• 23.10.2018
      11:30 Uhr
      Typisch! Arne - Der Bordsteinschrauber NDR Fernsehen
       

      Fotoassistentin Tini arbeitet seit knapp 25 Jahren für den Promi- und Werbefotografen Arne Weychardt und kennt ihn wie kein anderer. Die 44-Jährige begleitet ihn auch in seinem neuen, zweiten Leben: als Schrauber von alten Autos, direkt am Bordstein vor Arnes Wohnung in Hamburg-Altona. Seine Geschäftsidee: alte Autos retten, mit wenigen Mitteln in Do-it-yourself-Manier am Bordstein flott machen und sie dann an Leute vermieten, die gar kein Auto mehr haben.

      Dienstag, 23.10.18
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Fotoassistentin Tini arbeitet seit knapp 25 Jahren für den Promi- und Werbefotografen Arne Weychardt und kennt ihn wie kein anderer. Die 44-Jährige begleitet ihn auch in seinem neuen, zweiten Leben: als Schrauber von alten Autos, direkt am Bordstein vor Arnes Wohnung in Hamburg-Altona. Seine Geschäftsidee: alte Autos retten, mit wenigen Mitteln in Do-it-yourself-Manier am Bordstein flott machen und sie dann an Leute vermieten, die gar kein Auto mehr haben.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Frederik Keunecke
      Redaktion Birgit Schanzen

      Fotoassistentin Tini (44) arbeitet seit knapp 25 Jahren für den Promi- und Werbefotografen Arne Weychardt und kennt ihn wie kein anderer. Sie war dabei, als er Angela Merkel, Helmut Schmidt, Clint Eastwood und Silvester Stallone fotografiert hat. Und sie begleitet ihn auch in seinem neuen, zweiten Leben: als Schrauber von alten Autos, direkt am Bordstein vor Arnes Wohnung in Hamburg-Altona. "Wenn alle ratlos vor der geschlossenen Schranke stehen und keiner macht was, dann nimmt Arne seinen Schraubenzieher und montiert das Ding ab. So, dass alle weiterfahren können", sagt Tini über ihren Kollegen.

      Die Medienbranche hat sich verändert, die Tagessätze für professionelle Fotografen sind gesunken, seitdem jeder meint, er könne mit seinem Smartphone scharfe Fotos machen. Also musste für Fotograf Arne ein zweites Standbein her, das ihn auch dann noch ernährt, wenn er eines Tages vielleicht von der Fotografie nicht mehr leben kann.

      Die Leidenschaft für alte Autos hat den gebürtigen Kieler vor vier Jahren bei einem Urlaub in Malaysia gepackt. Ihm fiel auf, dass dort noch die ganzen alten Autos herumfahren, die hierzulande bereits längst für den Schrottplatz fällig sind. Und die Karossen aus deutscher Wertarbeit, die in Asien die Taxifahrer und ihre Kunden noch immer sicher zum Ziel bringen, haben weit mehr als 300.000 Kilometer auf dem Tacho.

      Grund genug für Arne, seinen Neuwagen zu verkaufen und dafür drei alte Mercedes Benz anzuschaffen. Doch was tun mit so vielen Autos? Er kann ja nicht alle gleichzeitig fahren. So war die Idee für sein zweites berufliches Standbein geboren: "Rent an Oldie". Seine Geschäftsidee: alte Autos retten, mit wenigen Mitteln in "Do-it-yourself-Manier" am Bordstein flott zu machen und sie dann zu vermieten an Leute, die gar kein Auto mehr haben.

      "Car Sharing ist ein Trend. Warum ein Auto kaufen, wenn man nur ab und zu eines braucht?", fragt Arne. Und warum ein neues Auto fahren, wenn die alten Autos nach ein paar Instandsetzungsarbeiten zu einem zweiten Leben erblühen? Der 52-jährige hat auch ökologische Argumente für sein Business mit den alten Wagen.

      Arne ist Autodidakt, was die Schrauberei betrifft. Das Know-how holt er sich von seinem Kumpel Rudi, einem früheren Kfz-Mechaniker, oder in Anleitungsvideos im Internet. "Wie man einen Scheinwerfer wechselt oder einen Sitz ausbaut, alles findet man im Internet. Ich frage mich, warum die Leute das so wenig nutzen!"

      Eine Werkstatt braucht man dazu nicht. Arne reicht der Bürgersteig und seine private Dusche. "Was zu dreckig ist, um gleich eingebaut zu werden, etwa Ersatzteile, die ich auf dem Schrottplatz ausbaue, das mach ich bei mir im Bad sauber. Das geht einfach und kostet nichts."

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      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
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