• 05.12.2019
      22:05 Uhr
      artour Das Kulturmagazin des MDR | MDR FERNSEHEN
       

      Themen:

      • Die Macht der Ringe – Ausstellung "Ringe der Macht" in Halle
      • Porträt der Schriftstellerin Monika Maron
      • "Motherless Brooklyn" – Kriminalgeschichte mit Tiefgang
      • Das Buch "Rosenkranzkommunismus" über die Industrialisierung des Eichsfelds
      • Kulturkalender

      Moderation: Thomas Bille

      Donnerstag, 05.12.19
      22:05 - 22:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Die Macht der Ringe – Ausstellung "Ringe der Macht" in Halle
      • Porträt der Schriftstellerin Monika Maron
      • "Motherless Brooklyn" – Kriminalgeschichte mit Tiefgang
      • Das Buch "Rosenkranzkommunismus" über die Industrialisierung des Eichsfelds
      • Kulturkalender

      Moderation: Thomas Bille

       
      • Die Macht der Ringe – Ausstellung "Ringe der Macht" in Halle

      "Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden" - so heißt es im Vorspruch zu J.R.R. Tolkiens Trilogie "Der Herr der Ringe". Über die Macht von Ringen ist in der Menschheitsgeschichte viel erzählt, gerätselt und geforscht worden. "Ringe der Macht" heißt eine Ausstellung, die vor kurzem im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/Saale eröffnet wurde. Sie geht der Bedeutung von Ringen nach. Jüngstes Beispiel: Der über 800 Jahre alte Inschriftenring von Paußnitz, dessen merkwürdige Schriftzeichen erst vor wenigen Jahren entziffert werden konnten. Gefunden wurde er 1898 im heute sächsischen Paußnitz. Auf jeder der zwölf Seiten des Kleinods befindet sich ein Schriftzeichen. Diese Inschrift konnte 2002 erst entschlüsselt werden: Der Wortlaut ›NAINE MI XPS‹ (›Verneine mich, Christus‹) formuliert den Wunsch des Ringträgers nach der vollkommenen Selbstaufgabe für das Erlangen des Seelenheils. "artour" fragt nach der Geschichte und Bedeutung von Ringen als Machtsymbole. Wir sprechen unter anderem mit dem Leiter des Landesmuseums für Vorgeschichte, Harald Meller.

      • Porträt der Schriftstellerin Monika Maron

      Monika Maron, geboren 1941 in Kreuzberg, aufgewachsen in Ostberlin, ist eine der bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen ihrer Generation. Seit 40 Jahren veröffentlicht sie ihre Romane und Essaybände im Fischerverlag, mit konstant hohen Auflagen. Ihre Lesungen sind stets sehr gut besucht.
      Die ersten 37 Jahre lebte Maron in der DDR, als Stieftochter des DDR-Innenministers Karl Maron, dem sie in ihrem Roman "Stille Zeile 6" ein unrühmliches Denkmal setzt.
      In der DDR war sie zunächst als Reporterin für die Wochenzeitschrift "Für Dich" tätig, weithin bekannt wurde sie mit ihrem Roman "Flugasche", der in der DDR nicht erscheinen durfte und den 1981 der Fischer-Verlag verlegte. "Flugasche" war das erste "Umwelt-Buch" der DDR, in dem offen die Umweltsünden beklagt und angeprangert wurden. 30 Jahre später schrieb Maron mit ihrem Buch "Bitterfelder Bogen" eine heutige Bestandsaufnahme der damaligen Industriekloake.
      Maron verließ 1988 die DDR, mit einem Drei-Jahres-Visum. In ihren jüngsten Zeitungsveröffentlichungen äußert sie sich islamkritisch, die Religionsunabhängigkeit des Staates und ein emanzipiertes Frauenbild verteidigend. Errungenschaften, die auch der hiesige Islam ihrer Ansicht nach infrage stellt. Sie veröffentlicht regelmäßig Beiträge in FAZ, NZZ und Spiegel. Ihr 2018 veröffentlichter Roman "Murin oder Chaos im Kopf" wurde von der Literaturkritik zumeist in hohen Tönen gelobt. Ein Hinweis auf ein Porträt der Schriftstellerin in unserer Reihe "Lebensläufe".

      • "Motherless Brooklyn" – Kriminalgeschichte mit Tiefgang

      Lionel Essrog wuchs in einem Waisenhaus in New York auf. Irgendwann gerät Lionel unter die Fittiche von Frank Minna, einem Gangsterboss in Brooklyn. Minna ist für Essrog nicht nur Auftraggeber und Ernährer, sondern auch Familienersatz. Als eines Tages Minna auf offener Straße erschossen wird, bricht für Lionel zum zweiten Mal eine Welt zusammen, denn er verliert abermals seine "Familie". Essrog macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach den Hintergründen und Auftraggebern des Mordes an seinem Chef. Bei seinen Recherchen ist ihm sein Tourette-Syndrom im Wege: Lionel stößt unkontrolliert Laute aus, berührt Menschen in der Öffentlichkeit und muss Worte so lange in seinem Kopf hin und her drehen, bis sie für ihn einen Sinn ergeben.

      • Das Buch "Rosenkranzkommunismus" über die Industrialisierung des Eichsfelds

      Das Eichsfeld war ein politisches Ausnahmegebiet in der DDR, das die SED-Diktatur vor besondere Herausforderungen stellte, ja bis an den Rand der Verzweiflung trieb. Um die Einflusssphäre der katholischen Kirche zurückzudrängen und in der industriearmen Region die soziale, wirtschaftliche, aber auch kulturelle Infrastruktur auszubauen, beschloss die Partei 1959 den "Eichsfeldplan". Aus der katholischen Hochburg sollte eine sozialistische Industrieregion werden.

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      Donnerstag, 05.12.19
      22:05 - 22:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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