• 24.04.2018
      23:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | NDR Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Bulgarien: Gewalt gegen Ehefrau keine Straftat
      • Fidschi - Umsiedlung wegen Klimawandel
      • Pakistan: Die Straßenkinderschule von Karachi
      • USA: Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
      • Neuseeland: Verschmutzte Gewässer im Naturparadies

      Dienstag, 24.04.18
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Bulgarien: Gewalt gegen Ehefrau keine Straftat
      • Fidschi - Umsiedlung wegen Klimawandel
      • Pakistan: Die Straßenkinderschule von Karachi
      • USA: Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
      • Neuseeland: Verschmutzte Gewässer im Naturparadies

       
      • Bulgarien: Gewalt gegen Ehefrau keine Straftat

      Maria und ihre acht Monate alte Tochter bekamen einen der wenigen Plätze im Frauenhaus von Pernik, knapp 30 km süd-westlich von Sofia. Marias Ehemann brach ihr den Arm, da ergriff sie samt Baby die Flucht: "Daraufhin begann er mich am Telefon zu terrorisieren und kam eines Tages mit einer Axt zum Haus. Er schlug erst das Tor ein und die Scheiben und dann klettere er durch ein Fenster. Er demolierte das ganze Haus mit der Axt. Im letzten Moment konnte ich fliehen. Er bedrohte meine Mutter und das Kind, die Schreie waren fruchtbar." Eine Anzeige wurde von der Polizei nicht weiter verfolgt. Häusliche Gewalt gilt in Bulgarien nicht als Straftat. Allein in den ersten Monaten des Jahres, wurden fünf andere Frauen in Bulgarien von ihren Ehemännern totgeprügelt. Marias Ehemann wurde weder für Körperverletzung noch für Sachbeschädigung belangt. Ihr blieb nur die Flucht ins Frauenhaus.

      • Fidschi - Umsiedlung wegen Klimawandel

      Vanua Levu, Fidschis zweitgrößte Insel ist vulkanisch und sehr fruchtbar. Doch die Zeiten, in denen hier traumhafte Zustände herrschten sind lange vorbei. Aufgrund des stetig ansteigenden Wasserspiegels, mussten die Bewohner der Siedlung Vundidongoloa umziehen. Jetzt befindet sich das Dorf auf einem Hügel, etwa zwei Kilometer Luftlinie vom Wasser entfernt. Dorfchef Sailosi Ramatu ärgert es zwar, dass seine Gemeinde ein Drittel der Kosten für die 32 neuen Häuser der 132 Bewohner selbst tragen musste, er erkennt aber auch die Vorzüge: "Wir lieben es hier. Denn jetzt sind wir außer Gefahr. - Besonders unsere junge Generation, die Kinder. Am alten Ort sehen wir keine Nutzpflanzen mehr oder Gemüse. Da ist alles vom Salzwasser überschwemmt."

      • Pakistan: Die Straßenkinderschule von Karachi

      Unter einer riesigen Autobrücke lernen Kinder Lesen und Schreiben, Rechnen und ein wenig Englisch. Doch der Lärm dabei ist nahezu unerträglich. Tausende Autos rasen an ihrem "Klassenzimmer" auf einigen der am stärksten befahrenen Straßen von Karachi vorbei. Neben dem Unterricht gibt es eine warme Mahlzeit am Tag. Zwischen einhundert und zweihundert Straßenkinder kommen jeden Morgen hierher. Keines von ihnen hat je eine richtige Schule besucht. Die Kinder, teils ausgebeutet, geschlagen und von den Eltern im Stich gelassen, träumen von einem besseren Leben. Ahmad zum Beispiel will Arzt werden. Dafür schläft der Junge nachts auf dem Fußboden der Schule. Während um ihn herum der Straßenlärm von Karachi tobt.

      • USA: Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

      Als Stephanie Tucker die Diagnose Brustkrebs erhielt, dachte sie als erstes an ihre Arbeit und dass niemand erfahren dürfe, dass sie so krank ist. "Arbeit und Chemotherapie lässt sich eigentlich nicht gleichzeitig machen. Die Chemotherapie macht dich völlig fertig, aber du musst trotzdem arbeiten gehen, um dein Dach über dem Kopf nicht zu verlieren." Pure Angst treibt sie um, wegen der Krankheit den Job zu verlieren oder auf Lohn verzichten zu müssen, so dass sie die Rechnungen nicht mehr zahlen kann. Denn in den USA ist kein Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung verpflichtet. Nur wenige Bundestaaten oder Städte haben bislang arbeitnehmerfreundliche Regelungen eingeführt. Dabei hat Stephanie Tucker sogar noch Glück: Ihr Arbeitgeber ist staatlich. Sie hat anders als viele Amerikaner dadurch zumindest ein paar bezahlte Urlaubs- und Krankentage. Diese reichen jedoch nicht aus, um eine Krebserkrankung behandeln zu lassen. Ihre Medikamente lässt sie sich jetzt immer am Freitag geben, um sie sich am Wochenende erholen zu können. Am Montag schleppt sie sich wieder ins Büro. Ob sie gesund wird, ist die eine Frage. Ob sie finanziell überlebt, ist die andere.

      • Neuseeland: Verschmutzte Gewässer im Naturparadies

      Das Image ist reine Natur, doch Neuseeland kämpft mit Überdüngung und der Nitrat-Belastung des Grundwassers. In den letzten Jahren ist das Land der Schafzüchter immer mehr zum Land der Kuhhirten geworden. Mittlerweile gibt es mit insgesamt 6,6 Millionen Tieren, mehr Rinder als Menschen in Neuseeland. Doch jede Kuh scheidet pro Tag bis zu 50 kg Urin und Kot aus und davon sickern große Mengen in den Boden. Die Nitrat-Werte im Grundwasser und in Flüssen sind alarmierend. Neuseeländisches Trinkwasser muss jetzt oft stark behandelt werden. "Wir brauchen mehr Zeit, um eine Lösung zu finden.", sagt Bauer Muir. Die Landwirtschaft ist für Neuseeland immens wichtig. Knapp 50.000 Arbeitsplätze hängen an der
      Milchproduktion.

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      Dienstag, 24.04.18
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
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