• 21.05.2017
      08:00 Uhr
      Einfach nur teilhaben Film von Heike Bittner | MDR FERNSEHEN
       

      Ein neues Gesetz, das die Teilhabe behinderter Menschen am Leben regelt, wurde Ende 2016 verabschiedet.- das Bundesteilhabegesetz. Es gab viele Diskussionen und Proteste: Behinderte demonstrierten regelmäßig, ketteten sich an, verfassen Petitionen: Das Gesetz wäre so, wie es ist, nicht "ihr Gesetz". Ein individuelles Leben könnte noch schwerer werden, als es sowieso schon ist. Und: wo es möglich ist zu sparen, wird noch mehr gespart als bisher.

      Sonntag, 21.05.17
      08:00 - 08:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Ein neues Gesetz, das die Teilhabe behinderter Menschen am Leben regelt, wurde Ende 2016 verabschiedet.- das Bundesteilhabegesetz. Es gab viele Diskussionen und Proteste: Behinderte demonstrierten regelmäßig, ketteten sich an, verfassen Petitionen: Das Gesetz wäre so, wie es ist, nicht "ihr Gesetz". Ein individuelles Leben könnte noch schwerer werden, als es sowieso schon ist. Und: wo es möglich ist zu sparen, wird noch mehr gespart als bisher.

       

      Ein neues Gesetz, das die Teilhabe behinderter Menschen am Leben regelt, wurde Ende 2016 verabschiedet.- das Bundesteilhabegesetz. Es gab viele Diskussionen und Proteste: Behinderte demonstrierten regelmäßig, ketteten sich an, verfassen Petitionen: Das Gesetz wäre so, wie es ist, nicht "ihr Gesetz". Ein individuelles Leben könnte noch schwerer werden, als es sowieso schon ist. Und: wo es möglich ist zu sparen, wird noch mehr gespart als bisher.

      Hinter all den Gesetzestexten verbergen sich einzelne Menschen, für die es gemacht werden soll. Kathrin Fickardt aus Heldrungen erlebt seit zwei Jahren, wie schwer es schon ohne neues Bundesteilhabegesetz ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Seit zwei Jahren kämpft sie darum, 24h-Assistenten bewilligt zu bekommen. Mancherorts ist das kein Problem, wie in den Großstädten Berlin oder Dresden, doch bei ihr in Heldrungen, im Kyffhäuserkreis, sieht das anders aus. Kathrins Mutter ist 83. Sie hat bisher die täglichen Notwendigkeiten übernommen. Und ein großer Freundeskreis stützt Kathrin unentgeltlich. So kann es nicht weiter gehen: Die Mutter wird schwächer, Kathrin droht eine Heimunterbringung. Kathrin will: Leben - trotz Rollstuhl, trotz Muskelschwunderkrankung. Sie will lachen, anderen etwas geben, dabei sein wie jeder andere Mensch auch - soweit es ihr mit Rollstuhl und schwindenden körperlichen Kräften möglich ist. Und sie hofft wie viele in ihrer Situation, dass ein neues Gesetz Verbesserungen bringt statt Verschlechterungen.

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