• 18.10.2020
      18:45 Uhr
      Landesart Moderation: Anna Pöhler | SWR Fernsehen RP
       

      Im Kulturbetrieb hat Corona die Musikbranche am schlimmsten getroffen. Clubs und Konzertsäle liegen seit einem halben Jahr still. In Koblenz musste Berti Hahn gleich zu Beginn seine Belegschaft in Kurzarbeit schicken. Seitdem findet im Café Hahn gar nichts mehr statt - und auf der Festung Ehrenbreitstein öffnet sich das Konzertleben nur sehr langsam. Das liegt an den vorsichtigen Besuchenden genauso wie an den ständig wechselnden Vorschriften. Wie kann man in diesen Zeiten wirtschaftlich überleben, wenn das Publikum fehlt? Anna Pöhler trifft in Koblenz Künstler*innen, Angestellte, Techniker*innen und Veranstalter*innen.

      Sonntag, 18.10.20
      18:45 - 19:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Im Kulturbetrieb hat Corona die Musikbranche am schlimmsten getroffen. Clubs und Konzertsäle liegen seit einem halben Jahr still. In Koblenz musste Berti Hahn gleich zu Beginn seine Belegschaft in Kurzarbeit schicken. Seitdem findet im Café Hahn gar nichts mehr statt - und auf der Festung Ehrenbreitstein öffnet sich das Konzertleben nur sehr langsam. Das liegt an den vorsichtigen Besuchenden genauso wie an den ständig wechselnden Vorschriften. Wie kann man in diesen Zeiten wirtschaftlich überleben, wenn das Publikum fehlt? Anna Pöhler trifft in Koblenz Künstler*innen, Angestellte, Techniker*innen und Veranstalter*innen.

       

      #ZUSAMMENHALTEN FÜR DIE KULTUR
      Im Kulturbetrieb hat Corona die Musikbranche am schlimmsten getroffen. Clubs und Konzertsäle liegen seit einem halben Jahr still. In Koblenz musste Berti Hahn gleich zu Beginn seine Belegschaft in Kurzarbeit schicken. Seitdem findet im Café Hahn gar nichts mehr statt - und auf der Festung Ehrenbreitstein öffnet sich das Konzertleben nur sehr langsam. Das liegt an den vorsichtigen Besuchenden genauso wie an den ständig wechselnden Vorschriften. Wie kann man in diesen Zeiten wirtschaftlich überleben, wenn das Publikum fehlt? Anna Pöhler trifft in Koblenz Künstler*innen, Angestellte, Techniker*innen und Veranstalter*innen.

      Der Speyrer Künstler René Burjack ist in der Sprayerszene unter dem Namen Buja bekannt. Neben seinen Graffitis malt er auch Tafelbilder, dabei arbeitet er gerne mit Schablonen. "Muralu" heißt das Projekt an dem der Sprayer Buja teilnimmt. Von Mural: Wandgemälde und Lu: als Abkürzung für Ludwigshafen. Ein groß angelegtes Street-Art-Projekt initiiert vom Wilhelm-Hack-Museum für eine aktive Stadtgestaltung. Streetart-Künstler René Burjack alias Buja "reißt" gerne bekannte Ikonen aus der Kunstgeschichte, Weltpolitik und Medienwelt aus ihrem gewohnten Rahmen, um sie neu zusammen zu setzen. So trifft schon mal die Mona Lisa auf Mickey Mouse oder ein Jesuskind knipst ein Selfie. Irritierende Verknüpfungen, die immer auch eine Botschaft vermitteln. Seine großformatigen und plakativen Arbeiten sind nicht nur in Ausstellungen und Museen zu finden - Spielwiese und Aktionsfeld sind auch seine urbane Umgebung. Die Sendung hat ihn bei seinem neusten Projekt begleitet und zeigt den Entstehungsprozess seines Kunstwerks.

      Es klingt wie die Asterixsaga vom kleinen unbeirrbaren Dorf der Kelten: 14 Verleger*innen lassen sich von der Absage der Hallenausstellung bei der Buchmesse Frankfurt nicht beirren. Sie bauen den geplanten gemeinsamen Original-Messestand statt in Halle 3 einfach im Hunsrück auf. In Panzweiler nahe dem Flughafen Hahn wird das geplante Programm vollständig in einem coronabedingt leerstehenden "Eventhaus" vor drei Kameras stattfinden und von dort in verschiedene Portale des Netzes gestreamt. An den Messetagen geht es um Kaiserkronen, grönländische Literatur, Archäologie, einen Drogenschmuggler und einen Lyrik-Frühschoppen mit Wein - das halt, was die rheinland-pfälzische Verlagswelt hervorbringt.
      Das Verlagskarree ist der älteste Gemeinschaftsauftritt eines Bundeslandes auf der Buchmesse. Mittlerweile hat das Schule gemacht, auch die Bundesländer Hessen, Sachsen, Sachse-Anhalt und Nordrhein-Westfalen haben solche Stände in den vergangenen Jahren nach und nach errichtet. Früher war das Teil der Wirtschaftsförderung, jetzt ist es Teil der Kulturförderung und wird entsprechend vom Kulturministerium gefördert.

      Burkhard Maria Weber ist Cellist. Seine Auftritte sind musikalisch beeindruckend. Aber oft sind es auch die Orte, an denen er spielt. Daraus entstehen Konzertfilme - etwa, wenn er als Kletterer sein Instrument auf das Matterhorn wuchtet. Eine überraschende Kunstaktion hat er jetzt in der Pandemie produziert: Auf einem Floß im See spielt er die Nationalhymne - brüchig, wild und erschüttert. So halt, wie es sein Vorbild Jimi Hendrix machte, als er die amerikanische Nationalhymne vor genau 50 Jahren in Woodstock auseinandernahm.

      #ZUSAMMENHALTEN FÜR DIE KULTUR

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