• 23.01.2020
      23:35 Uhr
      Die lange Welle hinterm Kiel Spielfilm Deutschland / Österreich 2011 | MDR FERNSEHEN
       

      Auf einer Kreuzfahrt kommt es zur Begegnung zwischen Margarete Kämmerer und Martin Burian, der im 2. Weltkrieg unter Sudetendeutschen ein Blutbad anrichtete. Dabei kam auch Margaretes Ehemann ums Leben. Als sie erfährt, dass der Mörder ihres Gatten an Bord ist, will sie diesen endlich zur Rechenschaft ziehen.

      Donnerstag, 23.01.20
      23:35 - 01:03 Uhr (88 Min.)
      88 Min.

      Auf einer Kreuzfahrt kommt es zur Begegnung zwischen Margarete Kämmerer und Martin Burian, der im 2. Weltkrieg unter Sudetendeutschen ein Blutbad anrichtete. Dabei kam auch Margaretes Ehemann ums Leben. Als sie erfährt, dass der Mörder ihres Gatten an Bord ist, will sie diesen endlich zur Rechenschaft ziehen.

       

      Stab und Besetzung

      Prof. Martin Burian Mario Adorf
      Sylva Burian Veronica Ferres
      Margarete Kämmerer Christiane Hörbiger
      Sigi Klein Christoph Letkowski
      Carlo Zeppelini Michele Oliveri
      Franz Navratil Carl Achleitner
      Kapitän Wiederbornen Markus von Lingen
      Conferencier Dorian Steidl
      Margarete (jung) Kimberly Frances Reidl
      Burian (jung) Wolfgang Raudaschl
      Sepp Pichler Michael Steinocher
      Martins Bruder Erwin Reichel
      Regie Nikolaus Leytner
      Drehbuch Klaus Richter
      Pavel Kohout
      Musik Matthias Weber
      Kamera Hermann Dunzendorfer

      Die exzentrische Millionärin Margarete Kämmerer (Christiane Hörbiger) geht 1990 in Jakarta an Bord eines luxuriösen Kreuzfahrtschiffes. Es ist die letzte Reise der unheilbar Kranken, sie hat Krebs im Endstadium. Ihr Neffe Sigi (Christoph Letkowski) soll nach ihrem Tod die Asche seiner Tante ins Meer streuen - in die lange Welle hinter dem Kiel.

      Eines Abends weckt in ihr die Stimme eines älteren Herrn am Nachbartisch schmerzhafte Erinnerungen. Die Nachforschungen ihres Neffen bestätigen, dass mit Martin Burian (Mario Adorf) tatsächlich jener Tscheche an Bord ist, der 1945 im Sudetenland viele Deutsche liquidieren ließ - darunter Margaretes erster Mann Sepp Pichler (Michael Steinocher).

      Um ihren Seelenfrieden zu finden, muss Margarete dessen Mörder richten. Doch Sigi will das Unglück abwenden und weiht Burians Schwiegertochter Sylva (Veronica Ferres) in die Rachepläne seiner Tante ein.

      Sylva, die von ihrem Mann verlassen wurde und seither Selbstmordgedanken hegt, stellt ihren Schwiegervater zur Rede. Dabei erfährt sie eine ganz andere Version der damaligen Ereignisse: Pichler war ein strammer Nazi, der Burians Bruder auf dem Gewissen hatte. Bei dem Versuch, zwischen den Todfeinden zu vermitteln, kommen Sigi und Sylva einander näher und verbringen die Nacht miteinander.

      Am nächsten Morgen sind Margarete und Martin spurlos verschwunden.

      75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg - Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.

      Schuld und Sühne, Liebe und späte Vergebung: Das sind die Themen dieses ungewöhnlichen Melodrams nach dem gleichnamigen Roman des tschechisch-österreichischen Schriftstellers Pavel Kohout. Die "Traumschiff"-Kulisse täuscht eine Idylle vor: Christiane Hörbiger und Mario Adorf spielen zwei erbitterte Todfeinde, die sich im Zuge der Auflösung der politischen Machtblöcke im Jahr 1990 ihrer quälenden Vergangenheit stellen.
      Nikolaus Leytner, mehrfach ausgezeichnet für "Ein halbes Leben", inszenierte nach dem Buch von Klaus Richter. Gedreht wurde in Wien und Umgebung sowie in Sri Lanka.

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      23:35 - 01:03 Uhr (88 Min.)
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