• 19.07.2014
      11:15 Uhr
      Nachtcafé Urlaub - wie erholt man sich am besten? | SWR Fernsehen RP
       

      Nicht nur die Temperaturen steigen in diesen Tagen - die Urlaubsstimmung steigt gleich mit. Viele sitzen schon in Gedanken auf ihrem gepackten Koffer. Doch nicht jeder braucht Badeschlappen und Sonnencreme, um vom Alltag abzuschalten. Immer mehr suchen Abenteuer pur. Doch oft werden diese kostbaren Wochen zur reinen Nervenprobe. Gäste:

      • Ralf Bauer, Schauspieler
      • Felix Brunners, Action-Urlauber
      • Gie Vandehult, Chirurgin
      • Prof. Hasso Spode, Urlaubsforscher
      • Tim Hansen, Hoteldirektor
      • Angelika Blank, Überlebende des "Costa Concordia"-Unglücks
      • An der Bar: Tommy Krappweis, Comedian

      Moderation: Wieland Backes

      Samstag, 19.07.14
      11:15 - 12:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Nicht nur die Temperaturen steigen in diesen Tagen - die Urlaubsstimmung steigt gleich mit. Viele sitzen schon in Gedanken auf ihrem gepackten Koffer. Doch nicht jeder braucht Badeschlappen und Sonnencreme, um vom Alltag abzuschalten. Immer mehr suchen Abenteuer pur. Doch oft werden diese kostbaren Wochen zur reinen Nervenprobe. Gäste:

      • Ralf Bauer, Schauspieler
      • Felix Brunners, Action-Urlauber
      • Gie Vandehult, Chirurgin
      • Prof. Hasso Spode, Urlaubsforscher
      • Tim Hansen, Hoteldirektor
      • Angelika Blank, Überlebende des "Costa Concordia"-Unglücks
      • An der Bar: Tommy Krappweis, Comedian

      Moderation: Wieland Backes

       

      Nicht nur die Temperaturen steigen in diesen Tagen - die Urlaubsstimmung steigt gleich mit. Viele sitzen schon in Gedanken auf ihrem gepackten Koffer, in dem das Handtuch für die Sonnenliegenreservierung oft nicht fehlen darf. Doch nicht jeder braucht Badeschlappen und Sonnencreme, um vom Alltag abzuschalten. Immer mehr lassen ihre Seele sozusagen am Bungee-Seil baumeln, suchen als Kontrastprogramm zum Büroeinerlei lieber Abenteuer pur. Sonnenbaden oder Seelenmassage, Strandlatschen oder Wanderstiefel, Nervenkitzel oder Sinnsuche - Urlaub sieht für jeden anders aus. Doch oft werden diese kostbaren Wochen zur reinen Nervenprobe.

      Zum größten Aufreger wird schnell der eigene Reisepartner. Nicht immer sind die erholsamen Tage auch Wellness für den Familienfrieden. Dafür genügt manchmal schon eine heiße Strandbedienung, die beim Ehemann vermeintlich erloschene Hormonturbulenzen entfacht - und schon lodert in der eingefahrenen Ehe ein Feuer der etwas anderen Art auf. Nicht selten folgt dann nach der Auszeit vom Alltag die Eiszeit in der Liebe. Doch Urlaub birgt noch anderes Gefahrenpotenzial: ob Raubüberfall, Anschlag oder Entführung - schon mancher Ort der Erholung wurde zum Verhängnis. Was muss man beachten, damit der Urlaub nicht zur Katastrophe wird? Erholt sich besser, wer auf Abwechslung pfeift und jedes Jahr auf denselben Campingplatz fährt? Wie reisen Alleinstehende heute?

      • Schauspieler Ralf Bauer zieht es im Urlaub in ein Kapuzinerkloster nach Münster. Dort sucht er Ruhe und Meditation, aber auch den Austausch: "Ich suche das Gespräch. Menschlichkeit ist das, was mir im Alltag fehlt", so Bauer. Auf seinen Fernreisen konnte Bauer indes beobachten, wo die glücklichsten Menschen leben: "Ich habe festgestellt, dass die Menschen in Ländern, in denen der Buddhismus vorherrscht, innerlich zufriedener sind."

      • Auch Felix Brunners Leidenschaft sind die Berge: "All-Inclusive-Urlaub gab es bei uns nie. Der Gipfel ist für mich der Inbegriff des Erreichens eines Ziels." Doch dies wurde ihm 2009 während eines Kletterurlaubs in Tirol zum Verhängnis. Der damalige Krankenpfleger-Azubi stürzte in eine 30 Meter tiefe Schlucht, sein Überleben hing am seidenen Faden. Insgesamt acht Monate lag er im Koma, 60 Operationen musste er über sich ergehen lassen. Heute sitzt er zwar im Rollstuhl, doch das hält ihn nicht davon ab, weiterhin Actionurlaube zu machen.

      • Action- oder Strandurlaub? Berge oder Meer? Solche Fragen stellt sich Gie Vandehult nicht. Obwohl die Chirurgin einen stressigen OP-Alltag hat, fliegt sie während ihres Jahresurlaubes seit Jahren lieber nach Madagaskar und gibt dort unter schwierigsten Bedingungen entstellten Menschen ein lebenswertes Leben zurück: "Wenn ich nach einem zweieinhalbwöchigen Einsatz zurückkomme, arbeite ich in Deutschland sofort weiter. Eine Schonfrist gibt es dann nicht."

      • Prof. Hasso Spode ist Urlaubsforscher. Der Leiter des Historischen Archivs zum Tourismus beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema: "Ganz egal, wie man seinen Urlaub gestaltet, nach spätestens einer Woche ist der Erholungseffekt sowieso dahin, ganz egal, wie lange der Urlaub auch war. Aber sicherlich ist ein Tapetenwechsel von Zeit zu Zeit wichtig und richtig, um Abstand zu gewinnen von den Nöten und Sorgen des Alltags."

      • Erholung ist im Fünf-Sterne-Plus-Hotel an der Ostsee problemlos möglich. Denn dort bietet der Hoteldirektor des "Grand Hotel Heiligendamm" Tim Hansen Entspannung auf höchstem Niveau: "Wir erkennen Wünsche, bevor sie die Gäste überhaupt formulieren". Ob eine Fahrt im Speedboot, Yoga mit einem Meister aus dem Himalaya oder eine Panzer-Tour - kein Traum bleibt unerfüllt. Dieser Luxusurlaub hat natürlich auch seinen Preis.

      • Angelika Blank musste lange auf ihren Urlaub sparen, bis sie sich ihre Traumkreuzfahrt leisten konnte. Die alleinstehende Frau freute sich auf eine unbeschwerte Urlaubswoche mit ihrer besten Freundin: "Das Programm und das Essen waren fantastisch. Die ersten Tage an Bord waren unbeschreiblich schön." Doch die Reise mit der "Costa Concordia" wird zu einem Albtraum. Das Schiff rammt einen Felsen und kentert, 32 Menschen sterben - darunter auch ihre mitgereiste Freundin.

      An der Bar:

      • Dass Tommy Krappweis die Kindheitsurlaube überlebt hat, grenzt für ihn fast an ein Wunder. Seine Eltern waren überzeugte Wildcamper und so erinnert sich der Comedian mit Grauen an Ferien fernab von fließend Wasser oder Strom, dafür aber mit reichlich Getier und Müll: "Für meine Eltern war das Abenteuer die Erholung, für mich aber ist Erholung Erholung." Vater Werner Krappweis wiederum ist es völlig unerklärlich, dass die Campingbusurlaube der 70er-Jahre seinen Sohn dermaßen nachhaltig traumatisiert haben sollen.

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