• 13.09.2019
      03:05 Uhr
      artour - Das Kulturmagazin des MDR Moderation: Thomas Bille | MDR FERNSEHEN Mediathek
       
      • Die drei Leben der Clara Schumann - 200. Geburtstag Clara Schumanns am 13.9.
      • Die Deutschen und ihr Wald
      • "Systemsprenger" – Film über ein verzweifeltes Mädchen
      • Nachwendekinder

      Kulturkalender:

      • "Der Vorname", Premiere am 6.9. im Theater Naumburg
      • Festspiel der deutschen Sprache und Verweis auf Schwerpunkt "Sprache, Wandel, Werte"
      • Der 14.9. ist der 250. Geburtstag Alexander von Humboldts. In Altenburg gibt es aus diesem Anlass gleich 4 Sonderausstellungen, die den großen Forscher und seine Zeit aus verschiedenen Aspekten beleuchten: "Humboldt4". Wir schauen ins Naturkundemuseum Mauritianum und ins Lindenau-Museum.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 13.09.19
      03:05 - 03:35 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      • Die drei Leben der Clara Schumann - 200. Geburtstag Clara Schumanns am 13.9.
      • Die Deutschen und ihr Wald
      • "Systemsprenger" – Film über ein verzweifeltes Mädchen
      • Nachwendekinder

      Kulturkalender:

      • "Der Vorname", Premiere am 6.9. im Theater Naumburg
      • Festspiel der deutschen Sprache und Verweis auf Schwerpunkt "Sprache, Wandel, Werte"
      • Der 14.9. ist der 250. Geburtstag Alexander von Humboldts. In Altenburg gibt es aus diesem Anlass gleich 4 Sonderausstellungen, die den großen Forscher und seine Zeit aus verschiedenen Aspekten beleuchten: "Humboldt4". Wir schauen ins Naturkundemuseum Mauritianum und ins Lindenau-Museum.

       
      • Die drei Leben der Clara Schumann - 200. Geburtstag Clara Schumanns am 13.9.

      Clara Schumanns Lebensgeschichte ist zur Legende geworden. Ihre entsagungsreiche Kindheit, ihr außergewöhnliches Talent, ihre großen Erfolge als Pianistin, die frühe, gegen den Vater durchgesetzte Liebe zum Komponisten Robert Schumann und die Erziehung von sieben Kindern liefern genug Stoff für Mythen und Klischees: vom Wunderkind zum Idealweib romantisch verklärter Liebesvorstellungen, von der vorbildlichen Mutter bis hin zur verkannten Komponistin. Aber wer war Clara wirklich?
      Am 13. September 1819, vor zweihundert Jahren, wurde Clara Wieck, die spätere Frau Robert Schumanns, in Leipzig geboren. Anlässlich des 200. Geburtstags Clara Schumanns setzt sich eine Dokumentation mit ihrem Leben als Tochter eines strengen und ehrgeizigen Vaters, als Ehefrau eines berühmten Komponisten und als äußerst erfolgreiche Künstlerin auseinander. Spannende Einblicke in das Leben einer großen Künstlerin, die es sogar auf den „Hundertmarkschein" geschafft hat.
      Autorin: Babara Block

      • Die Deutschen und ihr Wald

      Es ist so weit. Wir sind mitten im Waldsterben 2.0. Das sei keine Panikmache, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner jüngst, der Deutsche Wald schwebe in großer Gefahr. Politiker aller Parteien versuchen, in einem wahlkämpferischen Aufbäumen und eiligsten Schnellpflanzungen den Deutschen Wald noch zu retten. Die Frage ist nur: Wie?
      Als in den 80er Jahren in Deutschland massiv die Fichtenwälder verödeten, wurden Entschweflungsanlagen in der Industrie und Katalysatoren in Autos zur Pflicht. So schnell gab es kostenintensive Umrüstungen in keinem anderen Bereich. Die Deutschen sind sehr empfindlich, wenn es um ihren Wald geht. Seit Tacitus hier vor 2000 Jahren die wilden Germanen entdeckte und Rotkäppchen dem Wolf begegnete, ist der Wald deutscher Mythos und eine Art Nationalheiligtum. Ein romantisch verklärter Ort der Freiheit, des Rückzugs und des Widerstands, in Dichtung und Philosophie eine Metapher des Unerklärlichen und Übernatürlichen. Ein Rückzugsort der Zeitvergessenheit, in dem man die Waldeinsamkeit finden kann und die Natur zum Menschen spricht. Heute, in der modernen globalisierten Gesellschaft, scheint davon nicht mehr viel geblieben zu sein. Der Wald ist eine Sammlung von Bäumen, Holzplantagen der Industrie, mit in Reih' und Glied angepflanzten Fichten und Kiefern.
      Wie sich die Beziehung der Deutschen zum Wald historisch herausgebildet hat, was sie bewirkte, ob es sie immer noch gibt und was gerade jetzt zu tun ist - darüber sprachen wir mit dem Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben und dem Philosophen und Literaturwissenschaftler Rüdiger Safranski.
      Autor: Dennis Wagner

      • "Systemsprenger" – Film über ein verzweifeltes Mädchen

      Man kennt sie: Kinder, die nicht hören, die ausflippen, sich an keine Ordnung und keine Regeln halten. Aber was ist mit den Kindern, die in kein System passen? Sie sind aus der Obhut der Familie gefallen und kommen nirgendwo an. Und die existierenden Unterstützer helfen nicht: Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule, Erziehungsheim. Es sind etwa fünf bis acht Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in Hilfesystemen wie der Jugendhilfe oder der Psychiatrie unterwegs sind, oft hilflose Helfer hinterlassen und in der Fachwelt als „Systemsprenger“ bezeichnet werden. Nicht selten begegnet die Gesellschaft diesen „Systemsprengern“ erst später, wenn sie im schlimmsten Fall als junge Erwachsene gewalttätig und als „Straftäter“ berühmt werden.
      Nun kommt Bennie ins Kino: Wild, unberechenbar, aggressiv. Ein neunjähriges Mädchen voller Energie und Wut, so dass ihre hilflose Mutter an ihr scheitert und die Verantwortung an andere abgibt. Bennie hat bereits mehrere Aufenthalte in der Psychatrie, in 27 Heimen und Wohnprojekten hinter sich. Nachdem sie praktisch jedes Programm, dass das System für Kinder wie sie bietet, durchlaufen hat, ist der Anti-Aggressionstrainer Micha, der sonst eigentlich mit straffälligen Jugendlichen arbeitet, die letzte Hoffnung. Micha fährt mit Benni für drei Wochen in die freie Natur, um sie intensiv pädagogisch zu betreuen. Kann er sie von ihrer selbstzerstörerischen Kraft erlösen?
      Der Film "Systemsprenger" der Regisseurin Nora Fingscheidt wurde bei der Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet und gerade als deutscher Beitrag für den Oscar eingereicht. Kinostart ist am 19. September.
      Autor: Lutz Pehnert

      • Nachwendekinder

      Sie haben in den 1980er Jahren irgendwo in Ostdeutschland das Licht der Welt erblickt und stehen oft vor ein und demselben Problem: Sie wuchsen auf in einem Land, das über weite Strecken nicht mehr die Heimat ihrer Eltern war. Die Wurzeln in die Vergangenheit: abgeschnitten. Die DDR-Identität: über Nacht ausradiert. Die Altvorderen schweigen sich aus oder flüchten in gängige Klischees: "Ich habe manchmal das Gefühl, dass die DDR entweder ein vierzig Jahre andauernder Sommerausflug an den See war oder ein niemals enden wollender Stasiknast", schreibt der Journalist Johannes Nichelmann, 1989 in Berlin-Pankow geboren, in seinem eben erschienenen Buch "Nachwendekinder". Er hat sich über Jahre auf Recherche begeben, in der eigenen Familie, aber auch bei manchen seiner Altersgenossen, deren bohrende Fragen nach der eigenen Herkunft unbeantwortet blieben.
      Autor: Tilman Jens

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