• 13.03.2012
      06:00 Uhr
      Rund um den Michel 100 Prozent Hamburg - Moderation: Susann Atwell | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Einsatz Labskaus
      • Mühlsteinkragen und Hamburger Ornat - Wie ein Modegag mehr als 400 Jahre übersteht
      • Tierpfleger in dritter Generation
      • Das Modelabel Herr von Eden
      • Hamburg als Marke - hui oder pfui?

      Dienstag, 13.03.12
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Einsatz Labskaus
      • Mühlsteinkragen und Hamburger Ornat - Wie ein Modegag mehr als 400 Jahre übersteht
      • Tierpfleger in dritter Generation
      • Das Modelabel Herr von Eden
      • Hamburg als Marke - hui oder pfui?

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Susann Atwell
      Redaktion Susanne / Nielsen Dobke
      • Einkaufspassagen in Hamburg - trockenen Fußes spazieren gehen
      • HSV-Grillpavillon
      • Gesellschaft "Harmonie" von 1789
      • Hamburger Seilschaften
      • Teekontor im Wasserschloss

      • Einsatz Labskaus

      Kochen gehört bei der Feuerwehr genauso dazu wie Brände löschen oder eine gute Ausbildung. Beim Hamburger Traditionsgericht Labskaus braucht man aber schon etwas Lokalpatriotismus, denn wohl kaum ein Gericht hat so ein Imageproblem und wird so unterschätzt. Die Zutaten: Corned Beef, Rollmops, Gurke, Spiegelei. Feuerwehrmann Björn Horstmann hat es gewagt und für seine Kollegen von der Feuerwache Barmbek Labskaus gekocht. Das ist vor allem dann schwierig, wenn mittendrin plötzlich ein Wohnungsbrand zum Ausrücken zwingt.

      • Mühlsteinkragen und Hamburger Ornat - Wie ein Modegag mehr als 400 Jahre übersteht

      Er kitzelt am Hals, wirkt etwas grotesk und unzeitgemäß und doch ist er seit Jahrhunderten der ganze Stolz der Hamburger Pastoren. "Rund um den Michel" schlüpft durch den Mühlsteinkragen in die einzigartige Geschichte eines besonders traditionsreichen Accessoires. Zu sehen ist, wie die "Kröse", als Teil des sogenannten Hamburger Ornats hergestellt wird. Ein Händler aus Hamburg-Hamm vertreibt diese seltenen Kragen bis nach Skandinavien. Und "Rund um den Michel" berichtet darüber, warum die ursprünglich aus dem Spanien der Renaissance stammende Halskrause ausgerechnet im Norden die meisten Anhänger fand und findet.

      Tierpfleger in dritter Generation
      Von Hamburg in die Welt - besser kann man den Erfolgsweg des Hamburger Traditionszoos nicht beschreiben. Im Jahr 1906 eröffnete Carl Hagenbeck den ersten gitterlosen Tierpark der Welt in Hamburg-Stellingen. Dieses neue Konzept galt seither als Vorbild für andere Zoos und Tierparks in Europa. Die Familie Hagenbeck führt das Unternehmen bis heute. Aber was wäre der Tierpark ohne seine Mitarbeiter. Volker Friedrich ist einer von ihnen. Er ist Tierpfleger bei Hagenbeck, er hat dort gelernt und lebt für seine Tiere - und das seit fast 40 Jahren.

      • Das Modelabel Herr von Eden

      Hanseaten legen bekanntlich Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Bent Angelo Jensen hat schon als Teenager ausschließlich Anzüge getragen und hat später aus diesem Bedürfnis einen Beruf gemacht. Ohne jede Ausbildung hat er das Hamburger Modelabel "Herr von Eden" gegründet, das mittlerweile auf so berühmte Kunden wie Jan Delay, Thomas Gottschalk und sogar amerikanische Stars wie Susan Sarandon oder Lady Gaga zählen kann.

      • Hamburg als Marke - hui oder pfui?

      Hamburg-Taschen, Hamburg-Becher, Hamburg-Seife, Hamburg-Fußmatten - für jeden Freund der Hansestadt gibt es ein Stück zum Mitnehmen. Hammaburg und Hamburg-Schriftzug zieren Sweatshirts, Pullis oder Regenjacken. Marketing-Experten meinen, Hamburg sei ein Vorzeigebeispiel für die Führung einer Stadtmarke. Trendforscher sagen, das inflationäre Ausmaß an Hamburg-Artikeln sei Ausdruck einer neuen deutschen Heimatliebe. Modemacher aus der Marktstraße machen sich ihren eigenen Reim auf den Hamburg-Trend. Auf ihren Shirts steht: "Humbug".

      • Einkaufspassagen in Hamburg - trockenen Fußes spazieren gehen

      Schon 1843 entstand die erste große Einkaufspassage zwischen Nordsee und Alpen: "Sillem's Bazar", der mit seinem englischen Apostroph "s" offenbar seine Internationalität betonen wollte und an Vorbilder in Paris und London anknüpfte. Den Anstoß zu seinem Bau gab eine Katastrophe: der Hamburger Brand. Plötzlich bot eine riesige Brache Platz für eine radikal neue Stadtplanung. Heute durchzieht ein einzigartiges Netz attraktiver Durchgänge und Galerien die Hamburger City und gestattet den Bürgern nicht nur einen regensicheren Einkauf sondern auch einen faszinierenden Spaziergang vom 19. Jahrhundert, durch die Postmoderne in die jüngste Gegenwart, in der gerade neue, elegante Passagen entstehen. "Rund um den Michel" flaniert horizontal durch die Gänge der City: von 1843 bis ins Jahr 2012.

      • HSV-Grillpavillon

      Zweimal im Monat, immer dann, wenn der HSV ein Heimspiel hat, klingelt bei ihnen die Kasse: Thomas und Christiane Harder haben vor 14 Jahren einen Imbiss eröffnet, zwei Minuten vom Fußballstadion des Hamburger Sportvereins entfernt. Jedes zweite Wochenende ist dann für ein paar Stunden in dem kleinen Imbiss die Hölle los. Viele ihrer Kunden kommen schon seit Jahren zu ihnen. Christiane und Thomas fragen nur noch "wie immer?". In der Regel heißt das: "HSV-Teller", also Pommes und Wurst. Hier tragen am Spieltag sogar die Busfahrer schwarz weiß blau.

      • Gesellschaft "Harmonie" von 1789

      Viele "Freunde" auf Facebook zu haben, ist heute für jeden Schüler normal. Ohne soziale Netzwerke geht es kaum. Zu einem ähnlichen Zweck, nämlich um "gesellige Unterhaltung" zu schaffen, gründete eine Gruppe ehrwürdiger Kaufleute 1789 den Herrenclub "Harmonie". Wer durch dessen Mitgliederlisten blättert, fühlt sich, als lese er in Hamburgs Straßenverzeichnis: Abendroth, Sieveking, Lutteroth, Sillem, Wesselhoeft - lauter prominente hanseatische Namen. Doch in seinen bald 225 Jahren stand der Club auch oft vor dem Ruin. Zweimal vernichteten Brände das gesamte Clubhaus. Immer wieder gab es Nachwuchsprobleme. Aber ausgerechnet heute, wo soziale Netzwerke nur noch im Internet zu boomen scheinen, geht es dem Club so gut wie lange nicht mehr. Hilfsprojekte für Jugendliche, Vorträge zu aktuellen Themen wie "Social Media", Reisen in Hamburgs Partnerstädte - das schweißt zusammen.

      • Hamburger Seilschaften

      Ohne ihre Seilschaften würde im Hafen nichts laufen. Seit über 50 Jahren ist die Firma Seldis "auf Draht", also auf Taue und Seile aller Art spezialisiert. Echte Handarbeit, die auf fast jedem Schlepper im Hafen zum Einsatz kommt. Mit ihrer Hilfe wird vom kleinen Frachter bis zum Containerriesen alles bewegt, was ins Fahrwasser geschleppt werden muss. Zehntausende Tonnen Gewicht an nur einem "Draht" - dafür ist echte, schweißtreibende Handarbeit nötig. Die Firma Seldis ist eine von nur noch zwei Firmen in Hamburg, die die Kunst des Spleißens beherrscht.

      • Teekontor im Wasserschloss

      Privat begeisterte Teetrinkerin, hat Anna Schmidt ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, sie ist als Verkosterin beim Teehandelskontor Sturm angestellt. Inhaber Holger Sturm hat gerade eine neue Teezentrale in der Hamburger Speicherstadt eröffnet. Das Wasserschloss, ein Teeparadies mit angeschlossenem Restaurant. Bei Anna Schmidt kann der Laie das Hamburger Traditionsgetränk auch sinnlich erfahren, etwa wenn sich Roibuschtee mit Mango verbindet oder eine chinesische Teerose in heißem Wasser aufgeht.

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      Dienstag, 13.03.12
      06:00 - 06:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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