• 22.10.2018
      12:25 Uhr
      Hostess Spielfilm DDR 1975 | MDR FERNSEHEN
       

      Jette und Johannes teilen seit zwei Jahren Tisch und Bett. Als er ihr eines Morgens überraschend und eher beiläufig einen Heiratsantrag macht, reagiert sie sauer. Zu eingefahren scheinen ihr die Gleise und sie ergreift die Flucht.

      Montag, 22.10.18
      12:25 - 14:00 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Jette und Johannes teilen seit zwei Jahren Tisch und Bett. Als er ihr eines Morgens überraschend und eher beiläufig einen Heiratsantrag macht, reagiert sie sauer. Zu eingefahren scheinen ihr die Gleise und sie ergreift die Flucht.

       

      Automechaniker Johannes (Jürgen Heinrich) und Jette (Annekathrin Bürger), drei Sprachen sprechende Hostess am Berliner Fernsehturm, leben seit zwei Jahren gemeinsam in einer ausgebauten Dachwohnung. Als eines schönen Morgens Johannes seiner Jette einen reichlich emotionslosen Heiratsantrag - schließlich heiratet jeder irgendwann mal - macht, fühlt sie sich vor den Kopf gestoßen. Sie gibt ihm einen Korb und wirft ihm vor, er denke nur noch ans Auto und Fernsehen, sei auf weiter nichts aus als Bequemlichkeit und Wohlstand. Jette zieht aus. Doch da, wo sie Zuflucht sucht, bekommt sie oft nicht gerade ideale Partnerschaft vorgeführt: Bei ihrer jüngeren Kollegin Conny (Roswitha Marks) klappt die Liebe mit einem Matrosen auf Heimaturlaub nicht und bei ihrem älteren Bruder Robert (Manfred Karge) trifft sie auf eine reichlich verspießerte Ehe. Als ihr ein Abenteuer mit dem ehemaligen Verehrer Peter (Rolf Römer), einem Arbeitskollegen ihres Bruders, nicht weiterhilft, ihren Johannes zu vergessen, will sie es mit ihm noch einmal versuchen.

      Ein Liebesfilm der DEFA, der "nicht zuletzt dank der für DDR-Verhältnisse beispielhaften Nacktszenen vom Publikum sehr goutiert wurde" (Berliner Zeitung). Rolf Römer (1937 - 2000) schrieb gemeinsam mit Gisela Steineckert das Drehbuch, führte Regie und spielte selbst mit. Die Titelrolle hatte er seiner Ehefrau Annekathrin Bürger auf den Leib geschrieben. Römer wollte einen publikumswirksamen Film machen, was ihm - siehe oben - gelungen ist. Neben unbekleideten Darstellern würzte er die schlichte Filmgeschichte mit populärer Musik jener Jahre - Veronika Fischer, Nina Hagen und Christiane Ufholz sind zu hören - und schönen Berlin-Bildern, die er für DEFA-Verhältnisse flott montierte, was man damals "Reklamespot-Manier" nannte.

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