• 08.02.2013
      13:30 Uhr
      Die wunderbare Welt der Pilze Naturfilm | NDR Fernsehen
       

      Drei Jahre lang war der erfahrene Naturfilmer Karlheinz Baumann zusammen mit Autor Volker Arzt auf Pilzsuche. In den Wäldern Australiens und Amerikas, in der heißen Wüste und der eisigen Arktis und im heimischen Wald. Wo immer Baumann fündig wurde, ist es dank seiner außergewöhnlichen Kameraarbeit vorbei mit der beschaulich geruhsamen Welt der Pilze. Dann schießen sie tatsächlich aus dem Boden; dann spannen sie energisch ihre Schirme auf oder fallen Pflanzen und Tiere an. Karlheinz Baumann nimmt uns mit in den Untergrund, wo Pilze als "Fadenwesen" ein verworrenes und finsteres Leben führen.

      Freitag, 08.02.13
      13:30 - 14:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Drei Jahre lang war der erfahrene Naturfilmer Karlheinz Baumann zusammen mit Autor Volker Arzt auf Pilzsuche. In den Wäldern Australiens und Amerikas, in der heißen Wüste und der eisigen Arktis und im heimischen Wald. Wo immer Baumann fündig wurde, ist es dank seiner außergewöhnlichen Kameraarbeit vorbei mit der beschaulich geruhsamen Welt der Pilze. Dann schießen sie tatsächlich aus dem Boden; dann spannen sie energisch ihre Schirme auf oder fallen Pflanzen und Tiere an. Karlheinz Baumann nimmt uns mit in den Untergrund, wo Pilze als "Fadenwesen" ein verworrenes und finsteres Leben führen.

       

      Pilze sind keine Pflanzen; sie können sich nicht von Sonnenenergie ernähren. Sie setzen ganz auf Chemie und produzieren ein Arsenal hochaktiver Substanzen, um Nährstoffe und Mineralien aus den unterschiedlichsten Böden herauszulösen. Manche ihrer Chemieprodukte sind für uns giftig, andere wirken heilend oder berauschend. Wieder andere sorgen für Würze und Aroma.

      Schon der Eismensch "Ötzi" trug einen Pilz am Lederband um den Hals. Als Droge? Als Talisman? Vieles spricht dafür, dass er zu Ötzis Hausapotheke gehörte - als probates Mittel gegen Magenschmerzen. Ein unscheinbarer Getreidepilz hingegen vergiftete Millionen von Menschen: verdorrte Gliedmaßen; Wahnvorstellungen; schließlich ein qualvoller Tod. Sie galt als Strafe Gottes, bis man Jahrhunderte später den Mutterkornpilz als Übeltäter erkannte.

      Pilze sind "Meister der Chemie". Kommen sie mit mikroskopisch kleinen Algen zusammen, werden sie zu widerstandsfähigen "Mischwesen", Flechten, die selbst arktischer Kälte und glühender Hitze trotzen. Das Zusammenspiel zwischen Pilzen und Bäumen nutzt beiden: Die Pilzfäden liefern Wasser und Mineralien an den Baum und empfangen Zuckerstoffe von den Baumwurzeln. Eine Symbiose, die seit 400 Millionen Jahren erfolgreich arbeitet. 90 Prozent aller Pflanzen profitieren auf diese Weise von der wunderbaren Welt der Pilze.

      Ein absoluter Superlativ unter den Pilzen ist der riesige Hallimasch. Karlheinz Baumann macht eine Exkursion zum größten Pilz der Erde in den National Forrest von Oregon. Der Hallimasch reicht bis einen Meter tief in die Erde und hat eine Fläche, die etwa 1.000 Fußballfeldern entspricht. Sein Gewicht wird auf 600 Tonnen geschätzt.

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