• 26.08.2010
      00:50 Uhr
      Weltbilder Auslandsmagazin mit Julia-Niharika Sen | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Polen: Die neuen Kreuz-Ritter
      • USA: Das Öl ist längst nicht weg
      • Nigeria: Ein Dorf kämpft gegen Shell
      • Japan: Tod durch Überarbeitung

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 26.08.10
      00:50 - 01:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Polen: Die neuen Kreuz-Ritter
      • USA: Das Öl ist längst nicht weg
      • Nigeria: Ein Dorf kämpft gegen Shell
      • Japan: Tod durch Überarbeitung

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktion Karin Dohr
      • Polen: Die neuen Kreuz-Ritter

      Ein übergroßes Holzkreuz spaltet unser Nachbarland. Polnische Katholiken hatten es zu Ehren des verstorbenen Staatspräsidenten Lech Kaczynski vor dem Präsidentenpalast aufgestellt. Der neugewählte Staatspräsident Komorowski wollte es entfernen lassen, aber militante Katholiken und rechtsradikale Bürgerwehren bewachen das Holzkreuz. Es ist mittlerweile Symbol für die starke Position der Kirche in der polnischen Politik geworden. Die Vertreter der aufgeklärten polnischen Gesellschaft um den neuen Staatspräsidenten haben noch keinen Ausweg gefunden, wie das Kreuz an eine andere Stelle in Warschau gebracht werden kann - ohne einen Aufstand der Katholiken zu provozieren.

      • USA: Das Öl ist längst nicht weg

      Gute Nachrichten aus dem Golf von Mexiko: Das Ölleck ist gestopft und das ausgelaufene Öl zum großen Teil verschwunden. So verkündete es Obamas Umweltberaterin, so wurde es dankbar von BP und vielen Medien aufgenommen. Doch Meeresforscher und Fischer sind empört. Zwar zersetzten sich Ölteppiche im Sonnenlicht relativ schnell, das heißt jedoch noch lange nicht, dass das Öl weg ist. Man müsse nur ein wenig genauer hinschauen und erkennt, dass Milliarden von Mikrotröpfchen Öl die Umweltkatastrophe in der Tiefsee sogar noch schlimmer machen als bisher angenommen.

      • Nigeria: Ein Dorf kämpft gegen Shell

      Die Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" war ja nur der letzte Zwischenfall in einer ganzen Reihe von Katastrophen, die durch Ölkonzerne ausgelöst wurden. Und während in den USA Medien und öffentliche Aufmerksamkeit sehr viel Druck auf BP ausüben, sind die Bauern in Nigeria völlig auf sich allein gestellt. Sie kämpfen seit Jahren gegen den niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell. Dessen Ölförderpolitik, so sagen sie, hat ihr Land völlig zerstört, in eine höllenhafte, verseuchte Sumpflandschaft verwandelt. In weiten Regionen hat auslaufendes Öl die Landwirtschaft unmöglich gemacht. Doch auch wenn die Beweislage erdrückend scheint - die juristische Auseinandersetzung mit dem riesigen Konzern fordert den nigerianischen Bauern viel Geduld und Ausdauer ab.

      • Japan: Tod durch Überarbeitung

      Schuften bis zum Umfallen: Diese Arbeitsmentalität wird Japanern oftmals schon im Kindesalter eingetrichtert. Arbeitstage von acht Uhr morgens bis Mitternacht, kein Wochenende und totale Aufopferung für den Chef werden vorausgesetzt. Wer sich dagegen wehrt, verliert sein Gesicht - vielleicht auch seinen Arbeitsplatz. Das kostet Menschenleben. Tausende Todesfälle seien pro Jahr auf berufsbedingte Erschöpfung zurückzuführen - so schätzen Anwälte, die sich auf Entschädigungsfälle für gestresste Angestellte spezialisiert haben. Gerade war die japanische Gesellschaft auf dem Weg, das Phänomen Karoshi anzuerkennen. Doch durch die Wirtschaftskrise ist der Druck auf Arbeitnehmer in Japan nun nochmal deutlich gestiegen.

      Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 26.08.10
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