• 07.09.2013
      06:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Die Kunst der Buschmänner - Twyfeltontein und Tsodilo (Namibia/Botswana) | SWR Fernsehen RP
       

      "Der Elefant ist kein Elefant". Natürlich ist es das Abbild eines Elefanten, das man auf Felsbildern in Twyfelfontein entdecken kann. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tier für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika. Geheimnisumwittert, und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen "rock engravings" heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias.

      Samstag, 07.09.13
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      "Der Elefant ist kein Elefant". Natürlich ist es das Abbild eines Elefanten, das man auf Felsbildern in Twyfelfontein entdecken kann. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tier für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika. Geheimnisumwittert, und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen "rock engravings" heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias.

       

      2.500 Felsgravuren, hat man in einem abgelegenen Tal 800 Kilometer von Windhoek entfernt gefunden, die ältesten sind 5.000 Jahre alt. Twyfelfontein ist eine archäologische Sensation und wurde als erster "Schatz" in Namibia in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Dass diese Felsritzbilder über Jahrtausende so gut der Verwitterung widerstanden haben, liegt an einer Besonderheit des Sandsteins - er enthält eine Eisenoxydschicht, die an die Oberfläche tritt und erhärtet, und so die eingeritzten Figuren konserviert. Diese Schicht gibt dem Stein auch den besonderen roten Farbton.

      Die Natur hatte in Twyfelfontein den Vorfahren der heutigen Buschmänner mit den riesigen glattflächigen Sandsteinen ideale Zeichenflächen geboten, die sie mit härteren Steinwerkzeugen bearbeiten konnten. Doch an den Steilhängen des Talkessels sind die Bilder nicht mühelos zu entdecken, der Weg führt durch Geröll und große Felsformationen über gewundene Pfade und steile Stufen bergauf. Und plötzlich steht man vor einem der großen steinernen Zeichenblöcke, auf denen die namenlosen Künstler der Steinzeit Tiere, ihre Hufspuren, oder Abbildungen ihrer Pfoten eingravierten.

      Vier Hügel dominieren eine riesige Ebene am nordwestlichen Rand der Kalahariwüste in Botswana. Im Umkreis von 150 Kilometern gibt es nichts außer einer endlosen, flachen Buschsavanne. Fast wie eine verwitterte, 400 Meter hohe Pyramide überragt der höchste Felsgipfel seine Umgebung. Noch heute ist er für die Buschleute ein heiliger Ort, durchaus vergleichbar mit dem Ayers Rock in Australien. Tsodilo - der Fels, der flüstert. Für die Buschmänner der Stämme "Kung" und "Hambukushu" ist es seit Jahrtausenden der Ort, wo die Götter leben und die Geister ihrer Vorfahren ruhen.

      Auf und um Tsodilo gibt es über 4.000 Felszeichnungen die 2001 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Auf diesen, zum Teil über 20.000 Jahre alten, Zeichnungen stehen einzelne Menschen und vor allem Tiere wie Giraffen, Elefanten und Antilopen im Mittelpunkt. Manchmal sind geometrische Muster zu finden. Ein Reisender zu Mitte des vorigen Jahrhunderts verglich Tsodilo wegen seiner Felsbilder mit einem "mit Schätzen angefüllten Louvre der Wüste". Immer noch ist vieles unerforscht.

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