• 21.05.2018
      13:00 Uhr
      Land im Gezeitenstrom Von der Ems zu den friesischen Seen | NDR Fernsehen
       

      Der Nordosten der Niederlande ist nicht einfach nur eine Fortsetzung der ostfriesischen Landschaft - er ist ein Mikrokosmos zwischen Land und Meer, zwischen Tradition und Moderne. In der vierten Staffel der beliebten Reihe "Land im Gezeitenstrom" geht es um das Lebensgefühl hinter friesischen Deichen und auf den Inseln im Wattenmeer. Eine Entdeckungsreise über Wasser und Land.

      Montag, 21.05.18
      13:00 - 14:00 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Der Nordosten der Niederlande ist nicht einfach nur eine Fortsetzung der ostfriesischen Landschaft - er ist ein Mikrokosmos zwischen Land und Meer, zwischen Tradition und Moderne. In der vierten Staffel der beliebten Reihe "Land im Gezeitenstrom" geht es um das Lebensgefühl hinter friesischen Deichen und auf den Inseln im Wattenmeer. Eine Entdeckungsreise über Wasser und Land.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Manfred Schulz
      Produktion Jost Nolting
      Autor Manfred Schulz
      Redaktionelle Leitung Dirk Neuhoff
      Redaktion Alexander v. Sallwitz
      Ralf Quibeldey

      Gäbe es keine Dünen, Deiche, Dämme und Sperrwerke würden die Niederlande im Wasser verschwinden. Das Land liegt zu großen Teilen unterhalb des Meeresspiegels. Das Wasser ist überall allgegenwärtig. Es bedeutet größte Gefahr, ist aber auch der größte Schatz des Landes: Hunderte Kilometer Küste und Strände, boomende Wirtschaftshäfen, Flüsse, Kanäle, unzählige Binnenseen und die Nordsee. Die Landschaft der Niederlande ist einzigartig.

      Der Film begibt sich auf die Reise von der Ems zu den Inseln und Meeren Frieslands und ist dabei dem Wasser und den Menschen, ihren Geschichten und Traditionen auf der Spur.

      Unter Segel auf einem traditionellen Plattbodenschiff geht es von der Ems aus über die Kanäle und Seen quer durch die Provinzen Groningen und Friesland bis zum Ijsselmeer. Und weiter auch ins Wattenmeer hinaus zu den Waddeneilanden, den Westfriesischen Inseln. Wo sonst kann man im Schlick nach versunkenen Inseln suchen oder wilde Orchideen bestaunen?

      Auf einer von ihnen, auf Ameland, donnernder Hufschlag: Zehn kraftstrotzende Pferde bilden ein Gespann vor dem Rettungsboot, das sie wie zu alten Zeiten über Land und Strand ans Meer ziehen. Auf der Insel Terschelling forschen Wissenschaftler und schießen mit Kanonennetzen auf Gänse. Und junge Frauen eifern hier dem großen Seefahrer und Entdecker Willem Barents nach.

      Währenddessen treffen sich auf den friesischen Binnenmeeren raue Kerle zur Skutsje-Regatta. Nur wer einem alten Schiffergeschlecht angehört, darf mit an Bord zur alljährlichen Wettfahrt der Frachtensegler.

      Überhaupt scheinen in den Niederlanden Schiffe Vorfahrt zu haben, denn vor den hochgezogenen Brücken stauen sich Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger. Wer es sich leisten kann, zieht gleich aufs Wasser, zum Beispiel in ein selbst entworfenes, schwimmendes Haus. Ein Kunstmaler in Leeuwarden hat sich einen alten Lastkahn restauriert: mit Wohnung, Atelier und Gästezimmern für Touristen.

      In der kurzweiligen filmischen Reise einmal quer durch den Norden der Niederlande steht das Wasser im Mittelpunkt. In IJlst wässert der Sägemüller noch heute sein Holz im Fluss, dicke Baumstämme, die noch immer nur mit Windkraft betrieben gesägt werden. Und wenn der Wind nicht weht, schaut er den Fierljeppern zu. Fierljeppen ist Nationalsport in Friesland: Stabweitsprung über das Wasser. Allerdings muss man dabei auch noch gut klettern können. Eine skurrile Sportart ist auch das "Kuhkuscheln" oder auch das Kaatsen, eines der ältesten überlieferten Ballspiele überhaupt.

      Film von Manfred Schulz

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