• 22.04.2020
      15:15 Uhr
      Der Südwesten von oben - Das Saarland SWR Fernsehen RP
       

      Seinen historischen Aufstieg erlebte das heutige Saarland nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Bergwerke und Stahlhütten zogen immer mehr Menschen an die Saar. Die Bodenschätze machten das Land aber auch zu einer begehrten Beute. Noch weit in die 1950er Jahre hinein war die junge Bundesrepublik für die Saarländer Ausland; ihre Währung war der alte Franc. Erst 1956 wurde die saarländische Staatszugehörigkeit abgeschafft und im Januar 1957 erfolgte der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. So gesehen fand die "erste deutsche Einheit" im Westen statt.

      Mittwoch, 22.04.20
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Seinen historischen Aufstieg erlebte das heutige Saarland nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Bergwerke und Stahlhütten zogen immer mehr Menschen an die Saar. Die Bodenschätze machten das Land aber auch zu einer begehrten Beute. Noch weit in die 1950er Jahre hinein war die junge Bundesrepublik für die Saarländer Ausland; ihre Währung war der alte Franc. Erst 1956 wurde die saarländische Staatszugehörigkeit abgeschafft und im Januar 1957 erfolgte der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. So gesehen fand die "erste deutsche Einheit" im Westen statt.

       

      Seinen historischen Aufstieg erlebte das heutige Saarland nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Bergwerke und Stahlhütten zogen immer mehr Menschen an die Saar. Die Bodenschätze machten das Land aber auch zu einer begehrten Beute. Noch weit in die 1950er Jahre hinein war die junge Bundesrepublik für die Saarländer Ausland; ihre Währung war der alte Franc. Erst 1956 wurde die saarländische Staatszugehörigkeit abgeschafft und im Januar 1957 erfolgte der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland. So gesehen fand die "erste deutsche Einheit" im Westen statt. Die Film-Reise durch das kleinste der deutschen Flächenbundesländer führt diese Brüche und historischen Spuren vor Augen.

      Am Hunsrück bei Nonnweiler ist der Hunnenring nur aus der Luft in seinen Dimensionen zu erkennen. Nicht nur die Kelten haben ihre Spuren im Saarland hinterlassen. Weltweit gibt es keine zweite so vollständig rekonstruierte Römervilla wie die Römervilla Borg bei Perl. Der Film überrascht mit Helikopter-Aufnahmen, die selbst viele Saarländer so noch nicht gesehen haben, etwa von der stillgelegten Völklinger Hütte, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, oder der noch in Betrieb befindlichen Dillinger Hütte. Aus der Luft zeigt sich die Symbolhaftigkeit, die Eisen und Stahl für die saarländische Industriegeschichte besitzen, am eindrücklichsten. Von der einstigen Bedeutung Kohlebergbaus erzählen künstliche Berge, geformt aus Abraum, insgesamt 42 an der Zahl.

      Über die Saar, die nicht zuletzt die Karriere des Saarlandes in der Montanunion begründete, nähert sich der Film den Städten. Auch der Name der Landeshauptstadt hat mit dem Fluss zu tun: Saarbrücken. Ihre malerische Altstadt mit dem St. Johanner Markt und dem Brunnen des Barockbaumeisters Stengel stehen für das, was Besucher aus anderen Bundesländern oft als "Klein-Frankreich an der Saar" fasziniert.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.12.2020