• 03.03.2021
      02:15 Uhr
      Weimar und die 37 Frauen Ein Film von Steffen Jindra | MDR FERNSEHEN
       

      Am 06. Februar 1919 kommt in Weimar die erste Nationalversammlung zusammen. Das erste Parlament der jungen Demokratie. Insgesamt 423 gewählte Vertreter aus ganz Deutschland versammeln sich im Nationaltheater. Ein historischer Augenblick und auch eine Sternstunde für die Frauenbewegung. Denn zum ersten Mal sitzen auch Frauen im Parlament. 37 Politikerinnen haben es ins hohe Haus geschafft. Bei einer Gesamtzahl von 423 Abgeordneten ist das ein Frauenanteil von 9 Prozent. Im Jahr 1919 Weltspitze.

      Wer waren diese Politikerinnen? Aus welchen sozialen Zusammenhängen heraus entschlossen sie sich, in die Politik zu gehen?

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 03.03.21
      02:15 - 03:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Am 06. Februar 1919 kommt in Weimar die erste Nationalversammlung zusammen. Das erste Parlament der jungen Demokratie. Insgesamt 423 gewählte Vertreter aus ganz Deutschland versammeln sich im Nationaltheater. Ein historischer Augenblick und auch eine Sternstunde für die Frauenbewegung. Denn zum ersten Mal sitzen auch Frauen im Parlament. 37 Politikerinnen haben es ins hohe Haus geschafft. Bei einer Gesamtzahl von 423 Abgeordneten ist das ein Frauenanteil von 9 Prozent. Im Jahr 1919 Weltspitze.

      Wer waren diese Politikerinnen? Aus welchen sozialen Zusammenhängen heraus entschlossen sie sich, in die Politik zu gehen?

       

      Am 06. Februar 1919 kommt in Weimar die erste Nationalversammlung zusammen. Das erste Parlament der jungen Demokratie. Insgesamt 423 gewählte Vertreter aus ganz Deutschland versammeln sich im Nationaltheater. Ein historischer Augenblick und auch eine Sternstunde für die Frauenbewegung. Denn zum ersten Mal sitzen auch Frauen im Parlament. 37 Politikerinnen haben es ins hohe Haus geschafft. Bei einer Gesamtzahl von 423 Abgeordneten ist das ein Frauenanteil von 9 Prozent. Im Jahr 1919 Weltspitze.

      Wer waren diese Politikerinnen? Aus welchen sozialen Zusammenhängen heraus entschlossen sie sich, in die Politik zu gehen?

      Am Beispiel der vier Parlamentarierinnen Luise Zietz, Gertrud Bäumer, Anna von Gierke und Marie Juchacz erzählt der Film, mit welchen Problemen es Frauen zu tun hatten, wenn sie in die große Politik einstiegen.

      Die alleinerziehende Mutter und SPD-Abgeordnete Marie Juchacz ist die erste Frau, die in einem deutschen Parlament ans Rednerpult tritt. Ihre ebenso selbstbewusste wie provozierende Begrüßungs-Formel "Verehrte Herren und Damen" sorgte für Furore und ist in die Geschichte eingegangen.

      Einen Tag später tritt bereits die zweite Frau vor das nach wie vor von Männern dominierte Parlament. Weniger moderate Kritiker nennen sie die "lauteste Frau von Weimar". Keine Frau hat das Parlament so hoch geheizt wie Luise Zietz. Die USPD-Frau ist erklärte Kriegsgegnerin. Für sie ist der gerade zu Ende gegangene Krieg kein ruhmvoller Kampf, sondern ein sinnloses Schlachten.

      Die Reden sind weitestgehend überliefert und können nachgelesen werden. Aber was haben sie bewirkt? Was haben sie ausgelöst, angestoßen oder auch nicht? Wäre das selbstbewusste Agieren der Parlamentarierinnen heute möglich ohne diese Vorkämpferinnen? Oder war es womöglich doch so, wie der Kritiker Adolf Stein seinerzeit formulierte: "... man könnte sämtliche in Weimar gehaltenen Frauenreden streichen und niemand würde den Mangel bemerken."?

      Womit haben sich die Frauen befasst und womit nicht? Warum sind die Namen der Rednerinnen so schnell in Vergessenheit geraten? Und wie gingen Leben und Laufbahnen dieser Frauen weiter? Fragen, denen Regisseur Steffen Jindra nachgeht, zusammen mit namhaften Historikern, Politikerinnen und auch den Nachkommen der ersten Politikerinnen.

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