• 28.01.2021
      20:15 Uhr
      Lebensretter Hepatitis-Skandal in der DDR | MDR FERNSEHEN
       

      Frauen, deren Rhesusgruppe sich von der ihres Kindes unterscheidet, bekamen ab den 70er Jahren in der DDR eine Anti-D-Immunprophylaxe. Diese Impfung war gesetzlich vorgeschrieben und wurde der Mutter kurz nach der Geburt eines Kindes gegeben, um zu verhindern, dass nachfolgende Kinder Schäden erleiden. Eine großartige Errungenschaft der Medizin, die der Obermedizinalrat Dr. Wolfgang Schubert entwickelt hatte. Dafür bekam er 1976 sogar den Nationalpreis verliehen.

      Donnerstag, 28.01.21
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Frauen, deren Rhesusgruppe sich von der ihres Kindes unterscheidet, bekamen ab den 70er Jahren in der DDR eine Anti-D-Immunprophylaxe. Diese Impfung war gesetzlich vorgeschrieben und wurde der Mutter kurz nach der Geburt eines Kindes gegeben, um zu verhindern, dass nachfolgende Kinder Schäden erleiden. Eine großartige Errungenschaft der Medizin, die der Obermedizinalrat Dr. Wolfgang Schubert entwickelt hatte. Dafür bekam er 1976 sogar den Nationalpreis verliehen.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sven Voss

      Frauen, deren Rhesusgruppe sich von der ihres Kindes unterscheidet, bekamen ab den 70er Jahren in der DDR eine Anti-D-Immunprophylaxe. Diese Impfung war gesetzlich vorgeschrieben und wurde der Mutter kurz nach der Geburt eines Kindes gegeben, um zu verhindern, dass nachfolgende Kinder Schäden erleiden. Eine großartige Errungenschaft der Medizin, die der Obermedizinalrat Dr. Wolfgang Schubert entwickelt hatte. Dafür bekam er 1976 sogar den Nationalpreis verliehen.

      Doch in den Jahren 1978/79 werden immer mehr Frauen krank, die gerade ein Baby auf die Welt gebracht haben. Die Symptome sind ähnlich, überall in der Republik füllen sich die Krankenhäuser. Auf der Suche nach der Ursache führt die Spur nach Halle, ins Bezirksinstitut für Blutspende und Transfusionswesen. Dort wird unter der Leitung von Dr. Wolfgang Schubert die Anti-D-Prophylaxe hergestellt. Es stellt sich heraus, dass einzelne Chargen verunreinigt sind.

      Der Skandal: Selbst nachdem bekannt war, dass mit den Chargen etwas nicht stimmte, wurden sie weiter zur Verwendung freigegeben. Die betroffenen Frauen werden auf Isolierstationen wochen-, teils monatelang von ihren Familien getrennt. Dass sie an einem aggressiven Virus erkrankt sind - Hepatitis C - wissen sie nicht, da das Virus damals noch nicht bekannt ist.

      Einige Betroffene leiden bis heute an den Folgen dieser Erkrankung. Nach mehr als 40 Jahren erinnern sich die Betroffenen Dorothy Bergmann und Monika Winter.

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