• 17.04.2018
      23:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | NDR Fernsehen
       

      Geplante Themen:

      • Bangladesch: Flucht vor Hochwasser
      • Indien: Frauen kämpfen gegen Vielehe
      • Ecuador: Teuerste Schokolade der Welt
      • Japan: Frau Kawasaki aus Nordkorea
      • Frankreich: Streikende Eisenbahner

      Moderation: Julia-Niharika Sen

      Dienstag, 17.04.18
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Geplante Themen:

      • Bangladesch: Flucht vor Hochwasser
      • Indien: Frauen kämpfen gegen Vielehe
      • Ecuador: Teuerste Schokolade der Welt
      • Japan: Frau Kawasaki aus Nordkorea
      • Frankreich: Streikende Eisenbahner

      Moderation: Julia-Niharika Sen

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Stefanie Röhrig
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Christiane Justus
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Daniel Satra
      • Indien: Frauen kämpfen gegen Vielehe

      In einer winzigen Wohnung mitten in einem muslimischen Viertel in Hyderabad sitzt Shabana Begum an ihrer Nähmaschine. Neben ihr quengeln die vier Kinder. Doch die Mutter hat keine Zeit. Bis zum Abend müssen die Kleidungsstücke fertig werden. Mit dieser Arbeit hält sie die Familie über Wasser. Ihren Mann sieht sie nur selten. Er ist vor ein paar Jahren ausgezogen zu seiner Zweitfrau. "Für uns hat er seitdem keine einzige Rupie mehr übrig", klagt sie. Es gibt keine Statistik, wie hoch die Zahl der Vielehen in Indien ist. Eigentlich sind sie verboten, aber für Muslime gibt es eine Ausnahme: Noch zu Kolonialzeiten erließen die Briten ein Gesetz, nach dem Muslime untereinander "Angelegenheiten des Personenstands", also Hochzeit, Scheidung oder Erbe, nach der Scharia regeln durften. Das war als Minderheitenschutz gedacht. Immer mehr Frauen wehren sich jetzt dagegen. Nun soll der Oberste Gerichtshof entscheiden.

      • Ecuador: die teuerste Schokolade der Welt

      Lange galt Servio Pachard als Spinner, weil er auf ertragsarme Kakaopflanzen im Dschungel von Ecuador setzte. Über 5.000 Jahre alt ist die Sorte National. Zwar wenig Ernte, aber das Aroma sei umwerfend. Seine Beharrlichkeit oder sein Starrsinn zahlt sich jetzt für ihn aus. Der Kakao, den er erntet, ist der Rohstoff für die teuerste Schokolade der Welt. 350 US Dollar für eine Tafel Schokolade.

      • Frankreich: streikende Eisenbahner

      Die Liste der Reformprojekte ist lang, die der französische Präsident in kurzer Zeit erfolgreich auf den Weg gebracht hat. Nichts schien sich ihm in dem lange als unreformierbar geltenden Frankreich entgegenzustellen. Das könnte sich jetzt ändern. In den Lokführern hat er erstmals ernst zu nehmende Gegner gefunden. Emmanuel Macron will nämlich die hoch defizitäre Staatsbahn SNCF wettbewerbsfähig machen. Dazu will er auch an lieb gewonnenen Privilegien der Bahnbediensteten Hand anlegen. Lokführer etwa sind quasi unkündbar, können schon im Alter von 52 Jahren bestens versorgt in den Ruhestand gehen, haben bis zu 50 Tage Urlaub und vieles mehr. Jetzt richten sie sich auf einen monatelangen Streik ein. Der Beitrag begleitet Lokführer beim Streik und bei der Arbeit, will wissen, mit welchen Argumenten sie ihre außerordentlichen Privilegien verteidigen.

      • Japan: Frau Kawasaki aus Nordkorea

      Eiko Kawasaki ist Japanerin. Doch mit 17 Jahren hat sie ihre Heimat verlassen, um nach Nordkorea auszuwandern. Nach dem Koreakrieg lechzte das Land nach Intellekt und Arbeitskräften, warb Zehntausende Japaner an und lockte sie zum Beispiel mit einem bezahlten Studium. Eine Heirat dort versprach auch Sicherheit. Eiko Kawasaki bekam vier Kinder. Die Hungersnot der 1990er-Jahre in Nordkorea gab den Ausschlag für Fluchtgedanken. 2003 schaffte sie es, kehrte zurück nach Japan. So wie sie sind etwa 200 Japaner zurückgekehrt, Zehntausende andere blieben dort. Ihr Schicksal und das der Rückkehrer werde von Japans Regierung nicht ernst genommen, klagt Eiko Kawasaki. Sie ist heute 75 Jahre alt und kämpft für Anerkennung.

      • Bangladesch: Flucht vor Hochwasser

      Ali Hussain hat seine Heimat Bangladesch verlassen. Zweimal haben die Fluten des Flusses Singimari sein Haus dort weggespült, zweimal hat er es wiederaufgebaut. Dann kam erneut das Hochwasser und der 27-Jährige gab die Hoffnung auf: "Ich habe mein Land verloren, mein Eigentum, Geld. Alles." Er beschloss nach Indien auszuwandern und dort ein neues Leben aufzubauen. Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt und gehört zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen. Weite Teile des Landes liegen nur wenig höher als der Meeresspiegel. Dass die Hochwasserflüchtlinge im Nachbarland Indien ausgerechnet wieder an einem Flussufer mit Hochwassergefahr angesiedelt werden, mutet an wie eine Farce, ist aber bittere Realität. Denn dort haben indische Behörden Wellblechhütten aufstellen lassen, um die Menschen aus Bangladesch unterzubringen.

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      Dienstag, 17.04.18
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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