• 24.05.2017
      02:05 Uhr
      Die Kunstmühle Kleinhettstedt - die ihren Senf dazugeben Der Osten - Entdecke wo du lebst | MDR FERNSEHEN
       

      In der Senf- und Kunstmühle Kleinhettstedt wird Senf noch traditionell hergestellt: geschrotet, gemaischt und dann behutsam gemahlen. Nur noch wenige Mühlen gönnen sich diesen Senf-Luxus, den Luxus, langsam und mit viel Zeit zu mahlen. Müller Ulf Morgenroth hat den Anspruch von seinem Vater übernommen. Der von seinem Vater und der von seinem. Nein, so war es eben nicht. Zwar ist die Kleinhettstedter Mühle seit 1732 im Familienbesitz und mit Ulf steht inzwischen die neunte Generation an Walzenstühlen und Mühlsteinen, aber der Senf beherrscht erst seit knapp 20 Jahren das Fachwerkensemble im Ilmtal.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 24.05.17
      02:05 - 02:33 Uhr (28 Min.)
      28 Min.

      In der Senf- und Kunstmühle Kleinhettstedt wird Senf noch traditionell hergestellt: geschrotet, gemaischt und dann behutsam gemahlen. Nur noch wenige Mühlen gönnen sich diesen Senf-Luxus, den Luxus, langsam und mit viel Zeit zu mahlen. Müller Ulf Morgenroth hat den Anspruch von seinem Vater übernommen. Der von seinem Vater und der von seinem. Nein, so war es eben nicht. Zwar ist die Kleinhettstedter Mühle seit 1732 im Familienbesitz und mit Ulf steht inzwischen die neunte Generation an Walzenstühlen und Mühlsteinen, aber der Senf beherrscht erst seit knapp 20 Jahren das Fachwerkensemble im Ilmtal.

       

      Die kleinen braunen Tontöpfe stehen eng nebeneinander. Jeder ist gefüllt mit einer Würzpaste, die schon Römern und Chinesen schmeckte, und die den Thüringern genauso wichtig ist wie ihre Rostbratwurst - denn ohne Senf geht hier nichts. In der Senf- und Kunstmühle Kleinhettstedt wird Senf noch traditionell hergestellt: geschrotet, gemaischt und dann behutsam gemahlen. Nur noch wenige Mühlen gönnen sich diesen Senf-Luxus, den Luxus, langsam und mit viel Zeit zu mahlen. Müller Ulf Morgenroth hat den Anspruch von seinem Vater übernommen. Der von seinem Vater und der von seinem. Nein, so war es eben nicht. Zwar ist die Kleinhettstedter Mühle seit 1732 im Familienbesitz und mit Ulf steht inzwischen die neunte Generation an Walzenstühlen und Mühlsteinen, aber der Senf beherrscht erst seit knapp 20 Jahren das Fachwerkensemble im Ilmtal.

      Jahrhundertelang war es Getreidemühle, Sägemühle, sogar Gipsmühle. Dann konzentrierte sich Müllerfamilie Morgenroth aufs Getreide - Roggen und Weizen, in guten Zeiten bis zu 65 Tonnen täglich. Sie verkraftete Missernten und Überschwemmungen. Sie arbeitete sogar weiter in der Mühle als die 1972 über Nacht enteignet und in Volkseigentum überführt wurde. Die Mühle läuft. Immer. Doch nach der Wende steht sie still. Die Treuhand demontiert einen Teil der Mühlentechnik. Was bleibt, ist zu klein, um bei den Großen mithalten zu können und zu groß für Kleinhandwerk. Morgenroths achte Familiengeneration muss sich entscheiden. Dann sortiert Ulfs Vater Friedrich Morgenroth das Familien-Mühlen-Archiv und findet das Rezept, mit dem die Zukunft gemeistert werden kann.

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