• 14.02.2020
      02:00 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Ein Virus und die Angst: Panik vor Corona
      • Gegen das Schubladendenken: Kübra Gümüsay und ihr Buch "Sprache und Sein"
      • Nachhaltige Architektur: Wie in der Baubranche umgedacht wird
      • Gefeiert, geschmäht, wiederentdeckt: DDR-Kunst am Bau in Neubrandenburg
      • Demokratiebus in Mecklenburg-Vorpommern: Wie Schüler*innen Politik lernen
      • Wahr. Schön Gut: Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 14.02.20
      02:00 - 02:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Ein Virus und die Angst: Panik vor Corona
      • Gegen das Schubladendenken: Kübra Gümüsay und ihr Buch "Sprache und Sein"
      • Nachhaltige Architektur: Wie in der Baubranche umgedacht wird
      • Gefeiert, geschmäht, wiederentdeckt: DDR-Kunst am Bau in Neubrandenburg
      • Demokratiebus in Mecklenburg-Vorpommern: Wie Schüler*innen Politik lernen
      • Wahr. Schön Gut: Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      • Ein Virus und die Angst: Panik vor Corona

      Corona hat eine Pandemie und eine "Infodemie" ausgelöst, so die WHO. Letzteres bezieht sich auf die Hysterie, auf Falschmeldungen und Rassismus im Zusammenhang mit dem Virus und seinen möglichen Überträgern. Leute wechseln den Platz in der Straßenbahn, wenn sich ein asiatisch aussehender Fahrgast daneben platziert, asiatische Geschäfte und Restaurants, die eben noch gut besucht waren, werden gemieden, sind menschenleer. Atemschutzmasken sind längst ausverkauft, Gerüchte über absurde Verbreitungswege des Virus kursieren und verbreiten Angst und Schrecken. Was passiert da gerade um uns herum? Das "Kulturjournal" befragt dazu den Göttinger Psychologen und Gründer der Deutschen Gesellschaft für Angstforschung, Borwin Bandelow.

      • Gegen das Schubladendenken: Kübra Gümüsay und ihr Buch "Sprache und Sein"

      Achtung, Schubladen: Kübra Gümüsay ist gläubige Muslima, Feministin, Mutter, Bloggerin, Aktivistin, Journalistin. Aber vor allem ist sie ein ganz einzigartiger Mensch. Immer wieder hört sie: Kopftuchträgerin. Aber was heißt das schon? Stereotypen, sagt Gümüsay, machen unsere Welt und unsere Wahrnehmung klein und eng. Und das hat Auswirkungen auf uns, auf die Gesellschaft. Schon lange setzt sie sich für Gleichberechtigung ein, für eine andere Art des miteinander und übereinander Sprechens. In ihrem ersten Buch "Sprache und Sein" (Hanser Berlin) zeigt sie, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer nur als Teil einer Gruppe gesehen werden und sich nur als solche äußern dürfen. Doch wie können Menschen wirklich als Menschen sprechen? Wie können alle Menschen in einer Zeit der immer härteren, hasserfüllten Diskurse anders miteinander kommunizieren?

      • Nachhaltige Architektur: Wie in der Baubranche umgedacht wird

      Nach wie vor wird in Deutschland viel gebaut. Doch es wird nicht nachhaltig gebaut: Die meisten Baumaterialien werden verklebt, chemisch behandelt oder mit Verbundstoffen versetzt. Beim Abriss werden diese Materialien dann zu Sondermüll. Tatsächlich sind mehr als die Hälfte der Müllberge in Deutschland Baumüll. Dabei entstehen gerade beim Abriss auch neue Baustoffe, Recyclingbeton zum Beispiel. Zwar muss Beton erst geschreddert werden, aber dann kann man ihn wiederverwenden. Oder man baut gleich mit recycelbarem Material wie Holz. In Hamburg entsteht derzeit sogar ein Hochhaus aus Holz, 18 Stockwerke hoch, kein Putz, keine Fassadenplatten, keine Farbe. Das "Kulturjournal" macht sich auf die Suche nach recycelbaren Materialen für eine nachhaltige Architektur.

      • Gefeiert, geschmäht, wiederentdeckt: DDR-Kunst am Bau in Neubrandenburg

      Fast 30 Jahre lang war es mit weißer Tapete überklebt, das monumentale Wandbild von Wolfram Schubert mit dem sinnfälligen Titel "Kampf und Sieg der Arbeiterklasse" im Rathaus von Neubrandenburg. Jetzt wird es wieder freigelegt und restauriert. Während direkt nach der Wende diese Kunst nicht mehr gewollt war, beginnt nun im Umgang mit DDR-Kunst eine neue Etappe. Und das nicht nur in Neubrandenburg. Die fast vergessene Kunst am Bau der DDR gilt plötzlich als schick. Das "Kulturjournal" erklärt, warum und wie es zu dieser Entwicklung kommt.

      • Demokratiebus in Mecklenburg-Vorpommern: Wie Schüler*innen Politik lernen

      Mal gilt die Jugend als unpolitisch, dann erregen sie mit der Fridays-For-Future-Bewegung wieder die Gemüter. Sicher ist: Viele Jugendliche fühlen sich von der Politik nicht verstanden. Oder verstehen sie vielleicht die politischen Prozesse nicht? Wie kompliziert Demokratie sein kann, das sollte ja eigentlich die Schule beibringen, aber mit nur einer Stunde Sozialkundeunterricht in der Woche ist das schwierig. In Mecklenburg-Vorpommern soll das Projekt "Demokratie auf Achse" das deutsche politische System verständlich machen. Das "Kulturjournal" war dabei, als der sogenannte Demokratiebus die Schüler*innen besuchte und mit ihnen Demokratie hautnah erprobte.

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