• 13.01.2012
      17:15 Uhr
      Länder - Menschen - Abenteuer Kitzbühel - Ein Wintermärchen | NDR Fernsehen
       

      In den Gassen der herausgeputzten Altstadt von Kitzbühel reihen sich exklusive Modeläden, noble Restaurants und Hotels aneinander. In der Saison wird rund um die Uhr gefeiert. Kitzbühel, kurz "Kitz" genannt, gilt als mondän.

      Freitag, 13.01.12
      17:15 - 18:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In den Gassen der herausgeputzten Altstadt von Kitzbühel reihen sich exklusive Modeläden, noble Restaurants und Hotels aneinander. In der Saison wird rund um die Uhr gefeiert. Kitzbühel, kurz "Kitz" genannt, gilt als mondän.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Christian Gramstadt
      Autor Christian Gramstadt
      Redaktion Wolf Lengwenus

      Kitzbühel ist ein Mekka für prominente Urlauber und Pauschaltouristen. Es gibt allein im Winter dort 600.000 Übernachtungen bei knapp 10.000 Hotelbetten. In den Straßen und Gassen der herausgeputzten Altstadt reihen sich exklusive Modeläden, noble Restaurants und Hotels aneinander. In der Saison wird rund um die Uhr gefeiert. Kitzbühel, von seinen VIPs kurz "Kitz" genannt, gilt als mondän und als ein wenig verrucht. Gunter Sachs war da, ebenso wie Romy Schneider oder Arnold Schwarzenegger. Heute sind es Prominente wie Franz Beckenbauer oder Uschi Glas. Milliardenschwere Russen lassen dort die Fünf-Sterne-Hotels hochziehen.

      Bürgermeister Klaus Winkler versucht, zwischen den Bedürfnissen der auf Events "programmierten" Urlauber und denen der verbliebenen Einheimischen zu vermitteln: Er streitet für bezahlbare Wohnungen und fürs traditionelle Image der Stadt und ist der Meinung, dass Geschichte verpflichtet. Immerhin ist Kitzbühel gut 800 Jahre alt. Kupferabbau und der Handel hatten den Ort bereits im Mittelalter wohlhabend gemacht. Und die Natur zwischen dem Kitzbüheler Horn, der Bichlalm, dem Hahnenkamm und dem Schwarzsee mit einem Panoramablick auf das Kaisergebirge hat ihren Charme bewahrt.

      Das ist auch ein Grund, dass Originale wie Hermann Pichler ihrem Dorf die Treue halten. Mitten in der glitzernden Altstadt führt er das "Huber-Bräu", eine alteingesessene Schänke mit Tiroler Kost zu bürgerlichen Preisen. Pepi Eberharter macht selbst als Pensionär noch aus bester Milch aromatischen Bergkäse, Fini Sulzenbacher, die erste grüne Gemeinderätin Kitzbühels, kämpft jetzt für Jugendklubs, und der frühere Knecht und Bauer Lois Vötter hat noch im hohen Alter Fahrrad- und Skifahren gelernt. Selbst der weltgewandte Abenteurer Horst Ebersberg, der viele Jahre in Hollywood als Schauspieler und Schriftsteller arbeitete, kehrte wieder in seine Heimatstadt zurück.

      Tiroler gelten als bodenständig und stur. Die alten Kitzbüheler zudem als ein wenig wehmütig. Die "goldenen Jahre" nach dem Zweiten Weltkrieg, als einheimische Burschen des "Ski-Wunderteam" um den legendären Toni Sailer Sporttrophäen einsammelten, sind vorbei. "Zu reich, zu satt sind die Jungen heutzutage hier", bemerkt Schlagerstar Hansi Hinterseer, der in seiner Jugend selbst Medaillen in Skirennen einfuhr. Und Ski-Legende Horst Ebersberg meint, es sei schon "merkwürdig, wie ruhig es jetzt auf der Piste zugeht. Urlaub und Sport sollen doch Spaß machen. Früher, da haben wir auf der Piste viel gelacht."

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      Freitag, 13.01.12
      17:15 - 18:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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