• 20.09.2020
      07:00 Uhr
      Macht Teilen glücklich? Neues Leben in einer Gemeinschaft | SWR Fernsehen RP
       

      Anne und ihr Mann wollten eigentlich in ein abgelegenes Haus ziehen. Aber beim Gedanken, mit dem Kind allein auf dem Balkon zu sitzen, geriet sie in Panik. Sie lernte die Gemeinschaft in Kreßberg-Tempelhof kennen und zog dorthin. 60 Erwachsene und zehn Kinder aus verschiedenen Lebens- und Glaubensrichtungen arbeiten an einer Vision vom gemeinsamen Leben: Ökologisch nachhaltig, sozial gerecht und sinnerfüllt soll es sein. Der Film gibt Einblick in das Leben der Gemeinschaft. Wie weit kann man Leben teilen? Wo bleibt Zeit für Privates? Gibt es neuen Stress oder sind die Menschen dort trotz aller Konflikte besonders zufrieden?

      Sonntag, 20.09.20
      07:00 - 07:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 06:59
      Stereo HD-TV

      Anne und ihr Mann wollten eigentlich in ein abgelegenes Haus ziehen. Aber beim Gedanken, mit dem Kind allein auf dem Balkon zu sitzen, geriet sie in Panik. Sie lernte die Gemeinschaft in Kreßberg-Tempelhof kennen und zog dorthin. 60 Erwachsene und zehn Kinder aus verschiedenen Lebens- und Glaubensrichtungen arbeiten an einer Vision vom gemeinsamen Leben: Ökologisch nachhaltig, sozial gerecht und sinnerfüllt soll es sein. Der Film gibt Einblick in das Leben der Gemeinschaft. Wie weit kann man Leben teilen? Wo bleibt Zeit für Privates? Gibt es neuen Stress oder sind die Menschen dort trotz aller Konflikte besonders zufrieden?

       

      Stab und Besetzung

      Autor Susanne Bausch

      Ein alleinstehendes Haus in Oberbayern wollte Anne mit ihrem Mann bewohnen. Dann wurde sie schwanger. Beim Gedanken, mit dem Kind allein auf dem Balkon zu sitzen, während ihr Mann in der Stadt Sportler coacht, geriet sie in Panik. Sie lernte die Gemeinschaft in Kreßberg-Tempelhof kennen und zog dorthin. Wenn die Stylistin und Schneiderin jetzt aus dem Fenster ihres geräumigen Ateliers blickt, sieht sie direkt auf die große Grün- und Spielfläche mitten in ihrer neuen Heimat, dem kleinen Dorf in Hohenlohe. Im Tragetuch ihr Baby Lisa, auf dem Tisch ein aufwändiger Auftrag, grüner Taft mit glitzernden Applikationen.

      Die Gemeinschaft tauscht Talente: Anne gibt eine Farbberatung, bekommt dafür den Yogakurs umsonst. Ziegenmelken, Schreinerarbeiten, vieles lässt sich tauschen. Die Menschen probieren Bedarfseinkommen und Einkommensgemeinschaften aus und üben sich im Schenken. 60 Erwachsene und zehn Kinder aus verschiedenen Lebens- und Glaubensrichtungen arbeiten an einer Vision vom gemeinsamen Leben: Ökologisch nachhaltig, sozial gerecht und sinnerfüllt soll es sein. Sie haben sich als Genossenschaft organisiert, das leerstehende Dorf Tempelhof gekauft und bewirtschaften dort 30 Hektar Boden. Die Gebäude bieten Raum für Wohnungen, Gewerbe- und Versammlungsräume, Landwirtschaft und eine Kantine.

      "Es gibt ein globales Umdenken hin zum Wir", davon ist Wolfgang felsenfest überzeugt. Mehrere Unternehmen hatte er aufgebaut, Millionen verdient, immer schneller gearbeitet, bis er schwerkrank wurde und ein Prozess des Umdenkens begann. Zeit zu haben für das regelmäßige Miteinander, für den gegenseitigen Austausch, für Visionen und gesellschaftliche Alternativen, das ist ihm sehr wichtig.

      Der Film gibt Einblick in das Leben der Gemeinschaft. Wie weit kann man Leben teilen, wo sind die Grenzen, wo die Chancen? Wo bleibt Zeit für Privates, für Beziehung und Familie? Gibt es neuen Stress oder sind die Menschen dort trotz aller Konflikte besonders zufrieden?

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