "Habe ich noch andere Wünsche, als dem Schmutz nachzurennen?"

      • Mitten in der Corona-Krise kündigt Michael Marchetti seinen vermeintlichen Traumjob. Nach und nach kommen dem Privat-Jet-Piloten Zweifel an der Sinnhaftigkeit seines Berufs: "Es geht einfach nur um das Business und ums Geld. Das tut der Welt nicht gut." Ohne zu wissen, wie es weiter geht, zieht der Österreicher die Reißleine und wagt den Schritt ins Ungewisse.

      • Prof. Dr. Dieter Frey weiß, wann der Punkt erreicht ist, an dem Menschen ihre Ideen in die Tat umsetzen. Doch der Weg dahin ist oft lang. "Es ist Mut und ein gewisses Risikoverhalten nötig, dass ich den Schritt wage und etwas Neues mache", sagt der Sozialpsychologe. Denn erst wenn der Leidensdruck groß genug ist, geben sich die Menschen einen Ruck und handeln.

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