• 13.05.2021
      01:20 Uhr
      Panorama 3 Moderation: Susanne Stichler | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Schweriner Arztpraxis: Ist der Arzt ein Corona-Verharmloser?
      • Frauen in Not: Immer weniger Ärzt*innen nehmen Schwangerschaftsabbrüche vor
      • Warum noch heute? Verfahren gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin
      • Gedanken eines Soldaten

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 13.05.21
      01:20 - 01:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Schweriner Arztpraxis: Ist der Arzt ein Corona-Verharmloser?
      • Frauen in Not: Immer weniger Ärzt*innen nehmen Schwangerschaftsabbrüche vor
      • Warum noch heute? Verfahren gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin
      • Gedanken eines Soldaten

       
      • Schweriner Arztpraxis: Ist der Arzt ein Corona-Verharmloser?

      Für Aufregung in Schwerin sorgen ein Arzt und Beschäftigte seiner Praxis. Eine Ende April positiv auf das Coronavirus getestete Mitarbeiterin soll dort in der ansteckungsfähigen Zeit zuvor insbesondere am Empfang und im Wartebereich tätig gewesen sein. Die Folge: Mehr als 200 Patientinnen und Patienten des betreffenden Arztes wurden von der Schweriner Stadtverwaltung vorsorglich in Quarantäne geschickt. Etliche von ihnen sind bereits auf Corona getestet - bislang ohne ein positives Ergebnis. Es gibt Hinweise, wonach in den Räumlichkeiten der Praxis unter anderem wiederholt gegen die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verstoßen worden sein soll. Außerdem ist der Mediziner in der Vergangenheit auch in seiner Eigenschaft als AfD-Stadtratsmitglied in Schwerin schon mit Corona verharmlosenden Äußerungen aufgefallen. Wegen des Vorfalles in seiner Praxis hat nun die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen den Arzt eingeleitet, der jede Schuld von sich weist. "Panorama 3"-Reporterinnen haben sich in Schwerin auf Spurensuche begeben und fragen, ob örtliche Behörden und Ärztekammer hier nicht früher hätten eingreifen müssen.

      • Frauen in Not: Immer weniger Ärzt*innen nehmen Schwangerschaftsabbrüche vor

      In Norddeutschland gibt es immer weniger Ärzt*innen, die Abtreibungen vornehmen können. Viele Ärzt*innen, die bisher Abbrüche angeboten haben, gingen in den vergangenen Jahren in den Ruhestand. Viele Stellen bleiben seitdem unbesetzt. Und im Medizinstudium ist der Schwangerschaftsabbruch kaum noch ein Thema. Zurück bleiben immer mehr Frauen in Not. In einigen Regionen Norddeutschlands gibt es keinen einzigen Arzt mehr, der Abtreibungen vornimmt, und da, wo es noch welche gibt, werden Mediziner durch selbsternannte Lebensschützer*innen und Abtreibungsgegner*innen zunehmend unter Druck gesetzt. Frauen, die endlich einen Arzt für einen Schwangerschaftsabbruch gefunden haben, müssen oft Hundert Kilometer in eine fremde Stadt fahren oder lange auf einen Termin warten. Die Zahl der Praxen und Kliniken, die Abbrüche durchführen, ist von 2003 bis 2018 von 2000 auf 1200 zurückgegangen. Und dieser Trend hält ungebrochen an. Nach Recherchen des NDR-Magazins "Panorama 3" hat sich die Anzahl der Ärzt*innen und Kliniken, die Abbrüche durchführen, in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern um etwa acht Prozent reduziert. In Niedersachsen gibt es ganze Landkreise, in denen es keine Anlaufstellen für betroffene Frauen mehr gibt. Autorinnen von "Panorama 3" haben mit der Leiterin der ProFamilia in Bremen gesprochen, die oft Ärzt*innen aus Holland holt, weil sie in Deutschland keine findet. Außerdem erzählen zwei Frauen, die ungewollt schwanger waren, wie schwer es für sie war, Ärzt*innen zu finden, die Abbrüche vornehmen.

      • Warum noch heute? Verfahren gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin

      Auch 76 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird noch gegen einige Täterinnen und Täter ermittelt, die am Morden in den Konzentrationslagern beteiligt waren. Am Landgericht Itzehoe ist mit Irmgard F. erstmals eine einfache Sekretärin angeklagt. Der heute 95-jährigen wird vorgeworfen, mit ihrer Tätigkeit für den KZ-Kommandanten Beihilfe zum Mord in mindestens 11.430 Fällen geleistet zu haben. Noch wird geprüft, ob sie verhandlungsfähig ist - ein Prozess könnte aber im Sommer beginnen. "Panorama 3" geht der Frage nach, welchen Sinn solche späten Strafverfahren noch haben.

      • Gedanken eines Soldaten

      Rüdiger Hesse hat 5 Auslandseinsätze mit der Bundeswehr mitgemacht, drei davon waren in Afghanistan. Nach gerade einmal drei Tagen im Land stand er das erste Mal für gefallene Kameraden Spalier. Er hat Anschläge überlebt und leidet seither an PTBS, einem Posttraumatischen Belastungssyndrom. Wofür, fragt er sich jetzt, haben wir dort "knapp 20 Jahre geschwitzt, gelacht und geweint", wenn die Bundeswehr jetzt ihre Truppen aus Afghanistan abzieht.

      Das Politik-Magazin mit Susanne Stichler geht Missständen nach und dokumentiert die Folgen - hintergründig, engagiert und pointiert.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 13.05.21
      01:20 - 01:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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