• 17.12.2018
      23:05 Uhr
      Das Kaninchen bin ich Spielfilm DDR 1965 | MDR FERNSEHEN
       

      Ost-Berlin nach dem Mauerbau. Die kesse 19-jährige Kellnerin Maria findet bei dem viel älteren Paul Deister ihre erste wirklich große Liebe. Doch dann erfährt sie, dass Paul der Richter ihres Bruders war, der ihn wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilte. Sie versucht beides voneinander zu trennen, doch je mehr sie Paul kennen lernt, desto weniger gelingt es.

      Montag, 17.12.18
      23:05 - 00:55 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      Ost-Berlin nach dem Mauerbau. Die kesse 19-jährige Kellnerin Maria findet bei dem viel älteren Paul Deister ihre erste wirklich große Liebe. Doch dann erfährt sie, dass Paul der Richter ihres Bruders war, der ihn wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilte. Sie versucht beides voneinander zu trennen, doch je mehr sie Paul kennen lernt, desto weniger gelingt es.

       

      Stab und Besetzung

      Maria Morzeck Angelika Waller
      Paul Deister Alfred Müller
      Tante Hete Ilse Voigt
      Dieter Morzeck Wolfgang Winkler
      Der Bürgermeister Helmut Schellhardt
      Gabriele Deister Irma Münch
      Grambow   Rudolf Ulrich
      Edith Grambow Annemarie Esper
      Herbert Wolf Hans Hardt-Hardtloff
      Major Helmrich Christoph Engel
      Kellner Oskar Willi Narloch
      Polizist im Gerichtssaal Walter Lendrich
      Schuldirektor   Walter Jupé
      Vorsitzender des Gerichts Peter Borgelt
      Regie Kurt Maetzig
      Buch Manfred Bieler
      Musik Reiner Bredemeyer
      Gerhard Rosenfeld
      Kamera Erich Gusko

      Die elternlose Maria Morzeck lebt bei ihrer Tante Hete und arbeitet als Kellnerin im "Bayrisch-Zell". Eigentlich wollte sie Slawistik studieren und Dolmetscherin werden. Doch weil ihr Bruder Dieter wegen "staatsgefährdender Hetze" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, ließ man sie nicht zum Studium zu. Durch puren Zufall lernt Maria Paul Deister kennen, ihre erste große Liebe. Als sich herausstellt, dass er der Richter ihres Bruders ist, versucht sie, diese Liebe nicht mit Dieters Fall zu belasten. Doch je näher sie Paul kennen lernt, desto mehr Fragen drängen sich ihr auf.

      Sie merkt, dass er Menschen ebenso wie Gesetze nur für seine Karriere benutzt. Sie schreit ihm ihre Verachtung ins Gesicht und verlässt ihn enttäuscht. Als der vorzeitig entlassene Bruder von dem Verhältnis erfährt, schlägt er seine Schwester zusammen. Maria zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und ist entschlossen, um ihren Studienplatz zu kämpfen.

      Kurt Maetzig, einer der renommiertesten DEFA-Regisseure, glaubte nach dem Bau der Mauer, dass man kritischer mit dem DDR-Alltag im Film umgehen könne. Er wolle etwas "vom Lebensgefühl der jungen Generation vermitteln und zwar ohne Schablone und ins Bild gesetztes Wunschdenken", erklärte er während der Dreharbeiten. Doch er hätte gewarnt sein müssen - schon die literarische Vorlage, ein Roman von Manfred Bieler, durfte nicht erscheinen, auch Maetzigs Film wurde verboten. Dies geschah im Zusammenhang mit dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1965, wo Walter Ulbricht alle ihm nicht genehmen Gegenwartsfilme als "Kaninchenfilme" beschimpfte. Der Film erlebte erst im November 1989 seine Kinopremiere - und das Publikum war erstaunt ob des entlarvenden Humors, mit dem die klarsichtige Gesellschaftskritik vermittelt wurde.

      Auch die ausgezeichneten Darstellerleistungen überzeugten, unter ihnen Wolfgang Winkler. Der gebürtige Görlitzer absolviert eine Ausbildung als Lokführer, bevor er an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg studiert. "Das Kaninchen bin ich" ist sein Leinwanddebüt. Mit zahlreichen Fernsehrollen wird der Schauspieler einem breiten Publikum bekannt. Von 1996 bis 2013 ermittelt er erfolgreich an der Seite von Jaecki Schwarz als Hauptkommissar Herbert Schneider in der Krimireihe "Polizeiruf 110" des MDR. Seit 2015 spielt er eine Hauptrolle in der Serie "Rentnercops". Daneben wirkt er immer wieder in Fernsehfilmen mit, steht auf der Theaterbühne und geht gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Jaecki Schwarz auf Lesetour.

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      Montag, 17.12.18
      23:05 - 00:55 Uhr (110 Min.)
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