• 09.03.2018
      01:50 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Abschaffen oder feiern? Das "Kulturjournal" bilanziert den Weltfrauentag
      • Großer Preis, große Pleite: Streit um den Kunstpreis Worpswede
      • "Keine Panik, liebe Angst": Die Comedian Käthe Lachmann schreibt über ihre Angststörung
      • Meine Eltern und ich: der sehr persönliche Dokumentarfilm "Er. Sie. Ich"
      • Bildgewaltig in Kohle: der amerikanische Künstler Robert Longo in Hamburg
      • "Wahr. Schön. Gut.": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.03.18
      01:50 - 02:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Abschaffen oder feiern? Das "Kulturjournal" bilanziert den Weltfrauentag
      • Großer Preis, große Pleite: Streit um den Kunstpreis Worpswede
      • "Keine Panik, liebe Angst": Die Comedian Käthe Lachmann schreibt über ihre Angststörung
      • Meine Eltern und ich: der sehr persönliche Dokumentarfilm "Er. Sie. Ich"
      • Bildgewaltig in Kohle: der amerikanische Künstler Robert Longo in Hamburg
      • "Wahr. Schön. Gut.": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Abschaffen oder feiern? Das "Kulturjournal" bilanziert den Weltfrauentag

      Alle Jahre wieder dasselbe Ritual zum Weltfrauentag am 8. März: Blumen für den weiblichen Teil der Bevölkerung, ein paar aufrührerische Reden, bestenfalls Absichtsbekundungen. Und den Rest des Jahres bleibt alles beim Alten. Es reicht, findet Nadia Kailouli, die Frauenbeauftragte des "Kulturjournals", und tritt an, den Internationalen Frauentag abzuschaffen. Was hat er wirklich gebracht, und warum sollte er erhalten werden? Und vor allem: Für was kämpfen die Frauen eigentlich noch? Eine Bilanz zum Weltkampftag für Gleichberechtigung.

      • Großer Preis, große Pleite: Streit um den Kunstpreis Worpswede

      Eine Auszeichnung mit großem Namen: Der Kunstpreis Worpswede erinnert an die berühmteste norddeutsche Künstlerkolonie, an Otto Modersohn, Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler und natürlich an die große Paula Modersohn-Becker. Ein seriöser Preis mit Prestige, könnte man glauben. Immerhin sollte es 2017 knapp 20.000 Euro Preisgeld geben. Die Auszeichnung wurde im vergangenen Herbst verliehen, aber das Geld haben die prämierten Künstler nie gesehen. Stattdessen mussten sie für die eigene Verleihungsfeier Eintritt zahlen, ebenso Reisekosten und Spesen. Hinzu kommt, dass der Preis selbst mit dem berühmten Künstlerort so gut wie gar nichts zu tun hat. Vergeben wird er von einem privaten Verein, der noch nicht einmal in Worpswede seinen Sitz hat. Ein Skandal, findet Künstler und Preisträger Rainer Augur. Das "Kulturjournal" spricht mit ihm, außerdem mit dem Bürgermeister von Worpswede und mit Albin Homeyer, dem Initiator des Preises. Im Internet findet man übrigens schon die Bewerbungsunterlagen für den Kunstpreis Worpswede 2018. Die Verleihung soll, laut Ankündigung, am 29. September in Bremen sein. Ob es dann tatsächlich Geld gibt?

      • "Keine Panik, liebe Angst": Die Comedian Käthe Lachmann schreibt über ihre Angststörung

      Rund 20 Jahre stand Käthe Lachmann auf der Bühne. Die Comedian tourte durch ganz Deutschland, hat unter anderem Deutschen Kabarett-Preis und den NDR Comedypreis erhalten. Und dann ging nichts mehr. Wegen einer Panikattacke musste Käthe Lachmann einen Auftritt abbrechen. Seit ihrer Jugend hatte sie immer wieder unter starken Ängsten gelitten. 2015 wurden sie so heftig, dass sie ihre Bühnenkarriere beenden musste. Jetzt schreibt sie in ihrem Buch "Keine Panik, liebe Angst" (Gräfe und Unzer Verlag) vom Leben mit der Angststörung. Sie erzählt, wie sie banale Dinge, zum Beispiel U-Bahn fahren, wieder lernen musste. Und sie schreibt über die Scham, die oft mit dem Thema Angst verbunden ist. Ein offenes und zugleich humorvolles Buch, das auch dazu beiträgt, das Thema Angststörung zu enttabuisieren.

      • Meine Eltern und ich: der sehr persönliche Dokumentarfilm "Er. Sie. Ich"

      Es ist eine Geschichte wie so viele: Mann und Frau treffen aufeinander, verlieben sich und gehen wieder auseinander. So auch die Eltern von Carlotta Kittel. Sie hat ihre Eltern nie zusammen erlebt, ist bei ihrer Mutter aufgewachsen. 25 Jahre nach der Trennung interviewt Carlotta Kittel ihre Eltern, separat, und spielt ihnen auch die Aufnahmen der und des jeweils anderen vor. So entsteht ein Dialog, ein Gespräch, das tatsächlich nie stattgefunden hat. Ein bemerkenswerter Dokumentarfilm: "Er. Sie. Ich" (Filmstart: 8. März). Das "Kulturjournal" spricht mit der Filmemacherin und Tochter über zwei Versionen einer sehr persönlichen Geschichte.

      • Bildgewaltig in Kohle: der amerikanische Künstler Robert Longo in Hamburg

      Seine Bilder sehen oft aus wie Fotos: mal gestochen klar, mal verwackelt. Sie sind hyperreal, oft überlebensgroß. Und sie sind alle gezeichnet. Mit Kohle. Das ist der Stoff, mit dem Robert Longo sich ausdrückt. Seine Bilder sind immer eine Reflexion auf die jeweilige Zeit. So betitelte er eine monumentale Zeichnung der amerikanischen Flagge mit "November 8, 2016", dem Tag der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA, und zweiteilte diese Zeichnung, präsentiert sie in zwei Rahmen nebeneinander. Seine Werke sind jetzt in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen, gemeinsam mit denen von Francisco Goya und Sergei Eisenstein: "Proof" (bis 27. Mai). Und das kommt nicht von ungefähr: Longo hat sich mit den beiden anderen Künstlern intensiv auseinandergesetzt und die Ausstellung mit kuratiert. Das "Kulturjournal" bekommt vom Künstler eine Einführung in seine Schau.

      • "Wahr. Schön. Gut.": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

      Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat besonders aufgeregt? Was hat amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft. Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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