• 03.02.2020
      22:05 Uhr
      Fakt ist! Aus Magdeburg Patient Krankenhaus | MDR FERNSEHEN
       

      Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2019 zufolge ist mehr als die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser verzichtbar. Als Beispiel wird Dänemark angeführt. Dort habe man mit einer großen Klinik-Strukturreform sehr gute Erfahrungen gemacht. Ist dieses Modell auf Deutschland übertragbar? Anja Heyde diskutiert mit:

      • Petra Grimm-Benne (SPD), Gesundheitsministerin Sachsen-Anhalt
      • Prof. Dr. Reinhard Busse, Gesundheitsökonom an der TU Berlin
      • Götz Ulrich (CDU), Landrat im Burgenlandkreis
      • Dr. Axel Paeger, Vorstandsvorsitzender AMEOS-Gruppe
      • Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Vorsitzender Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt ...

      Montag, 03.02.20
      22:05 - 23:03 Uhr (58 Min.)
      58 Min.

      Einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2019 zufolge ist mehr als die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser verzichtbar. Als Beispiel wird Dänemark angeführt. Dort habe man mit einer großen Klinik-Strukturreform sehr gute Erfahrungen gemacht. Ist dieses Modell auf Deutschland übertragbar? Anja Heyde diskutiert mit:

      • Petra Grimm-Benne (SPD), Gesundheitsministerin Sachsen-Anhalt
      • Prof. Dr. Reinhard Busse, Gesundheitsökonom an der TU Berlin
      • Götz Ulrich (CDU), Landrat im Burgenlandkreis
      • Dr. Axel Paeger, Vorstandsvorsitzender AMEOS-Gruppe
      • Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Vorsitzender Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt ...

       

      Das Krankenhaus vor der Haustür oder wenigstens in der nächstgrößeren Stadt, Hilfe vor Ort und das rund um die Uhr. So wünschen sich wohl die allermeisten Menschen ihre medizinische Versorgung. Entsprechend groß sind Sorge und Empörung, wenn die Existenz eines Krankenhauses in Frage steht - wie derzeit etwa in Havelberg in Sachsen-Anhalt, wo das kleine Krankenhaus geschlossen werden soll. Oder im Burgenlandkreis, wo das kommunale Klinikum mit zwei Standorten Insolvenz anmelden musste.
      Zugleich sind - ebenfalls in Sachsen-Anhalt - die Mitarbeiter der AMEOS-Kliniken im Streik für eine tarifgerechte Entlohnung. Ihr Arbeitgeber ist einer der größten privaten Klinikbetreiber im Land.
      Egal, ob der Klinikbetreiber kommunal, privat oder frei-gemeinnützig ist - mindestens kostendeckend sollten Krankenhäuser arbeiten. Ein gutes Management ist dafür ebenso wichtig wie eine gute Ausstattung mit Investitionsmitteln durch die öffentliche Hand. Fehlt eines oder beides, kommt die Klinik in Schwierigkeiten. Und das geschieht derzeit immer öfter.
      Gesundheitsökonomen betonen, das müsse so nicht sein. Ihre Lösung lautet: Die Zahl der Krankenhäuser zu reduzieren und sich auf weniger Standorte zu beschränken, die dafür größer und besser ausgestattet sind. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus dem Sommer 2019 kommt zu dem radikalen Schluss, dass mehr als die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser verzichtbar seien. Als Beispiel führen sie Dänemark an. Dort habe man mit einer großen Klinik-Strukturreform sehr gute Erfahrungen gemacht.
      Ist dieses Modell auf Deutschland übertragbar? Wo bleiben die Patienten dabei? Welche Lösungsansätze verfolgt die Politik? Und: Wieviel Kapitalismus verträgt das System Krankenhaus?

      Darüber diskutiert Anja Heyde mit folgenden Gästen:

      • Petra Grimm-Benne (SPD), Gesundheitsministerin Sachsen-Anhalt,
      • Prof. Dr. Reinhard Busse, Gesundheitsökonom an der TU Berlin,
      • Götz Ulrich (CDU), Landrat im Burgenlandkreis,
      • Dr. Axel Paeger, Vorstandsvorsitzender AMEOS-Gruppe und
      • Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Vorsitzender Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

      Bürgerreporter Stefan Bernschein spricht mit Bürgern aus Havelberg und Staßfurt über ihre Befürchtungen zu beabsichtigten Klinikschließungen bzw. reduzierten Versorgungsangeboten.

      "Fakt ist!" ist der politische Talk im MDR-Fernsehen. Das Thema der Woche wird hier diskutiert - kontrovers, emotional, hintergründig. Die Sendung kommt im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt und Dresden.
      In der Sendung sollen auch die Zuschauer zu Wort kommen - über Briefe, E-Mails, Web-Chat oder Straßenumfragen. Die Meinungen, Wünsche, Ängste der Menschen übermitteln unsere "Bürgermoderatoren" live im Studio an die prominenten Talk-Gäste.

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