• 11.10.2017
      00:30 Uhr
      Bücherjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       
      • "Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst": Biografie über Dieter Hallervorden
      • Kompromisslos für Gerechtigkeit: die indische Schriftstellerin Arundhati Roy
      • Literarischer Überraschungserfolg: die Hamburger Schriftstellerin Carmen Korn
      • Ein Dorfroman ganz ohne Idylle: die Schriftstellerin Katrin Seddig als Gast im "Bücherjournal"
      • 70 Jahre Magnum Photo: zwei Bildbände feiern die legendäre Fotoagentur
      • Ein Idealist erlebt die Wiedervereinigung: der neue Roman von Ingo Schulze
      • Auf Tour mit Udo: ein Buch über die große Lindenberg-Tournee
      • Der Roman des Herbstes: der Gewinner des Deutschen Buchpreises

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 11.10.17
      00:30 - 01:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      • "Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst": Biografie über Dieter Hallervorden
      • Kompromisslos für Gerechtigkeit: die indische Schriftstellerin Arundhati Roy
      • Literarischer Überraschungserfolg: die Hamburger Schriftstellerin Carmen Korn
      • Ein Dorfroman ganz ohne Idylle: die Schriftstellerin Katrin Seddig als Gast im "Bücherjournal"
      • 70 Jahre Magnum Photo: zwei Bildbände feiern die legendäre Fotoagentur
      • Ein Idealist erlebt die Wiedervereinigung: der neue Roman von Ingo Schulze
      • Auf Tour mit Udo: ein Buch über die große Lindenberg-Tournee
      • Der Roman des Herbstes: der Gewinner des Deutschen Buchpreises

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • "Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst": Biografie über Dieter Hallervorden

      Lange fühlte er sich gefangen in der Rolle des albernen "Didi". Mit Mitte 70 ist es dem Komiker und Schauspieler Dieter Hallervorden dann gelungen, sich neu zu erfinden und Millionen von Kinozuschauern zu überraschen. In Filmen wie "Honig im Kopf" oder "Sein letztes Rennen" konnte er sich von einer anderen, ernsten Seite zeigen. Sich selbst bezeichnet Dieter Hallervorden als scheu, doch der Autor Tim Pröse hat es geschafft, ihn für ein Buchprojekt zu öffnen. In seinem Buch "Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst" (Hoffmann & Campe) schreibt er ein wechselvolles Leben und über einen Künstler, der sich lange missverstanden fühlte.

      • Kompromisslos für Gerechtigkeit: die indische Schriftstellerin Arundhati Roy

      Schon mit ihrem ersten Buch "Der Gott der kleinen Dinge" schrieb sich Arundhati Roy in den Olymp der bedeutendsten Schriftsteller weltweit. 20 Jahre hat sie ihre Fans seitdem auf den zweiten Roman warten lassen. Doch nun ist er da: "Das Ministerium des äußersten Glücks" (S. Fischer) ist vor Kurzem erschienen und wurde jetzt schon zum internationalen Bestseller mit Übersetzungen in mehr als 20 Sprachen und Nominierung für den Booker Prize. Schonungslos legt Arundhati Roy darin den Finger in die Wunden der indischen Gesellschaft: Gewalt gegen Frauen und religiöse Minderheiten, Landraub und militärische Großmannssucht. Sie nimmt den Leser mit auf einen Parforceritt durch die indische Geschichte der letzten 20 Jahre. Es ist ein düsterer Roman geworden, genauso wie sie das Land sieht: "In den 70 Jahren seit der Unabhängigkeit gab es keinen Tag, an dem die Armee nicht gegen die eigenen Bürger oder unsere Nachbarländer gekämpft hätte."

      • Literarischer Überraschungserfolg: die Hamburger Schriftstellerin Carmen Korn Seit fast 30 Jahren veröffentlicht Carmen Korn Romane, vor allem Krimis. Aber der große Erfolg blieb lange aus. Erst jetzt ist die Hamburger Schriftstellerin ganz oben auf den Bestsellerlisten, gleich mit zwei Büchern: Es sind die erstenbeiden Bände ihrer "Jahrhundert-Trilogie", in der sie von vier Frauen in Hamburg erzählt. Der erste Teil "Töchter einer neuen Zeit" (rororo), schildert die Zeit von 1919 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, er erschien 2016 und hat es auf Platz eins der Taschenbuch-Bestsellerliste geschafft. Im neuen Band "Zeiten des Aufbruchs" (Kindler Verlag) geht es um die Nachkriegszeit: Währungsreform, Mief der 1950er-Jahre bis in die Umbrüche der 1960er-Jahre. Carmen Korn verwebt die große Weltgeschichte mit den Biografien ihrer Protagonistinnen, macht die historischen Ereignisse literarisch lebendig. Das "Bücherjournal" trifft Carmen Korn, spricht mit ihr über die "Jahrhundert-Trilogie" und den späten Erfolg als Schriftstellerin.

      • Ein Dorfroman ganz ohne Idylle: die Schriftstellerin Katrin Seddig als Gast im "Bücherjournal" Hier ist das Dorfleben gar nicht idyllisch: Die Kinder wollen lieber fernsehen als draußen spielen. Die Jugendlichen langweilen sich, fahren mit dem Moped umher. Und die Erwachsenen sind enttäuscht vom Leben, suchen verzweifelt nach Liebe und stürzen sich in heimliche Affären. Die Hamburger Autorin Katrin Seddig hat mit "Das Dorf" (Rowohlt Berlin) einen Roman geschrieben, der wenig mit dem Klischee von Landlust zu tun hat. Es liegt an der sprachlichen Kraft und an der Empathie, die Seddig für ihre Figuren hat, dass man ihn mit Begeisterung liest. Als Gast im "Bücherjournal" spricht die Autorin mit Julia Westlake über ihre Literatur und das Leben im Dorf. Seddig wird ihren Roman auch im Rahmen der NDR Reihe "Der Norden liest" vorstellen. (Infos: ndr.de/dernordenliest).

      • 70 Jahre Magnum Photo: zwei Bildbände feiern die legendäre Fotoagentur Eine herrliche Idee: mit humanistischer, sozialer Fotografie die Welt verändern. Aufklären, menschlich wahrhaftig berichten und dabei den Fotografen als Künstler ernst nehmen und schützen. Mit diesem Anliegen begann die Erfolgsgeschichte der internationalen Fotoagentur Magnum vor 70 Jahren. Deren Bilder haben Geschichte geschrieben. Jetzt feiern zwei Bildbände das Jubiläum: Clément Chéroux "Magnum Manifesto" (Schirmer Mosel) und "Eine Reise um die Welt in 365 Bildern. Das Magnum Archiv" (Prestel Verlag).

      • Ein Idealist erlebt die Wiedervereinigung: der neue Roman von Ingo Schulze

      In seinem neuen Roman erfindet Ingo Schulze einen Antihelden, der schon als DDR-Kind das Geld abschaffen will. Er wird Kommunist und Christ, tritt in die Ost-CDU ein, wird Unternehmer und damit Kapitalist und will ganz selbstlos immer nur das Gute. Das macht ihn reich, und er fragt sich: Wie konnte das passieren? Und: Wie wird er das Geld wieder los? Der Roman "Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst" (S. Fischer) ist ein wunderbares Lesevergnügen. Der Autor selbst nennt ihn einen Schelmenroman, Schelm weil dieser Peter Holtz etwas Außergewöhnliches tut: Mit scheinbar kindlicher Naivität befragt er die Geschichte der DDR und auch die des wiedervereinigten Deutschlands.

      • Auf Tour mit Udo: ein Buch über die große Lindenberg-Tournee Udo Lindenberg, der Sänger mit Hut, Zigarre und Likörchen, ist inzwischen eine Kategorie für sich. Seine Alben stürmen die Charts, die Konzerte sind ausverkauft. Die Fotografin Tine Acke hat Udo Lindenberg vier Jahre lang auf Tour begleitet, jetzt veröffentlicht sie mit ihm einen Bildband: "Udo Lindenberg Stärker als die Zeit" (teNeues). Ergänzend zu den Bildern gibt es kurze Texte von Wegbegleitern und Freunden, darunter zum Beispiel Marius Müller-Westernhagen, Helge Schneider oder Benjamin von Stuckrad-Barre. Und auch Udo Lindenberg selbst hat Texte und Bilder beigetragen.

      • Der Roman des Herbstes: der Gewinner des Deutschen Buchpreises And the winner is ...: Sechs Autorinnen und Autoren stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis: Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Robert Menasse, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann. Der Preis, der mit 25.000 Euro für den Sieger und je 2.500 Euro für die anderen fünf Autoren der Shortlist dotiert ist, gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die bisherigen Gewinner haben es fast alle durch diesen Preis auf die Bestsellerliste geschafft. Am Montag, 9. Oktober 2017, wird in Frankfurt der Deutsche Buchpreis verliehen. Das "Bücherjournal" stellt das prämierte Buch vor.

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      00:30 - 01:15 Uhr (45 Min.)
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