• 30.01.2021
      00:00 Uhr
      Jacob der Lügner Spielfilm DDR 1974 | MDR FERNSEHEN
       

      In einem jüdischen Ghetto 1944 im besetzten Polen. Jakob, seine Freunde und Leidensgenossen leben hier von der Außenwelt isoliert. In dieser hoffnungslosen Situation verbreitet Jakob Hoffnung. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen und hält mit erfundenen Nachrichten den Lebenswillen der Eingeschlossenen aufrecht.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 30.01.21
      00:00 - 01:35 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      In einem jüdischen Ghetto 1944 im besetzten Polen. Jakob, seine Freunde und Leidensgenossen leben hier von der Außenwelt isoliert. In dieser hoffnungslosen Situation verbreitet Jakob Hoffnung. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen und hält mit erfundenen Nachrichten den Lebenswillen der Eingeschlossenen aufrecht.

       

      Der jüdische Friseur Jakob Heym (Vlastimil Brodsky) lebt 1944 in einem Ghetto irgendwo im besetzten Polen. Wegen angeblicher Überschreitung der Ausgangsperre soll er sich eines Tages beim Gestapo-Revier melden, kommt jedoch wider Erwarten mit dem Leben davon.

      Der Zufall will es, dass Jakob bei der Gestapo aus dem Radio eine Nachricht über den Anmarsch der Russen aufschnappt. Diese Meldung wirkt für Jakob wie ein Lebenselixier und sie soll auch seinen Freunden neuen Lebensmut geben. Damit diese ihm einerseits die Nachricht glauben und andererseits nicht für einen Gestapo-Spitzel halten, wenn er erzählt, dass er die Nachricht bei der SS aufgeschnappt hat, muss Jakob lügen. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen.

      Doch damit beginnt Jakobs tragikomischer Leidensweg. Tagtäglich wollen alle Neues von ihm wissen: Über den Frontverlauf, die Weltpolitik und vieles mehr. Selbst die kleine Lina (Manuela Simon), die er versteckt hält, ist neugierig. Hoffnung breitet sich im Ghetto aus, die Selbstmorde hören auf, Zukunftspläne über ein Leben ohne den gelben Stern werden geschmiedet.

      Und Jakob lügt weiter, ist doch die Hoffnung in ihrer Situation noch wichtiger als das Stück Brot. Doch allmählich wird die Illusion zum Selbstbetrug. Jakob erträgt die sich selbst aufgebürdete Last nicht mehr und vertraut sich seinem Freund Kowalski (Erwin Geschonneck) an. Der Hoffnung beraubt, nimmt sich dieser das Leben. Als für alle der Deportationsbefehl kommt, entdeckt auch Lina die Wahrheit. Dennoch war für sie eine kurze Weile die graue Ghetto-Wirklichkeit bunt geworden.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 30.01.21
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 10.04.2021