• 04.04.2021
      12:15 Uhr
      Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche Spielfilm DDR/Deutschland 1967 | MDR FERNSEHEN
       

      Das pommersche Dorf Kummerow zur Zeit Bismarcks: Pastor Breithaupt, der streitbare Seelenhirte der Gemeinde, hält zwar viel von Tradition, von heidnischen Bräuchen aber gar nichts. So ist ihm der Ritus des "Heidendöpen", den die Kinder von Kummerow jedes Jahr in der Osterzeit leidenschaftlich pflegen, zutiefst zuwider. Jahr für Jahr stehen sie im eiskalten Wasser des Mühlbachs, und wer es am längsten aushält, wird zum König gekrönt. Dass Breithaupts Jüngste, Ulrike, die "Braut" bei diesem Wettbewerb spielt, verschlimmert die Sache natürlich erheblich.

      Sonntag, 04.04.21
      12:15 - 13:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Das pommersche Dorf Kummerow zur Zeit Bismarcks: Pastor Breithaupt, der streitbare Seelenhirte der Gemeinde, hält zwar viel von Tradition, von heidnischen Bräuchen aber gar nichts. So ist ihm der Ritus des "Heidendöpen", den die Kinder von Kummerow jedes Jahr in der Osterzeit leidenschaftlich pflegen, zutiefst zuwider. Jahr für Jahr stehen sie im eiskalten Wasser des Mühlbachs, und wer es am längsten aushält, wird zum König gekrönt. Dass Breithaupts Jüngste, Ulrike, die "Braut" bei diesem Wettbewerb spielt, verschlimmert die Sache natürlich erheblich.

       

      Stab und Besetzung

      Pastor Kaspar Breithaupt Paul Dahlke
      Krischan Klammbüdel Ralf Wolter
      Müller Heinrich Düker Fritz Tillmann
      Bauer Gottlieb Grambauer Rainer Penkert
      Superintendent Sanftleben Theo Lingen
      Wachtmeister Niemeier Günther Jerschke
      Josef, Dükers Schwager Wolfgang Jansen
      Dorfschulze Wendland Jochen Sehrndt
      Martin Grambauer Jörg Resler
      Ulrike Breithaupt Karin Heidemann
      Johannes Bärensprung Gerald Schraml
      Hermann Wolfgang Hinz
      Regie Werner Jacobs
      Musik Rolf A. Wilhelm
      Kamera Günter Haubold
      Buch Johanna Sibelius
      Eberhard Keindorff

      Krischan Klammbüdel hütet seit elf Jahren die Kühe der Kummerower. Wo er im Winter lebt, weiß keiner. Stets um die Osterzeit kommt er in das kleine vorpommersche Dorf, just zu der Zeit, wo in Kummerow die Kinder im kalten Mühlbach stehen, um herauszufinden, wer es am längsten aushält in der Kälte und sich dann "Heidekönig" nennen darf. Das geschieht sehr zum Leidwesen von Pastor Breithaupt, der das heidnische Treiben jedes Jahr aufs Neue verhindern will.

      Auch Gottlieb Grambauer (Rainer Penkert), Vater des pfiffigen Martin (Jörg Resler), ist dem streitbaren Seelenhirten ein Dorn im Auge, weil er "revolutionäre" Ideen nicht nur in der Kindererziehung hegt. Müller Düker (Fritz Tillmann) wiederum ist das Ekel von Kummerow. Er will nämlich Krischan für immer aus dem Dorf vertreiben. Aber das werden die Kummerower Kinder auf keinen Fall zulassen.

      Auch wenn Martin, Johannes (Gerald Schraml), Herrmann (Wolfgang Hinz), Ulrike (Karin Heidemann) und die anderen sonst nur Schabernack mit ihrem Lehrer, dem Pastor und anderen im Dorf treiben - ihr Gespensterspuk auf des Müllers Hof hat es in sich. Er führt nämlich dazu, dass dem Müller Düker zu seiner Strafe und dem Kuhhirten Krischan zu seinem Recht verholfen wird. Nebenbei geben die Dorfkinder dem Gemeinderat so manches gutes Beispiel für Gerechtigkeitssinn, Herzensgüte und Ehrfurcht vor dem Leben.

      Der Film basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Ehm Welk (gestorben 1966) und erzählt humorvoll vom Leben in einem vorpommerschen Dörfchen zur Kaiserzeit. Kummerow steht hier für Biesenbrow (nördlich von Angermünde und heute auch Ortsteil der Stadt in der Uckermark), wo Ehm Welk 1884 das Licht der Welt erblickte. Der zwischen Heimatfilm und Lausbubengeschichte angesiedelte Film war zu seiner Entstehungszeit 1967 die erste offizielle ost-westdeutsche Gemeinschaftsproduktion und entstand zum größten Teil auf der Insel Rügen.

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