• 04.06.2022
      18:00 Uhr
      3 Blocks (6/9) John Sauter | MDR FERNSEHEN
       

      Freiberg im Erzgebirge in den 1980er Jahren: hier wächst John Sauter (als einziges schwarzes Kind weit und breit) auf. Sein Vater war Gastarbeiter aus Mosambik, musste die DDR nach ihrem Zusammenbruch verlassen. Die DDR hat John eigentlich in ganz guter Erinnerung. Zum Zeitpunkt ihres Niedergangs spürte er zunächst eine Aufbruchsstimmung, aber alles was blieb, so seine Wahrnehmung, waren Risse in der Gesellschaft und ein Machtvakuum, in dem es sich Rechte bequem machten. Unter den Linken fand er Subkulturen, die ihm zu dem Künstler gemacht haben, der er heute ist.

      Samstag, 04.06.22
      18:00 - 18:15 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      VPS 17:59

      Freiberg im Erzgebirge in den 1980er Jahren: hier wächst John Sauter (als einziges schwarzes Kind weit und breit) auf. Sein Vater war Gastarbeiter aus Mosambik, musste die DDR nach ihrem Zusammenbruch verlassen. Die DDR hat John eigentlich in ganz guter Erinnerung. Zum Zeitpunkt ihres Niedergangs spürte er zunächst eine Aufbruchsstimmung, aber alles was blieb, so seine Wahrnehmung, waren Risse in der Gesellschaft und ein Machtvakuum, in dem es sich Rechte bequem machten. Unter den Linken fand er Subkulturen, die ihm zu dem Künstler gemacht haben, der er heute ist.

       

      Freiberg im Erzgebirge in den 1980er Jahren: hier wächst John Sauter (als einziges schwarzes Kind weit und breit) auf. Sein Vater war Gastarbeiter aus Mosambik, musste die DDR nach ihrem Zusammenbruch verlassen. Die DDR hat John eigentlich in ganz guter Erinnerung. Zum Zeitpunkt ihres Niedergangs spürte er zunächst eine Aufbruchsstimmung, aber alles was blieb, so seine Wahrnehmung, waren Risse in der Gesellschaft und ein Machtvakuum, in dem es sich Rechte bequem machten. Vor den Neonazis lief er manchmal davon, manchmal suchte er aber auch die körperliche Konfrontation. Unter den Linken fand er Subkulturen, die ihm zu dem Künstler gemacht haben, der er heute ist.

      In einem Kulturzentrum in Freiberg, seinem "Safe Space", ging John regelmäßig auf Konzerte. So fand er zur Musik. Ein Wendepunkt. Er zog nach Leipzig und brachte bis heute als Rapper "Johnny Katharsis" mehrere Alben heraus. Entgegen aller Erwartungen ist John heute noch immer gerne in seiner Heimat in Freiberg. Er liebt das Erzgebirge für seine Landschaften. Aus der Natur zieht er die Inspiration für seine Gedichte, beschreibt auf melancholische Art und Weise das, was er dort sieht und schon sein Leben lang kennt. John spricht über strukturelle rassistische Probleme, zeigt sie in seinen Texten auf. Seine Jugend und die Sozialisation im Erzgebirge brachten ihm diesen Mut, Probleme aufzuzeigen und nicht vor ihnen zurück zu schrecken.

      Marcus Urban aus Weimar, der erste deutsche Fußballer aus dem Profibereich, der sich geoutet hat. Van Pham aus Chemnitz, die für mehr Sichtbarkeit der Deutsch-Vietnamesischen Community und gegen anti-asiatischen Rassismus kämpft. Konrad Erben aus Jena, der als schwarzer Junge im Umfeld des NSU groß geworden ist und jahrelang Gedenkveranstaltungen für die NSU Opfer organisiert hat. Mahmoud Aljawabra, der nach traumatischen Erlebnissen im Syrien Krieg geflüchtet ist und sich jetzt mit unglaublichem Fleiß und Ehrgeiz einen Kindheitstraum in Leipzig erfüllt: Zahntechniker zu werden. Diese und viele andere Menschen hat Clarissa Corrêa da Silva getroffen. In der neunteiligen Serie "3 Blocks" erzählt sie in jeder Folge die außergewöhnliche Geschichte eines Menschen und geht mit ihm zu den drei Orten, die für ihn am prägendsten waren.

      "3 Blocks" - das sind 3 Orte in Mitteldeutschland, die nicht einfach nur Kulisse sind, sondern die für den jeweiligen Menschen eine sehr persönliche und besondere Bedeutung haben.

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      Samstag, 04.06.22
      18:00 - 18:15 Uhr (15 Min.)
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