• 21.02.2021
      05:35 Uhr
      Unser kurzes Leben Spielfilm DDR 1981 | MDR FERNSEHEN
       

      Franziska Linkerhand, eine junge Diplomarchitektin, verlässt nach ihrer gescheiterten Ehe freiwillig das Team ihres berühmten Professors und will noch einmal von vorn anfangen. Sie sucht das Risiko ausgerechnet in der Provinz. Franziska ist kompromisslos, zugleich voller Träume und Ideale. So bewegt sie sich zwischen künstlerischen Wunschvorstellungen und gesellschaftlichen Wirklichkeitserfahrungen, ohne vor dem nüchternen Realismus zu kapitulieren. Hart in ihren Anforderungen an sich selbst und voller Ideale möchte sie eine Stadt bauen, in der sich die Menschen wohl fühlen.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.02.21
      05:35 - 07:25 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo

      Franziska Linkerhand, eine junge Diplomarchitektin, verlässt nach ihrer gescheiterten Ehe freiwillig das Team ihres berühmten Professors und will noch einmal von vorn anfangen. Sie sucht das Risiko ausgerechnet in der Provinz. Franziska ist kompromisslos, zugleich voller Träume und Ideale. So bewegt sie sich zwischen künstlerischen Wunschvorstellungen und gesellschaftlichen Wirklichkeitserfahrungen, ohne vor dem nüchternen Realismus zu kapitulieren. Hart in ihren Anforderungen an sich selbst und voller Ideale möchte sie eine Stadt bauen, in der sich die Menschen wohl fühlen.

       

      Stab und Besetzung

      Franziska Linkerhand Simone Frost
      Schafheutlin Hermann Beyer
      Trojanowicz Gottfried Richter
      Professor Reger Dietrich Körner
      Jazwauk Christian Steyer
      Gertrud Christine Schorn
      Frau Helwig Barbara Dittus
      Verwalter Dieter Knust
      Kowalski Helmut Straßburger
      Frau Kowalski Annemone Haase
      Wolfgang Uwe Kockisch
      Architekt Grabbe Gerd Staiger
      Krankenschwester Karin Beewen
      Regie Lothar Warnecke
      Musik Gerhard Rosenfeld
      Kamera Claus Neumann
      Buch Regine Kühn

      Der Weg zum Erfolg scheint vorgezeichnet. Längst hat der bekannte Architekt Prof. Reger (Dietrich Körner) die Studentin Franziska Linkerhand (Simone Frost) für sein elitäres Arbeitsteam ausgewählt. Interessante Aufgaben erwarten sie, die Talent und Phantasie fordern. Doch überraschend schlägt die junge Frau das Angebot aus und bricht auch privat alle Brücken ab. Sie trennt sich von ihrem Mann Wolfgang (Uwe Kockisch), einem haltlosen Trinker, und zieht in eine triste Kleinstadt.

      Dort, wo ein riesiger Neubaukomplex entsteht, wo schnell und billig gebaut wird, um den Wohnungsbedarf zu decken, findet sie ihr Betätigungsfeld. Franziska hat mit dem täglichen Leben zu tun. Von ihren neuen Kollegen, aber auch von ihren Zimmernachbarinnen im Wohnheim misstrauisch als Paradiesvogel aus der Großstadt beäugt, ergreift sie sofort die Initiative, kommentiert ganz ungeniert alles, was ihr ineffektiv und veraltet vorkommt und entwirft neue Pläne.

      Nach erheblichen Schwierigkeiten gelingt es ihr ganz allmählich, ihre Kollegen mitzureißen und statt einer Neubauwüste am Stadtrand ein integriertes Sanierungsmodell für die Altstadt zu entwickeln. Der Entwurf wird sogar prämiert, dennoch behält am Ende die Bürokratie gegenüber der jungen Architektin die Oberhand.

      Ebenso wenig Glück hat Franziska auch mit ihrer neuen Liebe zu dem Kipperfahrer Trojanowicz (Gottfried Richter). Er ist ein gebrochener Mann und findet nicht die Kraft, einen neuen Anfang zu wagen.

      Der Film entstand nach Motiven des Romans "Franziska Linkerhand" von Brigitte Reimann. Noch keine vierzig Jahre alt, starb sie 1973, ihr Buch, nicht ganz vollendet, erschien postum 1974. Brigitte Reimann war eine der kritischsten und schillerndsten DDR-Autorinnen. Immer wieder setzte sie sich in ihren Büchern mit dem Widerspruch zwischen sozialistischem Ideal und der Wirklichkeit auseinander.

      Ihre Tagebücher, vor wenigen Jahren erschienen und mit großer Resonanz aufgenommen, belegen das auf authentische Weise. So beschreibt sie auch ihr Leben in Hoyerswerda, einer Stadt, die aufgrund des großen Wohnungsbedarfs des Kombinates "Schwarze Pumpe" quasi aus der Erde gestampft wurde. Diese autobiografischen Erfahrungen sind Grundlage ihres Buches, wobei Städtebau auch immer als Metapher für den Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung steht, bei dem nicht zuletzt auch Frauen sich engagiert einbringen.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.02.21
      05:35 - 07:25 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.06.2021