• 23.09.2018
      20:15 Uhr
      Ein Abend für Dean Reed MDR FERNSEHEN
       

      80 Jahre alt wäre er in diesem Jahr geworden: Der tragische Rebell, der schöne Sänger, Entertainer und Freiheitskämpfer in einer Person: Dean Reed. Das Leben des US-Amerikaners gleicht einer Achterbahnfahrt. Sein früher Tod mit 47 Jahren bietet bis heute Stoff für Spekulationen. Selbst Hollywood plante, dieses außergewöhnliche Leben zu verfilmen.

      Sonntag, 23.09.18
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      80 Jahre alt wäre er in diesem Jahr geworden: Der tragische Rebell, der schöne Sänger, Entertainer und Freiheitskämpfer in einer Person: Dean Reed. Das Leben des US-Amerikaners gleicht einer Achterbahnfahrt. Sein früher Tod mit 47 Jahren bietet bis heute Stoff für Spekulationen. Selbst Hollywood plante, dieses außergewöhnliche Leben zu verfilmen.

       

      Am 17. Juni 1986 treibt Dean Reed tot im Wasser des Zeuthener Sees bei Berlin. Selbstmord? Unfall? Geheimdienst-Komplott? Die DDR spricht von einem Unfall. Nicht nur im Westen kursiert das Gerücht, Reed sei beseitigt worden. Weit nach der Wende erfährt die Öffentlichkeit: Es war mit großer Sicherheit ein Selbstmord. Doch das Warum bleibt bis heute unbeantwortet.

      Der 1938 in Colorado geborene Reed beginnt in Hollywood seine künstlerische Laufbahn. In den sechziger Jahren steigt er mit elvis-affinen Songs zu einem Teenager-Idol in Südamerika auf. Dort politisiert er sich, wird zum bekennenden Sozialisten und startet von 1966 an eine zweite Karriere im Ostblock. 1973 zieht "der rote Elvis" - der Liebe wegen heißt es - in die DDR, wo die Oberen den "Sänger des anderen Amerika" regelrecht hofieren. Der Amerikaner begeistert mit seinen Auftritten bei den Weltfestspielen 1973 und bei den Festivals des politischen Liedes mit seinem Charme die Jugend. Frauen erliegen seiner Schönheit. Die DEFA will oder muss den Neuzugang als Schauspieler etablieren. Gemeinsam mit Stars der DDR wie Gojko Mitic, Armin Mueller-Stahl, Manfred Krug erobert er auch die Kinos der DDR. In den großen Unterhaltungsshows wie "Kessel Buntes" oder "Nacht der Prominenten' wird Dean Reed zum Dauergast.

      Und: Reed wurde, wie jetzt erstmals zugängliche Dokumente zeigen, engmaschig von der Staatssicherheit überwacht. Von Anfang an und bis zum letzten Tag seines Lebens. Und das von Personen in seinem ganz nahen Umfeld, denen er vertraute. Inwieweit hatte ihn die Behörde in ihren Fängen? Wer war Dean Reed, bevor er 1973 in die DDR kam? Was genau trieb ihn ausgerechnet in die DDR und wer zog die Fäden?
      Wie haben Kollegen, Freunde und seine Ehefrauen den Sänger, Entertainer und Schauspieler erlebt? War seine Begeisterung für den Sozialismus echt und wann schlug sie um in Enttäuschung? Was kann man heute mit absoluter Gewissheit über seinen mysteriösen Tod aussagen oder gibt es ein Geheimnis, dass er nicht offenbaren wollte?

      Die Doku zum 80. Geburtstag von Dean Reed mit:

      • Ramona Reed, Tochter aus erster Ehe - erstmals im deutschen Fernsehen
      • Alexander Reed, für den Sohn von Schauspielerin Renate Blume aus erster Ehe war Dean Reed von 1980 bis zu seinem Tod wie ein Vater
      • Peter Michael Diestel, Anwalt, ließ als letzter Innenminister der DDR den Todesfall 1990 neu untersuchen
      • Thomas Sindermann, Sohn des Politbüro-Mitgliedes Horst Sindermann und Leiter der Mordkommission im Fall Dean Reed 1986
      • Vaclav Neckar, Sänger und Schauspieler mit dem Dean Reed eine jahrzehntelange künstlerische Zusammenarbeit und enge Freundschaft verband
      • Günter Linke, der Meister der Porträtfotografie erlebte Dean Reed 1971 in Moskau und das Ehepaar Reed/Blume einen Tag vor Dean Reeds Tod
      • Victor Grossmann, desertierte 1952 aus der US-Army und lebte als Amerikaner in der DDR, seit 1971 Dean Reeds Dolmetscher und langjähriger Freund

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