• 23.10.2018
      21:15 Uhr
      Panorama 3 Moderation: Susanne Stichler | NDR Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Wohnkosten werden von Jobcentern nicht ausreichend übernommen
      • Die Vernachlässigung des öffentlichen Nahverkehrs im Norden
      • Gemeinde nutzt Tropenholz zur Brückensanierung
      • Gewalt an Schulen: Gedanken eines Schulsozialarbeiters

      Dienstag, 23.10.18
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Wohnkosten werden von Jobcentern nicht ausreichend übernommen
      • Die Vernachlässigung des öffentlichen Nahverkehrs im Norden
      • Gemeinde nutzt Tropenholz zur Brückensanierung
      • Gewalt an Schulen: Gedanken eines Schulsozialarbeiters

       
      • Wohnkosten werden von Jobcentern nicht ausreichend übernommen

      Monika Nitzschke wohnt seit sieben Jahren in einer Mietswohnung in Göttingen. Vor einiger Zeit erhöht ihre Vermieterin die Miete um rund 70 Euro. Doch das Jobcenter weigert sich, der Hartz IV-Empfängerin den Mietanstieg zu zahlen. Der neue Preis liege über den „angemessenen“ Kosten für Hartz IV-Empfänger. Aber Monika Nitzschke findet in Göttingen keine „angemessene“ Wohnung zu den vorgegebenen Preisen. Jetzt soll ihre Wohnung geräumt werden. „Ich stehe vor der Obdachlosigkeit“, erzählt die 56-Jährige unter Tränen.

      Hartz IV-Empfängern zahlt der Staat die Wohnkosten. Allerdings werden laut Bundesgesetzgebung nur „angemessene“ Kosten bezahlt. Was aber unter „angemessen“ zu verstehen ist, hat der Gesetzgeber nicht näher bestimmt. Deshalb müssen die Landkreise bestimmen, welche Mietkosten sie „angemessen“ finden. Nach Panorama 3-Recherchen nutzen einige Kreise diese Möglichkeit offenbar, um die „angemessenen“ Wohnkosten für Hartz-IV-Empfänger besonders niedrig zu berechnen. Private Gutachter-Firmen erstellen im Auftrag der Landkreise sogenannte „schlüssige Konzepte“ und berechnen, wie viel eine Wohnung für einen Hartz-IV-Empfänger kosten darf. Mit der Realität auf dem Wohnmarkt haben diese Berechnungen aber oft nichts zu tun. Und das obwohl diese Kosten-Berechnungen nach den Urteilen der Sozialgerichte in einigen Landkreisen rechtswidrig sind, wenden die Jobcenter sie weiter an. Mit fatalen Folgen für die Hartz-IV-Bezieher.

      • Die Vernachlässigung des öffentlichen Nahverkehrs im Norden

      In Hamburg werden nur rund 22 Prozent der Wege mit dem ÖPNV zurückgelegt. Das ist mehr als in vielen anderen norddeutschen Städten. Und das ist im Vergleich sogar noch viel. In Bremen werden 14%, in Schwerin 15% und in Hannover werden 19% der Strecken mit dem öffentlichen Nahverkehr bewältigt. Schlusslicht unter den Landeshauptstädten im Norden ist Kiel mit nur 10%. Gleichzeitig steigen die Zahlen der zugelassenen PKW in nahezu allen norddeutschen Großstädten. Von der viel beschworenen Verkehrswende ist man im Norden damit noch weit entfernt. Der Grund: Vielerorts ist der Umstieg vom Auto auf den Nahverkehr einfach unattraktiv. Wir zeigen, warum der Norden die Verkehrswende bislang nicht schafft und wie es besser laufen kann.

      • Gemeinde nutzt Tropenholz zur Brückensanierung

      Seit Jahren will die Gemeinde Deutsch Evern bei Lüneburg ihre Fußgängerbrücke über die Bahngleise sanieren. Weil der Gemeinde Eichenholz zu teuer ist, ist das Bauwerk mit Tropenholz erneuert worden. Umweltschützer vor Ort kritisieren das. Die Gemeinde beruft sich auf ein Nachhaltigkeitssiegel. Doch das verwendete Bongossi-Holz stammt vom afrikanischen Tropenbaum Lophira Alata. Auf einer roten Liste gefährdeter Arten wird dieser Baum als bedroht eingestuft. Heißt: Es gibt ein hohes Risiko, dass der Tropenbaum mittelfristig in der freien Natur ausstirbt.

      • Gewalt an Schulen: Gedanken eines Schulsozialarbeiters

      Erst auf dem Schulhof verprügelt und dann auch noch im Netz verhöhnt – die Gewalt an Schulen ist nicht unbedingt mehr geworden, aber sie hat heute eine andere Qualität als früher. Das beobachtet Holger Hülsemann, Diplomsozialpädagoge. Er hilft Schülern und Lehrern bei Auseinandersetzungen.

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      Dienstag, 23.10.18
      21:15 - 21:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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