• 13.08.2020
      01:55 Uhr
      Messerland Deutschland? Film von Michael Hänel, Tom Fugmann und Carmen Salas | MDR FERNSEHEN
       

      Messerangriffe polarisieren wie kaum ein anderes Thema seit Jahren die Öffentlichkeit. Notärzte, Polizisten, Gewaltforscher und Lehrer sind sich schon lange sicher: In Deutschland gibt es eine gefährliche Bewaffnung mit Messern. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in Deutschland zugestochen wird. Lässt sich diese Entwicklung stoppen? Könnten weitere Messeropfer durch die Einrichtung von Waffenverbotszonen verhindert werden? Der Film begleitet die politische Auseinandersetzung um dieses Vorhaben.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 13.08.20
      01:55 - 02:23 Uhr (28 Min.)
      28 Min.

      Messerangriffe polarisieren wie kaum ein anderes Thema seit Jahren die Öffentlichkeit. Notärzte, Polizisten, Gewaltforscher und Lehrer sind sich schon lange sicher: In Deutschland gibt es eine gefährliche Bewaffnung mit Messern. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in Deutschland zugestochen wird. Lässt sich diese Entwicklung stoppen? Könnten weitere Messeropfer durch die Einrichtung von Waffenverbotszonen verhindert werden? Der Film begleitet die politische Auseinandersetzung um dieses Vorhaben.

       

      "Messer machen Mörder", so deutlich bringt es die Berliner Polizei auf den Punkt. Messerangriffe polarisieren wie kaum ein anderes Thema seit Jahren die Öffentlichkeit. Notärzte, Polizisten, Gewaltforscher und Lehrer sind sich sicher: In Deutschland gibt es eine gefährliche Bewaffnung mit Messern.

      Erik war 14, als ein Mitschüler mehrfach in der Schule auf ihn einstach. Der Arbeiter Mohammad dagegen war zur falschen Zeit am falschen Ort, als ein junger Asylbewerber vor einem Kiosk offenbar völlig grundlos mit einer 13 Zentimeter langen Klinge auf ihn losging. Eric und Mohammed konnten dank schneller medizinischer Hilfe gerettet werden.

      Für Notfallärzte und Unfallchirurgen sind Messerangriffe ein Kampf gegen die Uhr. In Großstädten sind die Kliniken bereits darauf eingestellt. Mit neuen technischen Möglichkeiten können die Blutungen beim Opfer am Tatort oder in den Notaufnahmen gestoppt werden. Doch viele Überlebende leiden dann ihr weiteres Leben an den Folgen - an chronischen Schmerzen und wiederkehrenden Entzündungen. Psychologen warnen zudem vor den unsichtbaren Wunden. Denn Opfer haben die Messerangriffe als Eingriffe in die eigene Würde und in die Unverletzlichkeit ihres Körpers erlebt.

      Für Johannes (17) endete ein Angriff tödlich. In der Faschingszeit stach ihm ein 16-Jähriger mit einem Messer in den Bauch. Innerhalb von Minuten verblutete Johannes und starb. Für seine Familie, Freunde und seine Mitspieler im Reinstetter Fußballverein ein Tag, den sie auch zwei Jahre nach der Tat nicht vergessen können.
      Hätte sein Leben Johannes gerettet werden können, wenn man das Mitführen von Messern bei Veranstaltungen, in Schulen und in öffentlichen Verkehrsmitteln grundsätzlich verbieten und das dann auch konsequent durchsetzen würde? Verhindern Waffenverbotszonen solche Taten?

      Der Film begleitet die politische Auseinandersetzung um dieses Vorhaben. Erst seit Mitte 2018 werden Fälle mit dem "Tatmittel Messer/Stichwaffe" von den Innenministerien der Länder gesondert registriert.

      "Exakt - Die Story: Messerland Deutschland?" ist aktuell. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in Deutschland zugestochen wird. Lässt sich diese Entwicklung stoppen?

      Exakt - Die Story

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 13.08.20
      01:55 - 02:23 Uhr (28 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.11.2020