• 19.10.2018
      02:35 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN
       

      Themen:

      • Aufruf zur Bespitzelung?
      • Film: "Being Mario Götze" - Was es heißt, Mario Götze zu sein
      • "Oh Yeah" - eine Schau über "90 Jahre Pop-Musik" in Leipzig
      • Erste Biografie über den Autor Peter Hacks
      • Kulturkalender: Eröffnung des ersten Reclam-Museums in Leipzig / Das Haus Schulenburg in Gera eröffnet eine Ausstellung über den einstigen Thüringer "Architekten des Neuen Bauens" und Schüler Henry van de Veldes, Thilo Schoder / Filmtipp: "Der Vorname"

      Moderation: Evelyn Fischer

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 19.10.18
      02:35 - 03:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Aufruf zur Bespitzelung?
      • Film: "Being Mario Götze" - Was es heißt, Mario Götze zu sein
      • "Oh Yeah" - eine Schau über "90 Jahre Pop-Musik" in Leipzig
      • Erste Biografie über den Autor Peter Hacks
      • Kulturkalender: Eröffnung des ersten Reclam-Museums in Leipzig / Das Haus Schulenburg in Gera eröffnet eine Ausstellung über den einstigen Thüringer "Architekten des Neuen Bauens" und Schüler Henry van de Veldes, Thilo Schoder / Filmtipp: "Der Vorname"

      Moderation: Evelyn Fischer

       
      • Aufruf zur Bespitzelung?

      Seit letzten Freitag ist sie online: Die von der sächsischen AfD-Landtagsfraktion erdachte Plattform "soslehrer.de", die Schüler dazu aufruft, vermeintlich unbotmäßiges Verhalten des pädagogischen Personals an die Fraktion der Rechtspopulisten zu melden. Freimütig benennt die Seite zu inkriminierendes Verhalten: "Werbung für Kulturformen Weltanschauungen" etwa (wehe dem, der den Islam als friedliebende Religion bezeichnet) oder "einseitige politische Stellungnahmen gegen die AfD". Wird da der Denunziation Tür und Tor geöffnet? Und: Ist die Unternehmung juristisch überhaupt haltbar? Soll da ein ganzer Berufsstand eingeschüchtert, an den Pranger gestellt werden? Manch altgedienter Schulmeister aus Mitteldeutschland fühlt sich an längst vergangen geglaubte Stasi-Vorzeiten erinnert. artour mischt sich ein in die Debatte, die dieser Tage die Republik erregt.

      • Film: "Being Mario Götze" - Was es heißt, Mario Götze zu sein

      Als Mario Götze mit 17 Jahren zum ersten Mal in einem Bundesligaspiel eingewechselt wird, läuft nach Ansicht der Fachleute ein "Jahrhunderttalent" auf den Platz. Vier Jahre später passiert, was man als größtmöglichen Glücksfall in einer Fußballerkarriere bezeichnen kann: Mario Götze schießt das entscheidende Tor und Deutschland wird Weltmeister. Das Götze-Trikot wird das meistverkaufte in Deutschland, die Nation hat sich diesen Jungen einverleibt und erwartet von ihm fortan Superlative - auf dem Platz, vor Fernsehkameras, im Urlaub, bei der Wahl seiner Freundin. Als Götzes Karriere einen Knick bekommt, bricht ebenso unverhältnismäßig die Kritik über ihn herein und der Fußballer wird von jenem Sockel gestürzt, auf den man ihn gesetzt hatte - bis hin zum Ausschluss an der WM 2018. Was macht das mit einem Menschen? Wie schafft man es, daran nicht zu zerbrechen? Sieben Monate hat der Regisseur und Grimme-Preisträger Aljoscha Pause Mario Götze begleitet. Entstanden ist daraus ein sehr beeindruckender Dokumentarfilm. "Being Mario Götze" feiert am 07. Oktober seine Weltpremiere.

      • "Oh Yeah" - eine Schau über "90 Jahre Pop-Musik" in Leipzig

      Mag sein, dass Pop-Musik ihren Ruf als seichtes, weichgespültes Massenphänomen nicht zu Unrecht trägt. Dass sie dennoch ein wichtiges Stück unserer Kulturgeschichte darstellt, dass sie Gemeinschaft stiftet, dass der Pop Grenzen überwindet und trotz ständiger Wiederholung immer noch überraschen kann, will nun eine Wander-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig richtigstellen. Die Ausstellung "Oh Yeah", die in dieser Woche eröffnet wird, rekapituliert 90 Jahre Pop-Geschichte: Von der Schallplatte bis zur Playlist, vom Swing bis zum Hip Hop und die Parallel-Entwicklung von Bands in Ost und West. Ein Erlebnis vor allem für die Ohren, denn man kann die Musik per Kopfhörer erleben und sich durch die Ausstellung hören.

      • Erste Biografie über den Autor Peter Hacks

      Der Herbst steht auf der Leiter/ und malt die Blätter an,/ ein lustiger Waldarbeiter,/ ein froher Malersmann…". Das Gedicht kennt fast jeder, der in der DDR zur Schule ging. Der Autor, Peter Hacks, ist bis heute ein großer Unbekannter. Seine Lyrik zeichnet eine sprachliche Leichtigkeit aus, wie sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihresgleichen sucht. Doch Peter Hacks, der 1928 in Breslau zur Welt kam und vor 15 Jahren in Berlin starb, war alles andere als ein unkomplizierter, leichtgewichtiger Typ. Ronald Weber hat jetzt eine Biografie geschrieben, 600 Seiten stark. Zu den Zeitzeugen, die er befragte, gehören Sarah Wagenknecht, die seit früher Jugend Peter Hacks verehrte und besuchte, und der Schriftsteller und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, zeitlebens befreundet mit dem Dichter. artour hat sie alle getroffen, um zu erfahren: Was war das eigentlich für einer, dieser Peter Hacks, und warum lohnt es sich, ihn heute noch (oder wieder) zu lesen?

      • Aufruf zur Bespitzelung?

      Seit letzten Freitag ist sie online: Die von der sächsischen AfD-Landtagsfraktion erdachte Plattform "soslehrer.de", die Schüler dazu aufruft, vermeintlich unbotmäßiges Verhalten des pädagogischen Personals an die Fraktion der Rechtspopulisten zu melden. Freimütig benennt die Seite zu inkriminierendes Verhalten: "Werbung für Kulturformen Weltanschauungen" etwa (wehe dem, der den Islam als friedliebende Religion bezeichnet) oder "einseitige politische Stellungnahmen gegen die AfD". Wird da der Denunziation Tür und Tor geöffnet? Und: Ist die Unternehmung juristisch überhaupt haltbar? Soll da ein ganzer Berufsstand eingeschüchtert, an den Pranger gestellt werden? Manch altgedienter Schulmeister aus Mitteldeutschland fühlt sich an längst vergangen geglaubte Stasi-Vorzeiten erinnert. artour mischt sich ein in die Debatte, die dieser Tage die Republik erregt.

      • Film: "Being Mario Götze" - Was es heißt, Mario Götze zu sein

      Als Mario Götze mit 17 Jahren zum ersten Mal in einem Bundesligaspiel eingewechselt wird, läuft nach Ansicht der Fachleute ein "Jahrhunderttalent" auf den Platz. Vier Jahre später passiert, was man als größtmöglichen Glücksfall in einer Fußballerkarriere bezeichnen kann: Mario Götze schießt das entscheidende Tor und Deutschland wird Weltmeister. Das Götze-Trikot wird das meistverkaufte in Deutschland, die Nation hat sich diesen Jungen einverleibt und erwartet von ihm fortan Superlative - auf dem Platz, vor Fernsehkameras, im Urlaub, bei der Wahl seiner Freundin. Als Götzes Karriere einen Knick bekommt, bricht ebenso unverhältnismäßig die Kritik über ihn herein und der Fußballer wird von jenem Sockel gestürzt, auf den man ihn gesetzt hatte - bis hin zum Ausschluss an der WM 2018. Was macht das mit einem Menschen? Wie schafft man es, daran nicht zu zerbrechen? Sieben Monate hat der Regisseur und Grimme-Preisträger Aljoscha Pause Mario Götze begleitet. Entstanden ist daraus ein sehr beeindruckender Dokumentarfilm. "Being Mario Götze" feiert am 07. Oktober seine Weltpremiere.

      • "Oh Yeah" - eine Schau über "90 Jahre Pop-Musik" in Leipzig

      Mag sein, dass Pop-Musik ihren Ruf als seichtes, weichgespültes Massenphänomen nicht zu Unrecht trägt. Dass sie dennoch ein wichtiges Stück unserer Kulturgeschichte darstellt, dass sie Gemeinschaft stiftet, dass der Pop Grenzen überwindet und trotz ständiger Wiederholung immer noch überraschen kann, will nun eine Wander-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig richtigstellen. Die Ausstellung "Oh Yeah", die in dieser Woche eröffnet wird, rekapituliert 90 Jahre Pop-Geschichte: Von der Schallplatte bis zur Playlist, vom Swing bis zum Hip Hop und die Parallel-Entwicklung von Bands in Ost und West. Ein Erlebnis vor allem für die Ohren, denn man kann die Musik per Kopfhörer erleben und sich durch die Ausstellung hören.

      • Erste Biografie über den Autor Peter Hacks

      Der Herbst steht auf der Leiter/ und malt die Blätter an,/ ein lustiger Waldarbeiter,/ ein froher Malersmann…". Das Gedicht kennt fast jeder, der in der DDR zur Schule ging. Der Autor, Peter Hacks, ist bis heute ein großer Unbekannter. Seine Lyrik zeichnet eine sprachliche Leichtigkeit aus, wie sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihresgleichen sucht. Doch Peter Hacks, der 1928 in Breslau zur Welt kam und vor 15 Jahren in Berlin starb, war alles andere als ein unkomplizierter, leichtgewichtiger Typ. Ronald Weber hat jetzt eine Biografie geschrieben, 600 Seiten stark. Zu den Zeitzeugen, die er befragte, gehören Sarah Wagenknecht, die seit früher Jugend Peter Hacks verehrte und besuchte, und der Schriftsteller und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase, zeitlebens befreundet mit dem Dichter. artour hat sie alle getroffen, um zu erfahren: Was war das eigentlich für einer, dieser Peter Hacks, und warum lohnt es sich, ihn heute noch (oder wieder) zu lesen?

      "artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

      "artour" ist das Kulturmagazin für das MDR-Sendegebiet und für Ostdeutschland. "artour" wird in Rostock wie in Weimar geschaut, aber natürlich auch in Hamburg und München. Das Kulturmagazin mit Ostkompetenz greift Themen auf, die die Zuschauer bewegen. Von Thälmann bis Theater, von der Kittelschürze bis zum Konzert, von der Off-Bühne bis zur Oper. Themen werden auch mal gegen den Strich gebürstet, egal, ob es sich um eine Kunstausstellung oder einen kulturpolitischen Skandal handelt.

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