• 13.03.2012
      23:30 Uhr
      Weltbilder Auslandsmagazin - Moderation: Julia-Niharika Sen | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Portugal / Angola: Flüchten vor der Eurokrise
      • Uganda: Wenn Kindersoldaten zur Familie zurückfinden
      • China: Der Preis der Jeanshose
      • Kuba: Wie läuft die Privatisierung?
      • Schweiz: Wo sind die griechischen Millionen?

      Dienstag, 13.03.12
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Portugal / Angola: Flüchten vor der Eurokrise
      • Uganda: Wenn Kindersoldaten zur Familie zurückfinden
      • China: Der Preis der Jeanshose
      • Kuba: Wie läuft die Privatisierung?
      • Schweiz: Wo sind die griechischen Millionen?

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktion Bettina Schön Karin Dohr
      • Portugal / Angola: Flüchten vor der Eurokrise - Autoren: Ulli Neuhoff und Hendrik Backhus

      Der Schuldenschnitt Griechenlands scheint geglückt - der Weg für das zweite Euro-Rettungspaket der EU ist dadurch frei. Die Krise ist dadurch aber längst nicht vorbei, in Griechenland nicht und auch nicht in anderen europäischen Ländern, deren Einwohner vor einem ähnlichen Absturz bangen müssen. Portugal gilt vielen Beobachtern als mögliches nächstes "Griechenland". Schon jetzt haben die harten Sparmaßnahmen, die von der EU gefordert werden, das Land in die tiefste Rezession seit Ende der Diktatur in den 1970er-Jahren gestürzt.
      Vor allem junge, gut gebildete Menschen sehen keine Perspektive mehr. Rund 100.000 Portugiesen haben ihr Land in den letzten vier Jahren ausgerechnet in Richtung Afrika verlassen. Die ehemalige portugiesische Kolonie Angola,
      inzwischen ein boomender Staat, bietet ihnen Sicherheit und Zukunft. Eine Riesenchance für die europäischen
      Wirtschaftsflüchtlinge - selbst wenn sie dafür Heimat und Kinder zurücklassen müssen.

      • Uganda: Wenn Kindersoldaten zur Familie zurückfinden - Autor: Johannes Meier

      Seit mehr als 20 Jahren verbreitet Joseph Kony Schrecken und Grauen in den Wäldern zwischen Uganda, Kongo und Sudan: Er sieht sich selbst als Messias, seine Rebellentruppen nennen sich "Widerstandsarmee des Herrn". Die Zentrale der Milizen um Kony wird mittlerweile im Dschungel des Kongo vermutet, doch immer wieder brechen seine Kämpfer von dort aus zu Raubzügen auf: Sie plündern wahllos Dörfer, töten die Bauern, vergewaltigen Frauen und verschleppen Kinder. Diese Kinder müssen das Töten lernen, werden als Soldaten und Sexsklaven missbraucht. Nur wenigen gelingt die Flucht in die Freiheit, zurück in ihre Familien - Autor Johannes Meier hat ehemalige
      Opfer auf ihrem schwierigen Weg zurück ins Leben begleitet.
      Thomas Kony wird schon lange gesucht, selbst der Internationale Strafgerichtshof hat 2005 einen Haftbefehl wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit ausgestellt. Doch der Schlächter entkommt immer wieder. Eine Kampagne im
      Internet hat es sich nun zum Ziel gesetzt, den Rebellenführer zu fassen. Der Druck auf die Politik soll durch emotionale Filme und Erzählungen verstärkt werden. Auf "YouTube" wurde das Video "Kony 2012" schon millionenfach angeklickt.

      • China: Der Preis der Jeanshose - Autor: Christian Jentzsch

      Beim Jeansneukauf achtet man auf vieles: den Schnitt, die Farbe und nicht zuletzt den Preis. Günstig sollen die Hosen sein - aber auch möglichst modisch. Und das heißt oft gebleicht, mit Sand bestrahlt oder künstlich aufgerissen. Was dieseTrends für die Produzenten in fernen Ländern bedeuten, wissen die Konsumenten nicht so genau. Doch NDR-Autoren ist es gelungen, in die sonst streng nach außen abgeschirmten Jeans-Werkstätten Südchinas vorzudringen. Die Bilder und Interviews, die sie mitbringen, zeigen den hohen Preis, den die Arbeiter vor
      Ort zahlen. Der Raubbau an Mensch und Natur ist ungeheuerlich - dabei gäbe es durchaus auch schonendere und
      nachhaltigere Möglichkeiten sich einzukleiden.

      • Kuba: Wie läuft die Privatisierung? - Autorin: Galina Breitkreuz

      Nach 53 Jahren Sozialismus probt Kuba den Kapitalismus. Kubas Wirtschaft ist am Ende, der Staat muss seine Beamten und Angestellten entlassen - ausgerechnet in die Privatwirtschaft. Wohnungen und Häuser, früher vom Staat gemietet, wurden über Nacht zum Privateigentum. Staatlich verordnet und streng kontrolliert sollen Kubaner sich nun selbständig machen dürfen. 178 Lizenzen werden vergeben - vom Orangenschäler zum Restaurantbetreiber. Damit sollen die Opfer der Massenentlassungen aus den Staatsbetrieben aufgefangen werden, denn inzwischen ist jeder fünfte Kubaner ohne Arbeit. Nicht allen gelingt der Start in die neu verordnete Marktwirtschaft, viele aber haben die Chance wahrgenommen.

      Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ.
      Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.

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      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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