• 25.01.2021
      22:10 Uhr
      Fakt ist! Aus Magdeburg Lockdown und kein Ende - Psyche in Not | MDR FERNSEHEN
       

      Bund und Länder haben es beschlossen: die aktuell geltenden Corona-Beschränkungen werden bis 14. Februar verlängert. Das heißt zwischenmenschliche Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Hart für alle - für manche aber ganz besonders.
      Was macht die Pandemie mit psychisch kranken Menschen? Wie kann man die Versorgungssituation für sie verbessern?
      Gäste:

      • Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Facharzt für Psychotherapie
      • Victoria Müller, Radio-Moderatorin und Buchautorin
      • Dr. Sabine Ahrens-Eipper, Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer
      • Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer BARMER Sachsen-Anhalt

      Montag, 25.01.21
      22:10 - 23:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Bund und Länder haben es beschlossen: die aktuell geltenden Corona-Beschränkungen werden bis 14. Februar verlängert. Das heißt zwischenmenschliche Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Hart für alle - für manche aber ganz besonders.
      Was macht die Pandemie mit psychisch kranken Menschen? Wie kann man die Versorgungssituation für sie verbessern?
      Gäste:

      • Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Facharzt für Psychotherapie
      • Victoria Müller, Radio-Moderatorin und Buchautorin
      • Dr. Sabine Ahrens-Eipper, Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer
      • Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer BARMER Sachsen-Anhalt

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Anja Heyde

      Bund und Länder haben es angekündigt und beschlossen: die aktuell geltenden Corona-Beschränkungen werden verlängert - zunächst bis zum 14. Februar. Das heißt - neben vielen anderen Einschränkungen - auch weiterhin zwischenmenschliche Kontakte auf einem absoluten Minimum. Hart für alle - für manche aber ganz besonders.

      Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Und gerade diesen Menschen, die etwa an einer Depression erkrankt sind, setzt das Fehlen einer klaren Perspektive in besonderem Maße zu.

      Ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Dieser zunehmende Behandlungsbedarf trifft auf unzureichende Strukturen. Es gibt zu wenige Therapeuten, besonders auf dem Land. In Sachsen-Anhalt etwa müssen Patientinnen und Patienten zum Teil bis zu 20 Wochen auf einen Therapie-Platz warten. Das ist deutlich länger als im Bundesdurchschnitt.

      Bei der Versorgungsdichte mit Psychotherapeuten liegen die drei mitteldeutschen Bundesländer nicht nur deutlich unter dem Bundesdurchschnitt; im deutschlandweiten Vergleich gehören sie zu den Schlusslichtern.

      Und seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Situation für die Betroffenen noch einmal kritischer geworden. Denn nicht nur erleben depressiv Erkrankte Lockdown und Isolation deutlich belastender als die Allgemeinbevölkerung. Ausgefallene Behandlungstermine und verschobene Klinikaufenthalte verschlimmern die Belastung. Zugleich steigt der Druck auf Psychiater und Psychotherapeuten, die wachsende Zahl von Patientinnen und Patienten zu behandeln.

      Was macht die Pandemie mit psychisch kranken Menschen? Wie kann man die Versorgungssituation für sie verbessern? Welche Rolle können dabei Apps und digitale Lösungen spielen?

      Über diese und andere Fragen diskutiert Anja Heyde mit folgenden Gästen:

      • Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Facharzt für Psychotherapie
      • Victoria Müller, Radio-Moderatorin und Buchautorin, hat selbst eine Depression überwunden
      • Dr. Sabine Ahrens-Eipper, Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer
      • Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen-Anhalt

      Bürgerreporter Stefan Bernschein spricht mit Menschen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind oder mit Erkrankten arbeiten. Zuschauerinnen und Zuschauer können sich per E-Mail unter faktist@mdr.de an der Diskussion beteiligen.

      "Fakt ist!" ist der politische Talk im MDR-Fernsehen. Das Thema der Woche wird hier diskutiert - kontrovers, emotional, hintergründig. Die Sendung kommt im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt und Dresden.

      In der Sendung sollen auch die Zuschauer zu Wort kommen - über Briefe, E-Mails, Web-Chat oder Straßenumfragen. Die Meinungen, Wünsche, Ängste der Menschen übermitteln unsere "Bürgermoderatoren" live im Studio an die prominenten Talk-Gäste.

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