• 19.09.2019
      02:30 Uhr
      Babys und Bruchrechnung Junge Mütter auf der Schulbank | MDR FERNSEHEN
       

      Jenny, Nancy und Cindy gehen auf eine Schule. Die jungen Frauen aus Leipzig haben schon Kinder, aber selbst noch keine Ausbildung geschafft. Und die Chancen der Mütter auf einen Berufsabschluss und einen Job danach stehen schlecht. Sie steuern direkt auf eine "Hartz 4"-Karriere zu - obwohl sie das nicht wollen, wie sie sagen. Die Zahl schwangerer Teenager ist unter sozial Benachteiligten überall in Deutschland weiterhin hoch, obwohl das Durchschnittsalter aller Mütter steigt. Der Erfurter Soziologe Ronald Lutz hat sich mit dem Zusammenhang von Kinderwunsch, sozialer Benachteiligung und mangelhafter Ausbildung befasst.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 19.09.19
      02:30 - 03:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Neu im Programm

      Jenny, Nancy und Cindy gehen auf eine Schule. Die jungen Frauen aus Leipzig haben schon Kinder, aber selbst noch keine Ausbildung geschafft. Und die Chancen der Mütter auf einen Berufsabschluss und einen Job danach stehen schlecht. Sie steuern direkt auf eine "Hartz 4"-Karriere zu - obwohl sie das nicht wollen, wie sie sagen. Die Zahl schwangerer Teenager ist unter sozial Benachteiligten überall in Deutschland weiterhin hoch, obwohl das Durchschnittsalter aller Mütter steigt. Der Erfurter Soziologe Ronald Lutz hat sich mit dem Zusammenhang von Kinderwunsch, sozialer Benachteiligung und mangelhafter Ausbildung befasst.

       

      Jenny, Nancy und Cindy gehen auf eine Schule - und nicht nur die Namen klingen ähnlich. Die jungen Frauen aus Leipzig haben schon Kinder, aber selbst noch keine Ausbildung geschafft. Und die Chancen der Mütter auf einen Berufsabschluss und einen Job danach stehen schlecht. Sie steuern direkt auf eine "Hartz 4"-Karriere zu - obwohl sie das nicht wollen, wie sie sagen. Die Zahl schwangerer Teenager ist unter sozial Benachteiligten überall in Deutschland weiterhin hoch, obwohl das Durchschnittsalter aller Mütter steigt.

      In der Berufsförderschule N. 12 in Leipzig lassen sich Jenny, Nancy und Cindy ab und zu im Unterricht sehen. Diese Schule ist die mit den meisten jungen Müttern in Sachsen. Ein Superlativ, der den Lehrern Kopfzerbrechen beschert und wenig Zeit für Wissensvermittlung lässt. Denn die Alltagsprobleme der jungen Mütter, die meist aus sozial schwachen Familien kommen, dominieren den Schulalltag. Finanzielle Probleme, Gewalt in der Familie, Ärger mit dem Jugendamt bis hin zum Kindesentzug. Es ist nicht einfach, Mutter zu sein, wenn man selbst wenig Halt im Leben hat.

      Dabei wollte es zum Beispiel Nancy wirklich besser machen als ihre alkoholkranken Eltern. Aber sie verborgte ihr Baby, um tanzen zu gehen. Dann war in der Schule das Thema "Kindeswohlgefährdung" Thema. Und Jenny, die nach einer Drogen- und Knastkarriere endlich auf dem "richtigen Weg" war, hat ihren Lebenspartner rausgeschmissen und schafft es nun kaum, ihr Kind zu betreuen, pünktlich in der Berufsschule zu erscheinen und an ihrem Arbeitsplatz im Ausbildungsbetrieb.

      Der Erfurter Soziologe Ronald Lutz hat sich mit dem Zusammenhang von Kinderwunsch, sozialer Benachteiligung und mangelhafter Ausbildung befasst. "Exakt - Die Story" geht diesen Fragen nach: Warum wollen die jungen Frauen so früh Kinder - trotz eigener negativer Erfahrungen? Und welche Hilfen könnten ihr Scheitern verhindern? Wie groß sind die Chancen für junge Mütter dem Schicksal "Hartz 4" zu entrinnen?

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